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Edwards spricht vor Sepang

Edwards spricht vor Sepang

Colin Edwards bereitet sich fleißig auf die 2012 MotoGP™ Saison vor, in der er das neue CRT Bike von NGM Mobile Forward Racing fahren wird. Der Texaner sprach mit motogp.com vor dem ersten Test der Saison in Sepang (31. Januar bis 2. Februar) über sein neues Motorrad.

Wie hat sich deine Schulter erholt?
"Es ist gut, aber noch nicht bei 100 Prozent. Eines Morgens wachte ich auf und meine rechte Schulter schmerzte stärker als meine linke - und an der hatte ich mich gar nicht operieren lassen! Natürlich waren beide Seiten angeschlagen, die rechte musste operiert werden und die linke ist etwas wackelig. Aber das ist in Ordnung so, ich fahre hier im Boot Camp, trainiere und bringe alles in Ordnung."

Angesichts deines Feedbacks, das du dem Team beim ersten Test in Jerez gegeben hast: welche Änderungen erwartest du bei der Suter-BMW beim nächsten Test in Sepang?
"Es geht vor allem um die Elektronik. Das Bike besitzt eine Menge Potenzial, aber wir werden derzeit so sehr zurückgehalten, dass wir es nur auf 65 Prozent fahren können. An diese Elektronik bin ich noch nicht gewöhnt und sie ist noch nicht konstant genug. Mit Dingen, wie dem sanften Gas geben und der Traktionskontrolle, ist es fast so, als ob man das Rad neu erfinden würde. Ich habe noch nie mit dem Bosch System oder Magneti Marelli gearbeitet, doch ein paar ihrer Jungs waren beim Test in Jerez und machten sich Notizen. Soweit ich informiert bin, haben sie all meine Wünsche umgesetzt, soweit wir sie für den nächsten Test brauchen."

Hattest du noch weitere Änderungswünsche für das Bike?
"Selbst wenn wir nur kleine Änderungen an der Elektronik vornahmen, wurde das Gesamtpaket des Bikes immer besser, obwohl wir die Geometrie nie veränderten. Wenn man die Elektronik verbessert, wird auch das Motorrad besser. Ich war noch nicht einmal an dem Punkt angelangt, wo ich sagen konnte 'OK, das Chassis braucht dies, die Schwinge braucht das', denn soweit kamen wir nicht. Bis man das Motorrad bei 100 Prozent bewegen kann, dreht man sich im Kreis, wenn man Dinge ändert. Erst einmal muss die Elektronik passen, das ist der Hauptaspekt."

Sepang ist ein langer und anspruchsvoller Kurs. Was wäre eine akzeptable Lücke zwischen der besten Rundenzeit, die du dort jemals gefahren bist und der schnellsten auf dem NGM Mobile Forward Racing Bike bei diesem Test?
"Zuerst einmal wird es schon emotional, wieder nach Sepang zu reisen. Ich denke, dass es wichtig ist, dorthin zu gehen und wieder auf der Strecke zu fahren nachdem, was vor ein paar Monaten passierte. Und ich freue mich, dort wieder auf die Strecke zu gehen und so zu fahren, wie wir es sonst auch machen. Ich mache mir keine Sorgen über die Lücke. Ich sorge mich eher darum, ob ich einfach Alles aus dem Motorrad herausholen kann. Wenn mich die Elektronik oder sonst irgendetwas zurückhält, dann müssen wir daran arbeiten. Ich gehe da raus und fahre so schnell wie ich nur kann, dann sehe ich, was passiert. Wenn ich eine Zahl sagen müsste, dann wäre ich wirklich glücklich mit einer Zeit von 2:03 oder 2:02. Ob wir das schaffen? Warten wir es ab."

Du bist der einzige Fahrer im Paddock auf einer Suter und der einzige mit einem Motor von BMW. Hilft dir das oder behindert es dich?
"Es interessiert mich nicht, dass ich der einzige Fahrer bin, solange die Arbeit gemacht werden kann. Ich denke nicht, dass es schwierig ist, ein Bike zu entwickeln. Man fokussiert sich auf das, was repariert werden soll und dann repariert man es. Der Schlüssel ist die Dauer - können wir es in zwei Wochen in den Griff kriegen oder benötigt es drei Monate, um alles durchzubringen? Mit BMW und Suter denke ich, dass es etwas schneller laufen wird, statt all die Prozesse durchlaufen zu müssen, die ein Werksbike verlangt. Ich freue mich darauf, dieses Motorrad so schnell wie möglich zu verbessern."

Bei der Bekanntgabe deines Wechsels zu Forward Racing hast du gesagt, dass du glaubst, dass es Strecken geben wird, wo die CRT einige Leute überraschen kann. Denkst du noch immer, dass es so ist?
"In einer perfekten Welt, wenn wir ein Motorrad mit 250HP hätten, das alles tut, was ich will, ja, ich glaube das die CRT Bikes einige Leute auf ein paar ausgewählten Strecken überraschen können. Die einzige Frage ist jetzt: Werden diese 250HP entwickelbar? Bis wir das herausfinden und ich das Bike am Limit fahren kann, werden wir Probleme haben. Wenn wir diesen Punkt erreichen, dann ja, ich glaube, dass die CRT Bikes einige Leute auf ein paar Strecken überraschen werden."

Es wurde darüber geredet, dass die Werke bestraft oder weiter eingeschränkt werden könnten, sollte die Lücke zwischen CRT-und Werks-Bikes zu groß sein. Was denkst du darüber, wenn es soweit kommen sollte?
"Das ist eine schwierige Situation. In fast jedem Land dieser Welt kommst du auf Rennstrecken und du hast Mazdas, die gegen Ferraris antreten. Wie kann das passieren? Du bestrafst die schnelleren Jungs und heizt die langsameren an. Ich glaube, dass die Moto2 ein paar Augen geöffnet hat. Du hast eine Gruppe von Fahrern an der Spitze, die miteinander kämpfen und fünf Fahrer können das Rennen gewinnen, was es wirklich interessant macht... was die MotoGP angeht, denke ich, dass es unfair ist, die Werke zu beschränken? Ich weiß darauf keine Antwort. Wir brauchen bessere und engere Rennen in der MotoGP. Wie wir das umsetzen können ist die Frage."

Tags:
MotoGP, 2012, Colin Edwards, NGM Mobile Forward Racing

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