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Spies vorbereitet auf Lernphase

Spies vorbereitet auf Lernphase

Vor seinem Vollzeit-Wechsel zur MotoGP sprach der amerikanische Fahrer über seine Entscheidung den Wechsel schon jetzt zu machen und was er sich erhofft, was er in seiner ersten Saison erreichen kann.

Ben Spies' erste komplette Saison in der MotoGP hat eine große Spannung hervorgerufen, gerade nachdem er beim letzten Rennen der Saison 2009 mit einer WildCard in Valencia einen hoch respektierten siebten Platz holte.

Der 25-jährige wird sich 2010 an der Seite seines amerikanischen Landsmannes Colin Edwards als Teil des Monster Yamaha Tech 3-Teams einreihen und erklärte motogp.com, dass er fühlt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um seine Vollzeit-Karriere in der MotoGP-Weltmeisterschaft zu starten.

"Ich traf meine Entscheidung bevor ich den (2009er Superbike) Titel gewann. Ich fühlte, dass selbst wenn wir den Titel nicht gewinnen würden, wir trotzdem die meiste Zeit am stärksten waren. Ich fühlte, dass ich nichts Neues mehr lernen würde, wenn ich für ein weiteres Jahr bei den Superbike bleiben würde", sagte Spies. "Die Jahre bis zu meinem Gipfel werden immer weniger und weniger und da sind Jungs wie Valentino Rossi, Casey Stoner, Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo. Zusammen mit der Menge an Talenten, die dieses Jahr aus der 250er-Klasse kommen, die die Motorräder und auch die Strecken bereits so gut kennen, da muss ich einfach als bald als möglich beginnen. Wenn ich auf meinen Karrieregipfel komme, kann ich sie vielleicht herausfordern. Im Moment ist lernen angesagt und ich würde am liebsten mit dem Lernprozess so schnell wie möglich beginnen."

Spies setzte fort: "Ich denke wirklich, dass es eine volle Saison dauern wird, um dorthin zu kommen. Wenn ich in der zweiten Saison dann keine Verbesserungen an den Tag lege, dann weiß ich, dass ich nicht schnell genug bin, um mit diesen Jungs zu fahren. Ich weiß, dass ich ordentlich unterwegs bin und dass ich im Mittelfeld fahren kann, aber zuerst habe ich mich auf das Bike zu konzentrieren und ich muss damit beginnen, es ans Limit zu fahren. Dann werde ich die Situation neu bewerten und herausfinden, wo das Limit ist: Entweder näher an die Spitze zu kommen, Fünfter bis Achter zu werden, oder Zehnter. Ich werde sehen, wo ich bin und es könnte vielleicht noch immer nicht nah genug sein."

Tech 3-Chef Hervé Poncharal und Spies haben in ihrer ersten gemeinsamen Saison dasselbe Ziel.

"Er will von mir einfach, dass ich lerne und das Beste tue, was ich kann und das ist es, was ich tun werde", sagte Spies. "Für die erste Hälfte der Saison denke ich, dass meine Resultate nicht die sein werden, die vielleicht im darauffolgenden Jahr möglich wären. Aber man kann einfach nicht so schnell auf dieses Level kommen. Wenn ich mich auf dem Bike einmal wohlfühle und ich gut fahre, dann bin ich sicher, dass ich es auf ein höheres Level bringen und mehr Speed finden kann, um an der Spitze des Rennens mitzufahren und mich selbst zu einem besseren Fahrer zu machen. Es ist etwas, was Zeit dauern wird und Hervé und Yamaha stehen hinter mir."

Spies fuhr fort: "Die Top Ten sind das Ziel, sicher. Der siebte Rang in Valencia war emotional wie ein Sieg für mich, denn ich weiß, wie hart und gut ich fuhr. Die Leute verstehen nicht, wie hart ein Top-Fünf-Rang in der MotoGP ist. Wenn wir ein paar davon in der ersten Saison erreichen könnten - um den fünften/sechsten Rang - wäre ich super-glücklich damit. Ich denke, damit ein Podest passiert, muss ich außergewöhnlich fahren und ich denke, dass es vor mir dann ein wenig Pech geben oder es ein perfektes Rennen von mir werden muss. Wenn wirklich ein Podium kommen würde, wäre das so ziemlich ein Wunder und das wäre fantastisch."

"Realistisch betrachtet, wenn jeder gut fährt und in der ersten Kurve nicht ein paar Fahrer stürzen, wird es hart das Podium im ersten Jahr zu sehen und das geht für mich in Ordnung. Ich muss mich kontinuierlich aufbauen und stark werden - Top Ten oder Top Acht in der Meisterschaft im ersten Jahr würde sehr viel ausmachen."

In der Diskussion über seine Erfahrung beim Finale von 2009 in Valencia erklärte Spies, wie glücklich er mit dem Resultat war.

"Wir haben keine dummen Fehler gemacht, ich bin nicht gestürzt und ich habe niemandem die Meisterschaft kaputtgemacht", sagte er. "Ich schätze mal, dass ich sagen könnte, dass ich die von Andrea Dovizioso etwas kaputt gemacht habe, weil ich Colin Edwards geholfen habe, aber das war auf keinen Fall der Plan. Es ging nur darum, so gut zu sein, wie ich nur konnte. In meinen Augen war es ein richtig gutes Rennen für mich, denn ich war nicht dort um mich zu versuchen und zu beeindrucken, ich war nur da, um Zeit im Sattel zu bekommen. Ich wollte das Rennen wirklich nur auf mich zukommen lassen und als es losging, hab ich mich draufgesetzt und konnte mich dann an einigen Leuten vorbeikämpfen und ein gutes Resultat holen. Nach den ersten zehn Runden fuhr ich für den Rest des Rennens so hart ich nur konnte. Ich war definitiv nicht schnell genug, um irgendetwas zu gewinnen, aber es war ein anständiges Tempo. Aber wenn ich drei Tage später das Rennen fahren hätte müssen, dann wäre es noch besser gewesen. Es ist also nur eine solche Sache."

Tags:
MotoGP, 2010, Ben Spies, Monster Yamaha Tech 3

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