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Spies ist entspannt und bereit für ersten Sepang Test

Spies ist entspannt und bereit für ersten Sepang Test

Nach einer erholsamen Wintersaison ist der Yamaha-Pilot mehr als bereit in der nächsten Woche in Malaysia wieder auf ein Motorrad zu steigen. In einem Interview mit motogp.com sprach er nicht nur über Sepang, sondern auch über seine Teamstruktur 2011 und seine Ziele für die neue Saison.

Nach einer außergewöhnlichen Debüt-Saison in der MotoGP 2010 beginnt Ben Spies seine zweite Saison in der Weltmeisterschaft als Werksfahrer mit noch größeren Erwartungen an den 26-Jährigen für 2011.

Während seiner Vorbereitungen auf den ersten offiziellen Test in Sepang nächste Woche (1. - 3. Februar) stoppte motogp.com den Amerikaner für ein Gespräch über seine Ziele beim Drei-Tages-Test in Malaysia und seine Erwartungen an die kommende Saison. Zudem sprach Spies zunächst über seine bisherige Wintersaison, in der er ein eigenes Rad-Team gründete mit dem er die letzte Woche in einem Trainingscamp in Südtexas verbrachte.

“Ich habe das Radsportteam gegründet und wir hatten vor einigen Tagen unser erstes Rennen. Das war ein großer Spaß“, erklärte Spies. “Ich habe mein eigenes Training auch noch durchgezogen und bin jetzt bereit für den ersten Test. Es dauert nicht mehr lange und ich freue mich, auf dem Bike zurück zu sein und mit dem neuen Team zu starten. Ich habe seit Valencia nicht mehr auf einem Motorrad gesessen, deshalb wird es ein bisschen dauern, bis ich in meinen Rhythmus zurückfinde, aber ich bin nun bereit dafür.“

Kontinuität wird für Spies 2011 der Schlüssel und auch im Yamaha-Werksteam wird er weiterhin mit Crewchef Tom Houseworth und Mechaniker Gregory Wood arbeiten, die beide auch schon im letzten Jahr mit ihm bei Tech 3 waren. Ein bemerkenswerter Neuzugang in diesem Jahr ist Massimo ‘Maio’ Meregalli, der für die Spies-Truppe als Teammanager agieren wird. Mit ihm gewann der Amerikaner bereits 2009 den Superbike-Titel.

“Ich habe ein großartiges Team und alle um mich herum sind die besten Leute, die sich zusammentun konnten, nun liegt es an mir. Ich merke aber auch, dass mit dem Schritt ins Werksteam eine große Last von mir genommen wurde, nun will ich alles geben“, sagte Spies.

“Ich und ‘Maio’ sprechen viel miteinander, aber wir reden nicht viel über Ambitionen. Als Persönlichkeiten haben wir große Ziele und Ambitionen und wir kommen wirklich gut miteinander klar, seit dem ersten Tag. Er weiß einfach wie ich denke und weiß, dass ich nicht gern viel über unwichtige Dinge spreche. In der Box weiß er genau, was ich denke und was ich brauche. Wir haben eine sehr gute Verbindung. Für mich war es eine große Sache in meinem ersten Jahr nach Europa rüber zu kommen (Superbike 2009) und er hat sich wirklich gut um mich gekümmert. Wir haben bekanntlich den Titel zusammen gewonnen, aber er war auch ein sehr guter Freund. Wir waren auch in der Lage, das beiseite zu tun und ziemlich gut als Team zu arbeiten und er führte ein sehr gutes Programm durch. Er hörte immer zu, wenn ich etwas brauchte und ich kann es kaum erwarten, wieder mit ihm zusammen zu arbeiten.“

