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Ubukata analysiert Grand Prix de France

Ubukata analysiert Grand Prix de France

Der Entwicklungsmanager der Motorrad-Rennreifenabteilung von Bridgestone, Tohru Ubukata, schaut auf das Wochenende von Le Mans zurück.

Das vierte Rennen der MotoGP-Weltmeisterschaft 2009 war eine komplizierte Angelegenheit. Die Fahrer mussten genau abwägen, wie sie mit den abtrocknenden Bedingungen umzugehen haben und wann sie von den Regenreifen auf die Slicks zu wechseln haben.

Da vom Einheitsreifenausrüster Bridgestone dieses Jahr keine Intermediate-Reifen angeboten werden, war die kritische Frage ob die Regenreifen und Slicks allein ausreichen und ob sie ihren Job bei trockenen Linien mit nassen Flecken ordentlich machen könnten.

Mit dem Fakt, dass nur Weltmeister Valentino Rossi und Rookie Mika Kallio bei diesen schwierigen Bedingungen stürzten, scheint es, dass die Bridgestone-Reifen wieder einmal perfekt funktionierten. Rossi wechselte vielleicht ein wenig zu zeitig auf die Slicks und Kallio kollidierte mit Nicky Hayden als er ihn überholen wollte und dabei auf einen nassen Fleck kam und wegrutschte.

Im Rückblick auf die vierte Saisonstation, beantwortet der Entwicklungsmanager der Bridgestone Motorradrennreifen-Abteilung, Tohru Ubukata, die Schlüsselfragen...

Bridgestone erwartete beides, trockene und nasse Bedingungen in Le Mans. Aber wir bereite man sich auf diese Bedingungen vor?
"Wir wussten aus der Vergangenheit, dass das Wetter in Le Mans unberechenbar ist. Aber auch, dass es normalerweise sehr kühl ist. Gerade wenn es regnet. Aus diesem Grund brachten wir die weichen und medium Mischungen der Slicks und die weichen Regenreifen mit. Genau wie wir sie in Motegi benutzen, als die Fahrer ihre ersten Erfahrungen mit diesen Reifen im Regen sammelten. Wir hatten dieses Wochenende in den unterschiedlichen Sessions auch große Temperaturschwankungen. Aber ich bin glücklich, dass wir mit einem Reifen eine große Breite abdecken konnten."

"Zum Beispiel betrug die Asphalttemperatur während des freien Trainings am Freitag 20 Grad. Aber am Ende der Qualifikation am Samstag, betrug sie 30 Grad und dennoch konnten die Fahrer immer noch dieselbe Mischung ohne Probleme verwenden. Das ist ein großes Temperaturfenster für nur eine einzige Mischung und ich bin sehr glücklich damit."

Was denkst du über den ersten Start der Saison im Nassen?
"Ich kann sagen, dass ich sehr glücklich mit der Leistung und der Haltbarkeit der Bridgestone Regenreifen an diesem Wochenende bin. Die Bedinungen waren nicht perfekt. Weder komplett nass noch komplett trocken. Beim Start des MotoGP-Rennens hatte der Regen aufgehört und auch wenn die Strecke nass war, trocknete sie doch sehr schnell ab. Wir sahen, dass die Regenreifen mit jeder Runde schneller und schneller wurden - auch wenn die Strecke abtrocknete. Normalerweise erwartet man, dass man auf einer abtrocknenden Piste mit Regenreifen langsamer wird. Aber unsere haben sehr gute Leistung gebracht mit einer guten Konstanz und Haltbarkeit. Und tatsächlich wurden sie auch immer schneller bis zu dem Punkt, als die Strecke trocken genug für Slicks in der neunten Runde war."

"Wir haben dieselben weichen Mischungen der Bridgestone Regenreifen in Motegi, wo die Strecke sehr nass war und viel Wasser auf der Piste stand, und in Le Mans verwendet, wo es feucht startete und dann trockener wurde. Das zeigt, dass der gleiche Typ Reifen in allen Arten von nassen Bedingungen funktioniert. Seit Motegi haben wir auch wieder einiges über Dani's Vorderreifen gelernt. Nach einer detailierten Inspektion fanden wir ein kleines Fremdobjekt, welches sich im Laufe des Rennens an die Oberfläche des Slicks vorne durchgearbeitet hatte. Das war der eigentliche Schwachpunkt des Reifens, welcher den Zusammenbruch des Reifens verursachte."

Die Bedingungen für das Rennen waren feucht aber abtrocknend. Wie haben die Regenreifen und die Slick kooperiert?
"Wir haben dieses Wochenende gesehen, dass der Regenreifen und die Slicks von Bridgestone in ihrem Funktionsbereich überlappen. Das bedeutet, dass die Fahrer die Regenreifen solange mit guten Leistungen benützen können, bis die Strecke tocken genug ist, um einen Slick komfortabel benutzen zu können. Zum Beispiel blieb Jorge Lorenzo bis zur zwölften Runde auf Regenreifen, während Marco Melandri schon in der sechsten Runde auf Slicks wechselte, Dani Pedrosa mit Runde fünf sogar noch eher. Trotzdem waren die Rundenzeiten zwischen diesen Stopps vergleichbar. Das zeigt ganz klar, dass die Regenreifen und Slicks von Bridgestone einen effizienten Kreuzungspunkt haben."

Tags:
MotoGP, 2009, GRAND PRIX DE FRANCE

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