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Colin Edwards über das neue CRT-Bike

Der erfahrene MotoGP-Routinier Colin Edwards spricht über seine ersten Eindrücke auf dem NGM Forward Racing Team BMW-Suter CRT-Bike, seinem neuen Gefährt für 2012.

Nach zwei Tagen privater Testfahrten in Jerez, sprach der erfahrene Texaner mit motogp.com über seine ersten Eindrücke auf der neuen CRT-Maschine, aus der neuen Generation MotoGP-Motorräder, die 2012 in der Startaufstellung stehen. Es war Edwards erste Fahrt auf der BMW-Suter, nachdem er den offiziellen Test nach Valencia auf Grund einer Schulteroperation verpasst hatte.

Der Routinier hatte bereits erwartet, dass vor der nächsten Saison noch Arbeit ansteht, seine ersten Eindrücke des neuen Motorrads waren aber besser, als ursprünglich angenommen. "Insgesamt war es besser, als ich gedacht hätte, dass es sein wird - das Potenzial ist da. Ich denke, wir sind im Moment ungefähr bei 65 Prozent", erklärte er.

Das Elektronik-Paket, welches das Team benützen wird, ist in der MotoGP neu und Edwards erklärte, dass die fehlenden 35 Prozent der Motorradentwicklung durch Verbesserungen eben dieser Elektronik kommen würden. "Der Rahmen stimmt soweit, aber die Hauptsache ist jetzt die Elektronik und dass man das ganze Paket zusammenkriegt. Die Elektronik wird durch jede kleine Veränderung, die wir vornehmen, besser - alles geht dann ein bisschen reibungsloser und einfacher."

Des Weiteren sprach der Texaner über den Gesamteindruck des neuen Bikes und erklärte: "Das Motorrad erinnert mich sehr an 2003, als ich zu Aprilia gegangen bin. Es hat einen schreienden Motor, viel Drehmoment, jemand hat den Rahmen gebaut, jemand einen Motor eingesetzt und so kam man lange Zeit ganz gut durchs Jahr. Es war eines der ersten Motorräder mit einer Kabelsteuerung und der ganzen Elektronik. Daran erinnert es mich ein bisschen. Aber ich weiß, was ich brauche, wonach ich suche und was ich will. Ich weiß, wie man ein Bike schneller macht und die Hauptsache wird es jetzt sein, nicht den Fokus zu verlieren, sondern auf dem richtigen Weg weiterzumachen."

Das Team ist die meiste Zeit an den zwei Tagen mit den Bridgestone-Reifen von 2011 gefahren, obwohl sie die Möglichkeit hatten, den neuen Hinterreifen zu testen. Der neue Reifen ist zwar eine Herausforderung, laut Edwards sollte das aber zu bewerkstelligen sein. "Wir hatten ein wenig mehr klappern. Ich bin mir aber sicher, wenn wir die Elektronik angepasst haben, wird das wieder stimmen.

Die inoffizielle Bestzeit der Motorräder war am Mittwoch eine 1:43,9 Min. Am Donnerstag eine 1:42,6 (im Vergleich dazu lag Edwards Bestzeit beim Spanien Grand Prix im März bei 1:40,188 Min). Edwards ist allerdings unbesorgt: "Ich kam hierher und wäre schon mit den Zeiten von gestern zufrieden gewesen, besonders mit der Verletzung - dennoch bin ich heute eine 42, 6 gefahren. Das ist mehr als eine Sekunde schneller. Ich bin damit wirklich zufrieden."

Der Test war die erste Möglichkeit für den Amerikaner mit seiner neuen Crew für 2012 zusammenzuarbeiten. Kor Veldman: "Ich habe bisher noch nie mit ihm zusammengearbeitet. Er ist sehr erfahren und wir kommen gut miteinander aus. Bereits nach ein paar Tagen kann ich sagen, dass er weiß, wovon er spricht. Das ist natürlich ein Vorteil. Wenn man jemanden hat, mit dem man kommunizieren kann, funktionieren die Dinge. Ich bin wirklich glücklich mit ihm."

Zwei Tage mit dem Motorrad waren genug, um zu wissen, was das Team als nächstes unternehmen muss, wie der Routinier zu berichten weiß. "Wir haben natürlich nicht die Welt aus den Angeln gehoben. Wie bereits erwähnt, sind wir bei etwa 65 Prozent. Nun müssen wir daran arbeiten, den Rest zu finden."

Das Team hat bis zum nächsten offiziellen Test in Sepang nun zwei Monate Zeit, die Arbeit abzuschließen, bevor das Motorrad wieder auf die Strecke geht.

Tags:
MotoGP, 2011

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