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Aoyama die Offenbarung in der 250cc-Klasse 2009

Aoyama die Offenbarung in der 250cc-Klasse 2009

Die wichtigsten Geschichten in der 250cc-Klasse in diesem Jahr waren die Konstanz von WM-Leader Hiroshi Aoyama, die Anstrengungen von Álvaro Bautista im Kampf um den Titel und der Frust von Weltmeister Marco Simoncelli.

Es ist nur fair, zu sagen, dass Hiroshi Aoyama in diesem Jahr die Offenbarung der Saison in der 250cc-Weltmeisterschaft war. Er kehrte zu Honda zurück und belebte mit seiner intelligenten Fahrweise, seiner konstanten Form und drei beeindruckenden Siegen in Jerez, Assen und Donington die WM-Chancen des japanischen Werks in der Viertelliter-Klasse von neuem.

Der 27-Jährige aus Chiba hat lediglich zwei Mal die Top Fünf verpasst, hatte sechs Podestplätze und führt im Titelkampf 13 Punkte vor Álvaro Bautista, womit es stark danach aussieht, als ob die letzte 250cc-Saison der Geschichte bis zum Ende offen bleiben wird. Die Moto2 übernimmt im kommenden Jahr als Mittelklasse und Honda wird dort die Motoren an alle Teams liefern, aber Aoyamas Form in diesem Jahr hat ihm durchaus gute Chancen für einen Wechsel in die MotoGP eingeräumt.

Bautista hat sich den Weg in die Königsklasse bereits gebahnt, er wird die Mapfre Aspar Mannschaft verlassen und sich nächste Saison Rizla Suzuki anschließen. Der talentierte und beliebte Spanier galt bereits vor Saisonbeginn als heißer Anwärter auf den Titel und konnte sich nach einem enttäuschenden ersten Rennen in Katar - wo er von Pole startete - mit Siegen in Japan und Katalonien stark zurückmelden.

Bautista machte allerdings auch Fehler, ein großer passierte ihm in Assen, wo er in der Endphase des Rennens im Kampf mit Aoyama stürzte. Seitdem konnte er den Japaner im Titelrennen nicht einholen, auch wenn er zuletzt oft auf dem Podest stand - es ist aber auch sicher, dass er in dieser Saison bis zum bitteren Ende kämpfen wird.

Die Saison von Weltmeister Marco Simoncelli war eine wahre Achterbahnfahrt, die mit einer Trainingsverletzung vor Saisonbeginn anfing. Dadurch konnte er beim ersten Rennen in Katar nicht teilnehmen und blieb auch in Runde zwei in Japan ohne Punkte.

Der Metis Gilera Fahrer hatte allerdings auch in den ersten beiden Rennen 2008 keine Punkte eingefahren und holte sich danach noch den Titel. In diesem Jahr hat er bislang vier Siege gelandet - drei in den vergangenen fünf Rennen -, aber seine Ausfälle in Barcelona und Misano haben dazu geführt, dass er in der WM frustrierende 40 Punkte hinter Aoyama liegt. Nichtsdestotrotz wird auch er im kommenden Jahr in die MotoGP wechseln, wo er vom San Carlo Honda Gresini Team verpflichtet wurde.

Auch der Fahrer auf Platz vier in der Weltmeisterschaft wird in die MotoGP wechseln. Hector Barbera wurde allerdings ebenfalls von fehlender Konstanz geplagt. Er gewann das abgebrochene erste Rennen in Katar und das bislang letzte in Misano, war aber auch zwei Mal außerhalb der Top Ten und fünf Mal außerhalb der Top Fünf. Er liegt momentan in der WM nicht weit hinter Simoncelli, kämpft also noch um den dritten Gesamtrang. Kommendes Jahr wird Barbera Teil des neuen Aspar Ducati MotoGP-Projekts sein.

Mattia Pasini vom Team Toth hatte dieses Jahr viel zu tun, er testete in Tschechien beispielsweise auch eine Pramac Racing MotoGP Ducati, wobei er seine Pläne für nächste Saison noch nicht bekanntgegeben hat. Er hat in diesem Jahr fünf Rennen nicht beendet, dafür konnte er sein Heimrennen in Mugello gewinnen und holte in Brünn und Misano zwei knappe zweite Plätze, wo er den Sieg jeweils nur um weniger als eine Sekunde verpasste.

Pasinis Landsmann Raffaele de Rosa (Scot Racing) hat dieses Jahr gute Arbeit in der 250cc-Klasse abgeliefert, indem er bei jedem Rennen Punkte geholt hat. Andererseits war sein einziges Top-Fünf-Ergebnis bislang in Katar. Für Héctor Faubel gab es hingegen einen Ausfall und einen Podestplatz, wobei ihn mehrere Zielankünfte außerhalb der Top Ten davon abhielten, mehr Punkte zu holen, womit er aktuell auf dem siebten Rang in der Weltmeisterschaft liegt.

Abgerundet werden die Top Ten von Alex Debon und Thomas Lüthi, die in Le Mans aufeinandertrafen und beide bessere Ergebnisse in diesem Jahr wollten, sowie Roberto Locatelli, der beinahe ein Jahrzehnt nach seinem 125cc-Titel nach wie vor motiviert ist und mit seinem Teamkollegen Simoncelli in Frankreich auf dem Podest stand.

Tags:
250cc, 2009

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