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Nicky Hayden testet überarbeitete IMS-Strecke

Nicky Hayden testet überarbeitete IMS-Strecke

Der amerikanische MotoGP-Pilot und Weltmeister von 2006, Nicky Hayden, war der erste , der die neu asphaltierte Strecke in Indianapolis austestete, um sich auf den Red Bull Indianapolis Grand Prix 2011 vom 26. bis 28. August vorzubereiten.

Beim vierten Red Bull Indianapolis Grand Prix werden die weltbesten Motorradfahrer inklusive der Superstars wie Valentino Rossi, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa antreten und mit über 320 km/h über die Strecke mit ihren 16 Kurven fliegen.

Nicky Haydens Karriere umfasst neben dem MotoGP-Titel 2006 drei Siege, fünf Pole Positions, sechs schnellste Runden sowie sechs zweite Plätze. Bekannt als "Kentucky Kid", lebt er in Owensboro (Kentucky) und sieht den Indianapolis Motorspeedway (IMS) als seine Heimstrecke an. In den drei vorherigen Red Bull Indianapolis Grand Prix kam Hayden 2008 als Zweiter, 2009 als Dritter und 2010 auf Rang 6 ins Ziel.

Hayden testete den erneuerten Indianapolis Road Course mit einer straßenzugelassenen Ducati 1198 am Morgen des 5. August. Seit dem 9. Juni 2011 wurden 2,4km zwischen Turn 5 und 16 neu asphaltiert. Der bisherige Asphalt wurde zermahlen und dann mit einer neuen Asphaltschicht überzogen, die dieselben Bedingungen bietet wie die anderen Sektionen der Strecke. Die FIM, die weltweite Motorradsportbehörde, inspizierte und befürwortete den neu asphaltierten Sektor. Nicky Hayden stand uns Rede und Antwort.

Was denkst du jetzt, da du den neuen IMS MotoGP Road Course-Asphalt getestet hast?

Der neue Asphalt ist genauso wie ich es erwartet habe, nämlich nahezu perfekt. Es gab ein paar Kurven, die die MotoGP-Piloten überarbeitet haben wollten und der IMS ging noch weiter, so dass nun das gesamte Infield von Turn 5 an neu asphaltiert wurde. Somit freue ich mich darauf, hierher auf dem Rennmotorrad zurückzukehren, ein bisschen Gummi zu legen und die Rennlinie zu säubern, um die Strecke voll auszutesten.

Wird das denn Wettbewerb verbessern, es leichter für die Fahrer machen, oder beides?

Zunächst einmal denke ich, dass es sicherer geworden ist. Es gab viele Stürze auf den Bodenwellen in Turn 6 und ich glaube, dass es auch das Racing verbessern wird. Einige Abschnitte, in denen es vorher nur eine Linie gab, weil man den Bodenwellen ausweichen musste, sind in der Linienführung offener geworden, und ich glaube, dass das die Show verbessern wird, weil es mehr Stellen zum Überholen gibt. Es ist eine spaßigere, mehr genießbare Strecke geworden und ich weiß, dass alle Fahrer Indy so schon mögen und die Veränderungen machen es noch besser.

Macht irgendetwas diese Strecke einzigartig gegenüber anderen Strecken?

Eine ganze Menge. Ich meine, schauen Sie sich einfach mal die Größe dieser Strecke an. Sie ist die einzige Strecke innerhalb eines derartigen Ovals. Wir fahren in Motegi, doch die Strecke ist teils innerhalb, teils außerhalb eines Ovals. Aber in Indy gibt es eine Art Denkmalschutz und ein bisschen Hype über die Strecke, ein wenig Bling-Bling, und dieser Ort existiert sein langer Zeit und hat eine Menge Racing erlebt. Für mich ist es das Highlight des Jahres, weil ich aus Kentucky bin. Ich weiß, viele freuen sich auf dieses Rennen, denn es ist ein sehr spezielles.

Wie wichtig ist dieses Rennen für dich, da du aus Kentucky stammst?

Alle Rennen sind wichtig. Die Rennen in Italien sind die Heimrennen des Teams, und Laguna Seca ist cool, auch weil man in Kalifornien ist, aber nur drei Stunden von zu Hause entfernt Rennen zu fahren ist etwas, das ich niemals erwartet hätte hätte, als ich in die MotoGP kam. Zu der Zeit gab es gar kein Rennen in Amerika. Das Rennen, das meinem zu Hause am nächsten war, war Brasilien, somit schätze ich Indianapolis wirklich. Jedes Jahr genieße ich es mehr und mehr, und mehr und mehr Fans kommen von zu Hause, die mich noch nie Rennen fahren oder in der MotoGP gesehen haben. Ich bekomme viel Unterstützung. Owensboro ist eine großartige Stadt, die wirklich hinter ihren Leuten steht, egal was man macht, und es werden eine Menge Leute von Owensboro hierher zu Rennen kommen.

