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Jeremy Burgess schaut mit einem Auge auf die nächste Saison

Jeremy Burgess schaut mit einem Auge auf die nächste Saison

Im Interview mit dem ehemaligen GP-Fahrer Daryl Beattie spricht Valentino Rossis Crewchief im Ducati Team über den Wechsel zu den Italiener 2011 und über die technischen Regeländerungen, die im nächsten Jahr in Kraft treten.

Im Gespräch mit dem früheren GP-Fahrer Daryl Beattie sprach Jeremy Burgess über viele Themen und begann mit dem Wechsel zu Ducati zusammen mit Valentino Rossi in diesem Jahr.

“Es ist durch Valentinos Verletzung ein schwerer Start gewesen, ganz klar“, sagte Burgess Beattie in einem Interview auf dem australischen Sender Cannel One HD. “Das Motorrad wurde am Ende des letzten Jahres gebaut und wurde beim ersten Rennen nicht gefahren. Idealerweise wäre ein gesunder Fahrer besser gewesen und wir hätten in Katar besser ausgesehen. Aber es ist wie es ist. Wir machen jetzt Fortschritte und die Pause vor Portugal tat Rossi gut, denn er wurde fitter und wir hatten einen guten Test am Montag nach dem Rennen.“

“Wir bekamen (beim Test in Estoril), was wir wollten und beide Bereich – Chassis und Motor – wurden besser. Wir brauchen mehr in beide Richtungen. Wenn das der zweite Test in Sepang gewesen wäre, wäre ich sehr glücklich, aber leider war es der erste Test in der Grand Prix-Saison und wir sind etwas hinterher.“

Er fuhr fort: “Am Anfang haben wir natürlich einiges (im Vergleich zu Honda und Yamaha) aufzuholen, aber nur solange, bis wir vor ihnen sind. Wir haben nicht nichts gemacht, wir haben spürbar an der Elektronik gearbeitet, die wir aufgeräumt haben und auch an die Satellitenteams weiter, die uns alle bestätigten, dass sie besser ist. Das Chassis und der Motor war zum Test auch viel besser. Wenn wir das noch etwas weiter vorantreiben können, werden wir auch näher dran sein und sicher stellen, das wir auch weiter vor kommen.

Vor dem Start in die Saison 2011 gab es viele Diskussionen über die Erbschaft, die Burgess von seinem Landsmann Casey Stoner antrat.

“Casey ist ohne einen Zweifel ein fantastischer Fahrer und hat einen großartigen Job auf dem Motorrad gemacht, aber es gab zu viele Ausfälle“, sagte Burgess. “Manchmal glaube ich, dass Ducati nur den Erfolg analysiert hat und nie den Misserfolg. Sie haben die Ausfälle und Stürze nur als Pech bezeichnet und nie geschaut, warum es nicht rund lief. Deshalb musst Casey häufig zu nah am Limit fahren, um die Rennen gewinnen zu können. Casey hatte nur einen ganz schmalen Grat, auf dem er sich bewegte, und das möchten wir für Valentino ändern.“

Rossi und Burgess machten Fortschritte und passten dich mehr dem italienischen Stil und den Gegebenheiten an. Das Podium nach dem Test in Portugal, war deshalb nur die Ernte ihrer harten Arbeit. Burgess sagt aber weiter, dass sich immer noch verbessern müssen und fuhr fort: “Es gibt ein paar Dinge, die wir verbessern können, um das Motorrad in diesem Jahr schneller zu machen und es gibt welche, die uns für das nächste Jahr helfen sollten.“

Burgess sagte zu der 2012er Saison, in der die Regeln vorschreiben, dass 1000ccm-Motoren verwendet werden sollen: “Ich denke nicht, dass es große Unterschiede geben wird. Es werden immer noch die gleichen Fahrer gewinnen. Ich hoffe, dass Valentino noch ein paar mehr Rennen gewinnen kann. Ich denke sogar, dass es die gleichen Top-4-Piloten in jeder Woche sein werden.“

“Ich finde es etwas schade, dass man zurück zu den 1000ccm-Motoren geht. Ich denke, dass Firmen wie Suzuki gern etwas mehr Stabilität in den Regeln vorfinden wollen, sodass wir alle an einem ausgewogeneren Wettbewerb arbeiten können. Ich weiß von Gesprächen aus dem letzten Jahr, dass Yamaha gern einen 4-Zylinder Motor bauen will, aber da sich die Regeln so oft ändern, haben sie nicht die Ressourcen das umzusetzen. Deshalb starten sie im nächsten Jahr wieder mit einem Reihenmotor. Das behindert die Entwicklung, wenn man von einer Regel zur anderen springt.“

Burgess war sich jedoch nicht sicher, ob der Wechsel zu Ducati die härteste Veränderung in seiner Karriere war.

“Ich denke, dass die frühen Tage mit Mick (Doohan) auch sehr hart waren. Honda hatte für einige Jahre nicht die Meisterschaft gewonnen und deshalb erwartete man es von uns in den frühen 90er-Jahren“, erklärte er. “In diesen Jahren kam viel Druck aus Japan. Ich denke, dass ich jetzt mit dieser Art von Druck besser umgehen kann, als früher. Ich empfinde deshalb diese Zeit noch als härter, aber frage mich noch einmal im Dezember!“

Tags:
MotoGP, 2011, Valentino Rossi, Ducati Team

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