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Schritt für Schritt mit Andrea Dovizioso

Schritt für Schritt mit Andrea Dovizioso

Der Repsol Honda Fahrer über seinen Glauben an Honda und den analytischen Zugang.

Andrea Dovizioso ist in seiner gesamten Zeit in der Motorrad-WM untrennbar mit Honda verbunden gewesen, das begann schon bei seinem Einstieg in die 125cc-Klasse und zog sich bis zu seinem Aufstieg in die MotoGP. Der Italiener hat seinen schrittweisen Aufstieg in einem Interview mit der Honda Motor Company beschrieben, das hier in weiterer Folge wiedergegeben wird.

"Mein erstes Motorrad in voller Größe war ein 125cc-Grand-Prix-Bike und das war eine traumatische Erfahrung", sagt Dovizioso. "Ich wurde darum gebeten, die Maschine im Jahr 2000 in Fiorenzo Caponeras Team zu fahren, da ich das schnellste Kind bei den Pocketbikes war. Aber eine GP-Maschine ist so ein großer Sprung von den Pocketbikes, da sie nicht einfach zu fahren ist; es ist schwer, den Motor zu nutzen, da der Drehzahlbereich so eng ist. Ich habe die Aprilia-GP-Maschine im Winter vor der Saison 2000 drei Mal in Maggiore getestet und jedes Mal war ich sehr langsam. Letztendlich hat das Team gesagt, ich sei nicht schnell genug, um zu fahren."

"Jedes Wochenende spielte ich Fußball, fuhr Motocross und Pocketbike, aber Caponera sagte mir, ich müsse mit Fußball aufhören und mich auf den Straßenrennsport konzentrieren. Ich hatte bereits ein paar Schautrainings bei lokalen Fußball-Teams gehabt." Aber der enthusiastische Teenager war nicht besorgt, als ihm gesagt wurde, er sei nicht schnell genug, um ein 125cc-GP-Motorrad zu fahren. "Wenn man jung ist, denkt man nicht so, man glaubt nicht, dass alles vorbei ist", sagt er mit einem verschmitzten Lächeln. "Innerhalb einer Woche gab mir ein anderes Team in der Nähe meiner Heimat eine Maschine, um in der Aprilia Challenge für 125cc-Straßenmaschinen mitzufahren. Ich gewann auf der Maschine mein erstes Rennen und holte mir die Meisterschaft!"

"Das war immer mein Stil, seitdem ich Pocketbike fuhr. Das ist mein Charakter, das ist alles. Natürlich hat mir mein Vater Antonio [ein begeisterter Motocross Fahrer, auch jetzt im Alter von 55] dabei geholfen, so zu denken. Wenn man mit dem Rennsport bei den Pocketbikes beginnt, dann ist dein Vater alles. Er ist dein Mechaniker, dein Fahrer, dein Lehrer, alles. Intensives Denken ist in jedem Sport wichtig, natürlich, nicht nur beim Motorradfahren. Was auch immer man tut, es ist wichtig, alles zu verstehen und über alles nachzudenken, damit man sich verbessern kann."

"Meine Rennwochenenden sind sehr anders als sie es noch in der 250cc und 125cc waren. Von acht am Morgen bis acht oder neun am Abend arbeitet man ständig an etwas, vor allem an den elektronischen Kontrollsystemen. Viel Zeit wird aber damit verbracht, nachzugrübeln, da ist es nie genug, denn man kann immer mehr finden. In der 250er und 125er ist es nicht so."

Doviziosos Rennvorbereitungen beginnen sofort nach dem vorigen Rennen. "Wenn ich nach Hause komme, schaue ich mir das Rennen im Fernsehen an und studiere jedes Training, das mir dabei helfen kann, etwas Neues vor dem nächsten Rennen zu lernen. Bei jedem Rennen setze ich mir ein Ziel, denn es ist immer wichtig, sich weiter zu verbessern. Im Moment arbeite ich mit einem neuen Team, also arbeiten wir hart daran, mein Gefühl mit der Maschine und das Setup zu verbessern. Natürlich sehe ich das nicht als echte Arbeit, denn das wollte ich in meinem Leben immer schon tun!"

Zwischen den Rennen hält sich Dovizioso im Fitness-Studio und auf der Motocross-Strecke fit. "Wenn ich zu Hause bin, fahre ich so oft es geht Motocross. Für mich macht das am meisten Spaß. Ich liebe alles daran, von der Abfahrt zu Hause Richtung Strecke bis zum eigentlich Akt des Fahrens. Wenn ich meine MotoGP-Maschine fahre, muss ich viel nachdenken, da kann man nicht einfach nur fahren. Im Motocross fährst du einfach und hast Spaß mit der Maschine."

Wenn er Motocross fährt, nutzt Dovizioso eine Honda CRF250 und eine Honda CRF450, er hat eigentlich die meiste Zeit der vergangenen neun Jahre auf Hondas verbracht. Er gewann 2001 die Europameisterschaft und 2004 die 125cc-Weltmeisterschaft auf Honda RS125Rs und wurde danach in der 250cc-Weltmeisterschaft auf der RS250RW zwei Mal Zweiter. Während seiner zeit bei den 250ern lehnte er ein Angebot von Aprilia ab, um deren 250cc-Maschine zu fahren, die in der Klasse in den vergangenen Jahren dominiert hat.

"Zu Beginn war es Zufall, dass ich Hondas fuhr, aber dann gehörte es zu meinem Plan, denn ich glaube an Honda. Als ich 250cc fuhr, hatte ich die Möglichkeit zu Aprilia zu gehen, aber ich wollte bei Honda bleiben, weil ich für die MotoGP an sie glaubte."

Ein Interview von der Honda Motor Company.

Tags:
MotoGP, 2009, Andrea Dovizioso, Repsol Honda Team

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