Ducati ist wie Ferrari für Motorräder. Wie fühlt es sich an für ein Team wie Ducati an den Start zu gehen?

Es ist genau wie Sie sagen, Ferrai und Ducati haben die italienische Einstellung. Es ist ein einzigartiges Motorrad mit viel Geschichte. Sie produzieren nicht tausende von Maschinen. Es ist ein sehr kleines Unternehmen, das alles in seine Motorräder steckt. Sie stellen nur Straßenmotorräder her und sie haben viel gelernt. Das ist im einfach klasse. Sie lieben ihre Maschinen und ihr Team und wenn man in Italien ist, dann fühlt man das auch. Jeder, die Leute aus der Drogerie und die Mitarbeiter einer Tankstelle, stehen hinter dir. Dieses Jahr war nicht leicht für uns, aber wir kennen unser Motorrad, aber manchmal ist es hart. Man übertritt dann den “süßen Punkt” und das sorgt dafür, dass es ein langer Tag wird. Findet man aber den Punkt, dann ist die Maschine eine absolute Waffe. Hoffentlich haben wir diesen Punkt gefunden, wenn wir in drei Wochen zurückkommen. Wir fahren als nächstes in der Tschechischen Republik und danach gibt es einen großen Test,d er für uns sehr wichtig sein wird. Hoffentlich finden wir da etwas, was uns ein tolles Wochenende in Indy beschert.

Sie haben einen großartigen Teamkollegen (den mehrfachen MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi). Wie wichtig ist ein guter Teamkollege in diese Serie?

Ich denke, dass wir ein gutes Team haben. Wir sind das einzige Team mit zwei Weltmeistern im Moment. Das ist einzigartig. Außerdem kommen wir noch gut miteinander aus. Wir wollen uns natürlich gegenseitig schlagen. Er ist, glaube ich, 16 Punkte vor mir und es wäre eine Ehre für mich, wenn ich ihn besiegen könnte. Er hat 9 WM-Titel gewonnen und stellte den Standard des letzten Jahrzehnts dar. Es ist eine andere Herausforderung für uns, denn der italienische Weltmeister im Team hat viele Erwartungen losgetreten und sorgt deshalb für viel Druck. Die Menschen stehen aber immer noch hinter uns. Sie wollen aber natürlich, dass wir gewinnen und gute Resultate einfahren, was wir aber bis jetzt noch nicht erreicht haben, was es schwer macht. Ich habe viel von ihm gelernt, aber es geht auch in die andere Richtung. Das Motorrad war neu für ihn und er war sich nicht zu fein, Fragen zu stellen, weil er wissen wollte warum es so ist. Die Ergebnisse stimmen jetzt noch nicht, aber ich denke, dass es sich im nächsten Jahr auszahlen wird, wenn wir wieder mit 1000ccm-Maschinen unterwegs sind. Ich denke, dass es besser ist, wenn man zwei Teamkollegen hat, die in eine Richtung arbeiten, als zwei, die nicht am selben Strang ziehen.

Könnten Sie noch kurz erklären, wie Sie als Fahrer das Verhalten des Motorrad beeinflussen?

Der Fahrer macht den größten Unterschied auf dem Motorrad. In einem Auto, wo man mit einem Gurt festgebunden ist, kann man nicht so viel bewirken. Auf dem Motorrad hat man viel mehr Bewegungsfreiheit. Man kann mit dem Körper und anderen verschiedenen Dingen das Motorrad zu Sachen zwingen, das es eigentlich nicht tut. Man kann hier nicht wie auf einem Schlitten um die Strecken fahren und denken, dass man damit auf das Podium kommt. Aber ein gutes Team, zusammen mit einem guten Fahrer und einem guten Motorrad sind sehr gleichwertig. Es ist nicht immer so, dass man alles drei zusammen hat, aber ein Fahrer kann den Unterschied machen.

Für mehr Informationen zum Red Bull Indianapolis GP 2011 mit Ticketverkauf finden Sie unterhttp://www.indianapolismotorspeedway.com/redbullindianapolisgp/.

Tags:
MotoGP, 2011, RED BULL INDIANAPOLIS GRAND PRIX, Nicky Hayden

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