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Von der MotoGP in die Moto2

Es gibt einige Fahrer in der Moto2, die vorher bereits in der MotoGP unterwegs waren – ein guter Grund sie auf der Liste der Titelfavoriten zu haben.

Die neue Moto2 Klasse startete mit viel Action in ihre erste Saison und erfüllte alle Erwartungen bereits im Debütrennen. Alle Maschinen sind mit einem 600cc Standardmotor von Honda ausgestattet und jedes Team benutzt Dunlop Reifen. Nur die Wahl des Chassis ist freigestellt und sorgt am Ende für den feinen Unterschied, abgesehen vom Fahrer natürlich.

Einige Fahrer waren bereits in der MotoGP unterwegs und gelten daher natürlich auch als Favoriten für den Titel in der Moto2. Dazu zählen Alex de Angelis (RSM Team Scot), Toni Elias (Gresini Racing) Niccolo Canepa (RSM Team Scot), Yuki Takahashi (Tech3 Racing), Gabor Talmacsi (Fimmco Speed Up) Anthony West (MZ Racing Team) und Roberto Rolfo (Italtrans STR).

Schon in Katar wurde deutlich das die Konkurrenz noch stärker ist, als erwartet und man kaum vorher sagen kann welcher Fahrer am Ende siegt, denn nicht einer der Ex-MotoGP Stars gewann, sondern Shoya Tomizawa, der 19-Jährige Technomag-CIP Fahrer, gefolgt von Alex Debon und Jules Cluzel. Keiner dieser Fahrer war schon in der MotoGP unterwegs im Gegensatz zu Toni Elias oder Roberto Rolfo, die auf Vier und Fünf kamen.

Toni Elias sagte nach dem Rennen: “Jeder in der Moto2 will gewinnen und es gibt hier viele Fahrer, die schnell sind, es wird für alle schwer. Die Erfahrung aus der MotoGP hilft auf jeden Fall, aber einiges ist auch komplizierter, die Linie die hier gefahren wird ist viel enger, eher wie in der 250cc.”

De Angelis fügte hinzu: “Ich glaube es ist schwer zu sagen, was ich hätte erreichen können in der MotoGP, derzeit genieße ich die Moto2, denn hier bin ich stark. Ich fühle mich gut im Team, würde also sagen ich habe die richtige Entscheidung getroffen.”

Ein weiterer Fahrer mit Einsätzen in der MotoGP ist der Ungar Gabor Talmacsi, der glaubt, dass die Moto2 ihm gute Chancen bietet. “Ich bin in alles Kategorien gefahren. Ich war Weltmeister der 125cc-Klasse, hatte ein paar Rennen in der 250cc, dann war ich in der MotoGP. In der Moto2 glaube ich an mich, ich kann zeigen, dass ich konkurrenzfähig bin.”

Aber es sind nicht nur die Fahrer, die schon in der Königsklasse fahren konnten, auch bei den Technikern wechselten viele Leute von der MotoGP zur Moto2. Takahashi hat bei Tech 3 Gary Reynards an seine Seite gestellt bekommen, der Mann der mit Colin Edwards und James Toseland in der Königsklasse arbeitete.

“Es ist eine gute Herausforderung in der Moto2 und wir haben selbst ein niegelnagelneues Motorrad gebaut und wir haben einen Fahrer, der schon in der 250cc schnell unterwegs war”, sagte Reynders. “Wir haben hier keine Elektronik, ich habe aber Erfahrungen mit Aufhängung und Chassis, ich denke also, das wird dem Team helfen, besser zu wissen was wir brauchen, um schnell zu sein.”

Auf der anderen Seite der Tech 3 Box ist der Ex-Team Manager von Jorge Lorenzo, Daniele Romagnoli, er ist für Raffaele de Rosa zuständig.

”Der größte Unterschied ist die Technologie hier in der Moto2, sie ist sehr weit entfernt von der MotoGP. Es ist sehr wichtig sparsam zu sein. Wir verwenden Material das der Standardproduktion nahe kommt, besonders was den Motor und die Elektronik betrifft, das ist ein großer Unterschied”, sagte Romagnoli.

Scott Redding ist für das Marc VDS Team unterwegs und er hat Pete Benson an seiner Seite, der schon für Nicky Hayden bei Honda zuständig war und mit diesem 2006 den Titel holen konnte.

“Grundsätzlich ist es alles ein wenig einfacher gehalten”, sagt Benson. “Man hat nicht so eine Elektronik wie in der MotoGP, und damit auch weniger Probleme, die man dort immer versuchen musste zu lösen. Die Reifenreglung ist aber ähnlich und das macht die ganze Sache interessanter. Aber ich denke es ist mehr “zurück zum Ursprung”, anstelle alle mögliche Hightech zur Verfügung zu haben. Das macht die ganze Sache interessant.”

Tags:
Moto2, 2010, Yuki Takahashi, Alex de Angelis, Anthony West, Niccolo Canepa, Gabor Talmacsi, Toni Elias, Roberto Rolfo

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