Zum bevorstehenden Test sagte Spies: “Wir müssen uns um einige Dinge kümmern, die Yamaha für das Motorrad braucht und ich fliege einfach hin um zu fahren, das Bike in die richtige Richtung zu bringen, mit dem Team zu arbeiten, um dann beim zweiten Test methodisch vorzugehen. Wir wollen immer schnell sein und uns verbessern, aber die Position oder die Geschwindigkeit ist hier nicht das Ziel. Ich muss mich nur wieder an das Motorrad gewöhnen und wir müssen sehen, wie das Team zusammen arbeitet.“

Teamkollege Jorge Lorenzo testete im November einen neuen M1-Motor in Valencia und auf die Frage, was er außerdem vom Motorrad verlangt, antwortete Spies: “Letztes Jahr haben wir gesehen, dass wir mehr Geschwindigkeit auf der Geraden brauchen, das war während der Saison wirklich deutlich zu sehen, aber das Gesamtpaket M1 ist fantastisch. Es ist ein großartiges Gleichgewicht auf einem guten Motorrad und wir müssen nur noch ein bisschen am Motor arbeiten. Jetzt weiß ich noch nicht genau, wie es beim Test wird, vielleicht hat sich das Motorrad schon verändert. Ich bin bereit zu sehen, was gebraucht wird. Wir werden es sehen, wenn wir da sind und dann bewerten.“

Wohl bekannt für seine vorsichtigen Ansätze hinsichtlich der Erwartungen vor einer Saison, erörterte Spies seine Ziele für die Saison 2011 mit Ergebnissen und persönlicher Entwicklung.

“Es ist ganz einfach für mich. Jedes Jahr möchte ich besser sein als im Jahr zuvor. 2010 wurde ich Zweiter, Dritter, Vierter und Fünfter, holte eine Pole-Position (in Indianapolis) und führte das Rennen kurz an. Wir haben nichts Verrücktes gemacht, aber wir waren sehr konstant und haben noch kein Rennen gewonnen. Ich hatte das auch nicht erwartet, aber einige andere Leute haben das bestimmt gedacht“, kommentierte er. “Also steht für nächstes Jahr an, konstant an der Spitze zu kämpfen und ein Rennen zu gewinnen. Das ist das Ziel. Wir beendeten die Meisterschaft auf dem sechsten Rang, also wollen wir jetzt besser sein und in die Top-5 kommen. Du kannst dich nicht immer riesig steigern, aber wenn ich besser als im letzten Jahr bin und die Spitze etwas öfter sehe, dann ist das schon ein Gewinn.“

Spies fuhr fort: “Ich habe außerdem einen großartigen Teamkollegen und ich bin bereit von ihm zu lernen. Jorge ist super schnell und hat ein großes Talent. Ich habe ein gutes Händchen für den Rennsport und solche Sachen, ich mag meine Art, Dinge in diesem Bereich zu tun, aber ich habe auch keine Angst davor zu sagen, dass ich lernen muss, wie ich schneller werde und dass er ein ziemlich schneller Typ ist. Mit anderen Dingen, wie meinem eigenen Trainingsansatz, möchte ich nicht tauschen, denn damit bin ich zufrieden. Aber ich muss lernen, wie ich auf einem Motorrad schneller werde.“

Bereit und willens vom Weltmeister Lorenzo zu lernen, wird sich Spies seinen Teamkollegen als Maß nehmen, um zu sehen wie weit er selbst kommen kann.

“Wenn die roten Lichter ausgehen, dann will ich das Rennen gewinnen, wie jeder in der Startaufstellung. Ich will Jorge natürlich schlagen, er ist die erste Person, die es zu schlagen gilt, aber er ist der schnellste Typ der Welt und ein fantastischer Pilot. Zuerst muss ich probieren und verstehen, wie er so schnell fahren kann. Er ist ein aufrichtiger und talentierter Typ und will gewinnen. Es gibt im Moment niemand anderen, den ich mir als Teamkollegen wünsche, von dem ich am besten lernen kann, so schnell wie möglich auf einem Motorrad zu fahren und ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Jahr wird, sein Teamkollege zu sein“, schloss Spies ab.

Tags:
MotoGP, 2011, Ben Spies, Yamaha Factory Racing

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