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Bradl: “Das wird ein wenig Zeit brauchen, um anzukommen"

Bradl: “Das wird ein wenig Zeit brauchen, um anzukommen'

Der deutsche Fahrer gab am Samstag in Valencia eine Pressekonferenz, nachdem er offiziell als Moto2 Weltmeister 2011 bestätigt wurde.

Stefan Bradl wurde schließlich schon am Samstag in Valencia als Moto2 Weltmeister 2011 bestätigt, er sicherte sich seinen ersten Titel und wurde erster deutscher Weltmeister nach Dirk Raudies 1993 in der 125ccm Klasse.

Der Viessmann Kiefer Racing Pilot, der mit 23 Punkten Vorsprung vor Marc Márquez in dieses Wochenende gegangen war, wurde der jüngste deutsche Weltmeister, da sich der Spanier vom GP zurückzog und konnte damit seinen Titel schon während der Qualifikationssession feiern.

Später am Nachmittag gab Bradl eine Pressekonferenz, in der er über sein Erreichtes sprach. Er begann: "Ich muss mich bei meinem Team, bei meinen Sponsoren und meiner Familia zu Hause bedanken. Ich denke jeder kann verstehen, dass es ein wenig Zeit braucht, um solche Dinge zu verarbeiten und ich bin sehr, sehr glücklich!"

Über die Art und Weise, wie er als Meister bestätigt wurde, sagte Bradl: "Es war ein bisschen komisch, denn normalerweise gewinnst du die Meisterschaft in einem bestimmten Moment, wie wenn du über die Ziellinie fährst und das ist ein bisschen anders, aber es spielt auch keine Rolle."

“Ich denke Deutschland brauchte einen Weltmeister und ich bin so stolz, dass ich das sein darf, den ich denke, es sind wirklich schon 18 Jahre seit dem letzten deutschen Weltmeister vergangen. Während der Qualifikationssession habe ich versucht, mich auf mich selbst zu konzentrieren und wir hatten an diesem Wochenende schon ein gutes Motorrad, ein gutes Gefühl darauf und alles hat bisher wirklich gut funktionier. Um ehrlich zu sein, hätte ich gern die Pole-Position gehabt und mein Ziel für Morgen ist, das Rennen zu gewinnen, schon allein deshalb, weil jetzt alles frei ist und ich das Rennen genießen kann. Ich werde versuchen zu gewinnen und das dann gleich mitfeiern!"

In Bezug auf den engen Kampf zwischen ihm und Márquez in der zweiten Hälfte der Saison fuhr Bradl fort: "Ich denke alle haben diese Moto2 Saison genossen. Es war am Ende ein sehr guter Kampf zwischen Marc und mir und ich denke, es gab kein einziges Rennen, das nicht spannend war. Manchmal denkst du als Fahrer: 'Oh Mist! Noch so ein Rennen!' und dann willst du einfach abhauen und dein eigenes Rennen fahren, aber in dieser Klasse ist einfach alles so nah beieinander."

“Es tut mir so leid für Marc, er hatte diesen Sturz in Sepang und konnte weder in Malaysia, noch hier fahren und deshalb ist die Meisterschaft nun am Samstag schon entschieden. Ich muss ihm aber auch gratulieren, denn er hatte eine großartige Rookie Saison. Es war ein großartiger Kampf und ich muss einfach die richtigen Worte finden..."

Nach dem Grand Prix von Japan hatte Bradl zum ersten Mal in dieser Saison die Führung auf seinen spanischen Rivalen eingebüßt und Bradl gab zu, dass er wusste, dass die letzten Runden ein harter Kampf werden würden.

“Um ehrlich zu sein, vor Motegi habe ich nicht über die Meisterschaft nachgedacht, denn ich wollte einfach nur Rennen fahren", erklärte er. "Wir hatten in Aragón ein paar Probleme und als ich dann in der Meisterschaft diesen großen Vorsprung hatte, habe ich natürlich versucht, jedes Rennen zu gewinnen und mein Bestes zu geben, aber ganz weit hinten in deinem Kopf sagt dir etwas, dass du einen großen Vorsprung in der Meisterschaft hast. Ich bin kein Fahrer, der sich jemals daran gewöhnen konnte, Meisterschaften zu feiern und jedes Rennen zu gewinnen, also habe ich natürlich darüber nachgedacht, aber am Ende war ich in jeder Session und in jedem Rennen in guter Form und als ich dir Führung in Motegi verloren habe, dachte ich, dass es definitiv sehr, sehr schwer werden würde."

“Noch immer dachte ich es gibt noch drei Rennen, also gib nicht auf und gib einfach dein Bestes und an diesem Punkt sagte ich mir selbst, dass es keine Rolle spielt: Alles oder nichts. Ich habe einfach nicht mehr an die Meisterschaft gedacht, nur darüber, mein Bestes zu geben. Beim Rennen in Australien war ich in sehr guter Form, ich machte nur einen kleinen Fehler in der letzten Runde. In Malaysia denke ich kam der Wendepunkt in der Meisterschaft, als Marc auch begann nachzudenken..."

Die Unterstützung von Vater Helmut, einem ehemaligen 250ccm-Vizeweltmeister, war in Stefans Karriere entscheidend.

“Meiner Meinung nach ist er jetzt ebenso Weltmeister", sagte der Moto2 Champion. "Für mich ist das ein Punkt, der sehr tief sitzt, denn es ist nun genau 20 Jahre her, als mein Vater Vizemeister wurde und ich denke, es gibt nicht so viele Vater-Sohn-Kombinationen im Fahrerlager, die Weltmeister und Vizemeister waren. Das ist für mich etwas ganz besonderes und er ist der größte Teil meines Lebens, er hat mich seit meinen ersten Augenblicken im Rennsport unterstützt. Meine ganze Familie stand die ganze Zeit hinter mir, danke an sie."

Die Wichtigkeit seines Titels zu Hause in Deutschland wird an Bradl nicht vorbeigehen. Er ergänzte: "Ihr wisst alle, dass die Formel 1 mit Sebastian Vettel und Michael Schumacher in Deutschland sehr beliebt ist. Wir haben großartige Sporttalente, aber ich denke, dass auch sie alle der MotoGP folgen und es wirklich spannend finden! Ich denke, es ist ein großartiges Gefühl mir meinen Namen, Stefan Bradl, als Weltmeister auf zwei Rädern in Deutschland zu machen. Ich denke, dass es in Deutschland eine weitere Party und große Feierlichkeiten geben wird und sicherlich werde ich versuchen, mich mit jedem zu treffen!"

Tags:
Moto2, 2011, GRAN PREMIO GENERALI DE LA COMUNITAT VALENCIANA, Stefan Bradl, Viessmann Kiefer Racing

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