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125cc-Anwärter Gadea nicht auf den Titel fokussiert

125cc-Anwärter Gadea nicht auf den Titel fokussiert

Der Spanier nimmt die Dinge Rennen für Rennen, da sich die Saison 2009 zum Besseren wendet.

Er ist schon eines der routinierteren Gesichter in der 125cc-Klasse und in den vergangenen Saisonen hat sich Sergio Gadea als ein solider Außenseiter in der Kategorie entwickelt. Der dritte Fahrer im dominanten Aspar-Team des Jahres 2007 nahm damals eine Beobachterrolle ein, als sich Gabor Talmacsi und Héctor Faubel um den Titel stritten. Die desaströse Saison 2008 (von einem Sieg beim ersten Rennen des Jahres abgesehen) ließ schließlich einige Fragen zur Grand-Prix-Zukunft Gadeas offen.

Er bekam aber eine letzte Chance von Jorge Martinez 'Aspar' und nun ist der junge Spanier mit im Kampf um den WM-Titel 2009 dabei. Der Sieg bei der Alice TT Assen festigte seinen Platz unter den Favoriten und brachte ihn bis auf 20 Punkte an WM-Spitzenreiter und Teamkollege Julián Simón heran. Außerdem scheint Gadea nun wieder Freude am Fahren zu haben.

"Ich denke momentan nicht an den Titel", sagte er diese Woche, während er die ausgiebige Pause genoss, die die 125cc-Fahrer zwischen dem vorigen Rennen in Assen und dem kommenden auf dem Sachsenring haben.

"Mein Plan ist es, weiter kurzfristige Ziele zu erreichen und im Moment genieße ich das Fahren wie ein kleines Kind. Ich habe diesen Funken wieder, den ich vor ein paar Jahren verloren habe und es ist ein tolles Gefühl. Die Zeit wird es zeigen, ob ich die Weltmeisterschaft gewinnen kann, wenn nicht, dann werde ich zumindest ein Jahr gehabt haben, an das ich mich für den Rest meines Lebens erinnern kann."

Sollte Gadea den Titel holen, dann wird er sich unter anderem gegen seine Teamkollegen Simón und Bradley Smith durchsetzen müssen. Aber auch der Italiener Andrea Iannone kämpft noch vorne mit. 2007 hatten die teaminternen Kämpfe zur Folge, dass die Beziehung zwischen Talmacsi und Faubel litt, für den Moment gibt es aber in der Aspar-Mannschaft ein gutes Klima.

"Die Atmosphäre in der Garage ist wirklich gut. Persönlich konzentriere ich mich auf meine Arbeit mit den Mechanikern und denke nicht über viel Anderes nach. Julián und Bradley machen das genauso. Das ist auch der einzige Weg, um Ergebnisse zu holen: hart arbeiten und die Konzentration nicht verlieren", erklärte Gadea.

"Wir alle unter den Top Vier versuchen so konstant wie möglich zu sein. Smith hat bewiesen, dass er ein harter Bursche ist und er weiß, wann er auf den Sieg losgehen kann und wann er einfach nur das bestmögliche Ergebnis mitnehmen muss. Julián ist sehr schnell und hat den Klassenwechsel geschafft. Ich nehme an, der Unterschied zwischen ihm und uns wäre größer, hätte er nicht ein paar Fehler gemacht. Iannone ist so schnell wie er aggressiv ist, aber er hat auch einige kostspielige Fehler gemacht."

Die 125cc-Klasse kehrt nächstes Wochenende beim Alice Motorrad Grand Prix Deutschland wieder ins Geschehen zurück, ein Rennen, bei dem Gadea bislang nur einmal in den Top Ten war - das war 2006.

Tags:
125cc, 2009, ALICE MOTORRAD GRAND PRIX DEUTSCHLAND, Sergio Gadea, Bancaja Aspar Team 125cc

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