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Stoner übernimmt Meisterschaftsführung mit Sieg in Estoril

Casey Stoner von Repsol Honda siegte zum zweiten Mal in Folge und setzte sich mit dem Sieg beim Grande Prémio de Portugal Circuito Estoril an die Führung der MotoGP™-Meisterschaft.

Das Repsol Honda Team-Duo Dani Pedrosa und Casey Stoner lieferte den Zuschauern von Anfang an ein spannendes Spektakel, denn unmittelbar nach dem Start brachten die beiden beim Einlenken in Kurve eins die Verkleidung ihrer Maschinen auf Tuchfühlung und Stoner nahm die Führung in Kurve zwei mit. Jorge Lorenzo von Factory Yamaha Team machte sich dies zunutze, um rasch an die zweite Position schlüpfen und von dort dem Australier nachzujagen, der rasch einen Vorsprung ausbaute.

Lorenzos Teamkollege Ben Spies, der sich an vierter Position befunden hatte, geriet relativ früh zu weit nach außen und fiel im Feld zurück auf Platz sieben, wo ihm Valentino Rossi von Ducati Team auf den Fersen folgte. In der vierten Runde drängte Andrea Dovizioso von Monster Yamaha Tech 3 an seinem Teamkollegen Cal Crutchlow vorbei und positionierte sich hinter Pedrosa auf vierter Stelle.

21 Runden vor Ende des Rennens ließen Lorenzo und Pedrosa die von Stoner herausgefahrene Führung stetig schrumpfen und konnten seinen Vorsprung auf etwas über eine Sekunde reduzieren. In derselben Runde geriet Crutchlow in der ersten Runde zu weit nach außen, als er versuchte, auszubrechen und sich vor seinen italienischen Teamkollegen zu setzen, konnte jedoch seine Position behalten und den einsamen Kampf um den vierten Platz fortsetzen.

In Runde 16 vor Schluss wurde für den CRT-Piloten Mattia Pasini von Speed Master das Rennen durch einen Sturz, bei dem die Front seiner ART-Maschine außer Kontrolle geriet, vorzeitig beendet, während zur gleichen Zeit Iván Silva von Avintia Blusens abbrach, weil er nach dem Crash im Warm-up an starken Schmerzen litt.

Zur Halbzeit des Rennens hatte Lorenzo auf Stoner aufgeschlossen, während es sein Teamkollege von Yamaha an Stefan Bradl von LCR Honda MotoGP vorbeigeschafft und sich auf Platz acht gesetzt hatte. Für Avintia Blusens wurde der Renntag noch schlimmer, als Yonny Hernandez elf Runden vor Ende stürzte, dabei aber keine Verletzungen davontrug.

Der alles andere als einfache Saisonstart für Paul Bird Motorsport fand neun Runden vor Rennschluss seine Fortsetzung in einem verfrühten Besuch der Box durch den Briten James Ellison aufgrund eines mechanischem Problems an seiner ART-Maschine. Karel Abraham von Cardion AB Racing kam nur fünf Runden vor Ende zum Sturz und konnte zum dritten Mal in Folge das Grand-Prix-Rennen nicht zu Ende fahren.

Als der Kampf zwischen dem Monster Yamaha Tech 3-Paar gegen Rennschluss in die heiße Phase ging, versuchte Crutchlow verzweifelt, an dem italienischen Piloten vorbeizukommen, und kam erneut von der Strecke ab. Weiter hinten im Feld hatte sich Bradl abermals Spies und damit den achten Platz vorgeknöpft, aber der Amerikaner lieferte schon bald Gegenwehr.

Drei Runden vor Schluss, als es schien, dass Lorenzo Stoner einholen würde, drehte der Australier den Gashahn richtig auf und baute seinen Vorsprung wieder auf über eine Sekunde aus. Am Ende war es Stoner, der als Erster beim Überqueren der Ziellinie von der karierten Flagge begrüßt wurde – gefolgt von Lorenzo und seinem Repsol-Teamkollegen Pedrosa. Stoner hat nun auf jeder einzelnen Rennstrecke im MotoGP-Kalender in der Königsklasse einen Sieg verbucht.

Andrea Dovizioso verteidigte sich standhaft gegen den späten Angriff von Crutchlow auf seinen vierten Platz und beendete das Rennen erstmals in dieser Saison vor seinem Teamkollegen. Álvaro Bautista von San Carlo Honda Gresini lieferte mit seinem sechsten Platz, den er bei einem etwas einsamen Rennen von Anfang bis zum Ende halten konnte, eine solide Leistung. Valentino Rossi, der Ben Spies von Yamaha schlug, nachdem dieser sich von dem schwierigen Start nicht hatte erholen können, erzielte sein bislang bestes Ergebnis in der Saison. Stefan Bradl von LCR fuhr auf den neunten Platz, während Héctor Barberá von Pramac Racing die Top Ten vervollständigte. Espargaró von Power Electronics Aspar bewies sich zum zweiten Mal in Folge erneut als bester CRT-Pilot.

Tags:
MotoGP, 2012, RAC

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