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Jorge Lorenzo: "Ich vertraue immer in mich und die Maschine"

Jorge Lorenzo: 'Ich vertraue immer in mich und die Maschine'

Der Fiat Yamaha Pilot weiß, dass er wegen seiner Handverletzung die Saison mit einem Nachteil starten wird. Dennoch ist er sicher, der Katar-Test wird ihm die Chance geben, ein wenig Schwung vor dem Saisonstart aufzubauen. Er freut sich aufs erste Rennen.

Jorge Lorenzos Saisonvorbereitung wurde Anfang Februar durch einen Trainingsunfall gestört, bei dem er sich einen gebrochenen Daumen in der rechten Hand zuzog. Doch der Spanier ist beim Katar-Test dabei und will das Meiste aus seiner letzten Testchance auf der M1 holen, bevor die Saison am 11. April beginnt.

Durch die Verletzung verpasste der 22-Jährige den zweiten Test in Sepang und er befand sich in einem Rennen gegen die Zeit, um es zum Nachttest an den Losail International Circuit zu schaffen, der heute (Donnerstag) begonnen hat. Lorenzo freut sich, wieder im Einsatz zu sein und er wird einen speziellen Dainese Handschuh mit Karbonfiber-Schutz während der zwei Tage tragen, um möglichst ungestört testen zu können. Zunächst erklärte er aber, wie genau der Unfall passierte, bei dem er sich an der Hand verletzte.

"Ich fuhr auf der Ex-Ranch von Kenny Roberts, wo nun eine sehr große Sandbahn ist und ich war auf dem Asphalt unterwegs. Jeder sagte, ich verletzte mich beim Motocross, aber das stimmt nicht! Ich verletzte mich mit dem Minibike auf dem Asphalt und die Strecke war sehr eng - wir waren mit ein paar Leuten unterwegs und ich machte einen Fehler bei meinem Bremspunkt. Mein Vorderrad klappte weg und ich brach mir den Finger", sagte Lorenzo, bevor er darüber sprach, wie die erzwungene Auszeit seiner Meinung nach seinen Saisonstart beeinflussen wird.

"Verglichen mit anderen Fahrern wohl sehr, denn dieses Jahr haben wir wenig Training, nur drei Tests. Ich habe einen verpasst und werde nur zwei fahren, vielleicht nicht einmal zwei, da ich noch nicht in hundertprozentiger Verfassung bin; vielleicht werden es also eineinhalb! Ich werde nicht so weit sein wie die meisten anderen Fahrer, aber es ist besser, das passiert mir zwei Monate bevor die Weltmeisterschaft startet als eine Woche davor."

Obwohl seine Hand bei der Ankunft in Katar nach wie vor nicht verheilt war, hatte Lorenzo das Gefühl, dass die Zeit auf der Strecke dennoch wertvoll sein wird. Er meinte: "Ja, ich bin immer zuversichtlich, was mich und meine Maschine betrifft. Ich denke, die Verletzungen können einen nur reifer und nachdenklicher werden lassen. Man muss versuchen, aus diesen Verletzungen zu lernen und stärker werden."

"Die Hand wird jeden Tag besser. Ich habe nach nur drei Tagen eine große Verbesserung gemerkt und jetzt habe ich nicht viele Schmerzen, wenn ich die Hand einsetze. Jeden Tag werden die Dinge einfacher, aber das Fahren eines Motorrads wird sicher schwierig. Wir werden sehen, was passiert!"

Danach gefragt, wie ihn diese Verletzung beim Test beeinflussen wird, sagte Lorenzo: "Ich weiß nicht. Vielleicht werde ich viele Probleme haben und kann nur zehn Sekunden hinter der schnellsten Zeit herumfahren. Vielleicht komme ich auch näher dran, ich weiß es nicht. Am Donnerstag werden wir es sehen. Ich werde fahren, werde Runden machen und einfach das Gefühl und das Wissen über die MotoGP-Maschine zurückerlangen."

Bei einem Blick auf das erste Saisonrennen auf gleicher Strecke am 11. April hatte Lorenzo bereits eine grobe Ahnung davon, wie die Weltmeisterschaft 2010 losgehen könnte. "Theoretisch schlechter als voriges Jahr", sagte er. "Aber ich habe ein Jahr mehr Erfahrung, in der Theorie könnte ich also besser vorbereitet sein. Diese Verletzung wird uns sicher ein wenig bremsen, aber die Weltmeisterschaft ist sehr lang, also müssen wir geduldig sein und weiterarbeiten."

Tags:
MotoGP, 2010, Jorge Lorenzo, Fiat Yamaha Team

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