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Louis Rossi begeistert mit erstem Sieg bei Drama um Le Mans

Louis Rossi begeistert mit erstem Sieg bei Drama um Le Mans

Bei dem verregneten Monster Energy Grand Prix de France in Le Mans vollbrachte der Franzose Louis Rossi auf extrem nasser Strecke ein echtes Wunder und holte sich unter widrigsten Bedingungen seinen allerersten Sieg vor heimischem Publikum.

Bei einem Rennen, das bei strömendem Regen begann, legte Maverick Viñales von Blusens Avintia den besten Start hin, während Zulfahmi Khairuddin von AirAsia-SIC-Ajo in einem gekonnten Manöver von Platz zehn an die zweite Position nach vorn drängte. Efrén Vázquez von JHK T-Shirt Laglisse, der in der Startaufstellung in der ersten Reihe auf Platz zwei stand, hatte in der Aufwärmrunde mechanische Probleme und konnte nicht zum Rennen antreten.

Bereits früh im Rennen gab es Stürze; Brad Binder von RW Racing GP riss Niklas Ajo von TT Motion Events Racing mit und später rutschten auch Jonas Folger von IodaRacing Project und Alexis Masbou in das Kiesbett.

An der Spitze übernahmen nun Héctor Faubel von Bankia Aspar Team und Luis Salom von RW Racing GP die Führung, da die Geschwindigkeit von Viñales etwas nachließ. Die schwierigen Witterungsbedingungen forderten jedoch weiterhin ihren Tribut und Romano Fenati von Team Italia FMI erlitt ein ähnliches Schicksal wie schon im letzten Rennen und verlor die Kontrolle über sein Motorrad, womit sein erstes französisches Rennen ein abruptes Ende fand. Kenta Fujii von Technomag-CIP-TSR kam wie schon im Warm-up am Morgen zu Sturz, was dem japanischen Fahrer endgültig den Tag vermieste.

18 Runden vor Rennschluss schlug ein Fahrerquintett aus Faubel, Salom, Jakub Kornfeil von Redox-Ongetta-Centro Seta, Miguel Oliveira von Estrella Galicia 0,0’s Miguel Oliveira und Viñales eine spannende Schlacht um Plätze auf dem Podium. In den folgenden Runden forderte das Wetter weitere Opfer in Form von Danny Kent von Red Bull KTM Ajo, Danny Webb von Mahindra Racing, Simone Grotzkyj von Ambrogio Next Racing und Jack Miller von Caretta Technology, während Fenatis Teamkollege Alessandro Tonucci wegen eines mechanischen Problems zur Box zurückkehren musste.

Als Viñales einen Vorstoß wagte, um Faubel und Oliveira zum Kampf um die Führung herauszufordern, durchlebte er eine lange Schrecksekunde, da er fast von seinem Motorrad abgeworfen wurden, während Saloms Geschwindigkeit langsam nachließ, nachdem sich Rossi von Racing Team Germany an ihm vorbeigedrängt und auf Position fünf gesetzt hatte.

In Runde elf vor Schluss kündigte sich ein Drama an, denn zuerst kam Faubel, der die Führungsposition innehatte, zu Sturz und schied aus. Ihm tat es wenige Sekunden später Kornfeil auf der dritten Position gleich. Hierdurch rückten Oliveira, Viñales und Rossi auf die ersten drei Plätze im Feld vor. Eine halbe Runde verließ auch Salom die Piste und rutschte bei den zunehmend schlechter werdenden Bedingungen in den Kies.

Während nun zwischen Sandro Cortese von Red Bull KTM Ajo und Khairuddin ein spannender Kampf um den vierten Platz entbrannte, gab es weiter vorn im Feld ein weiteres Bad der Emotionen, als der führende Oliveira, nachdem er sich nach vorn gearbeitet hatte, zu Sturz kam und ausschied, wodurch die Führung nun an Viñales wechselte, dem seinerseits Rossi dicht auf den Fersen war.

Diese Konstellation hatte nur eine Runde lang Bestand, denn Viñales flog in der letzten Kurve von seinem Motorrad, womit das Rennen für ihn beendet war – im Gegensatz zu Khairuddin, der nur wenig später ebenfalls stürzte, sein Motorrad aber am Laufen halten und das Rennen fortsetzen konnte. Der Franzose hatte nun sehr zur Begeisterung des Heimpublikums mit über 20 Sekunden Vorprung die souveräne Führung, während Cortese und Alberto Moncayo von Bankia Aspar die beiden übrigen Podiumspositionen sicher schienen.

Drei Runden vor Schluss verlor Cortese bei der Einfahrt in die erste Schikane die Kontrolle über die Front seiner Maschine, konnte das Motorrad jedoch am Laufen halten und wieder auf die Strecke fahren, war dadurch aber auf Platz sechs zurückgefallen, während sich Oliveiras Teamkollege Álex Rins an die dritte Position setzte, dicht gefolgt von Niccolò Antonelli von San Carlo Gresini Moto3.

Letztendlich war es Rossi, der in Le Mans für Jubel auf den Tribünen sorgte, als er mit sagenhaften 28 Sekunden Vorsprung vor Moncayo und Rins seinen allerersten Sieg verzeichnete. Antonelli konnte sich nicht ganz im Kampf um einen Platz auf dem Podium durchsetzen und beendete das Rennen als Vierter vor dem Red Bull KTM Ajo-Duo Arthur Sissis und Cortese auf den Plätzen fünf und sechs und Jasper Iwema von Moto FGR auf Rang sieben. Alan Techer von Technomag-CIP-TSR sorgte mit seinem achten Platz dafür, dass sich zwei Franzosen unter den ersten zehn befinden. Die beiden verbleibenden Positionen der Top Ten wurden ergänzt durch Iván Moreno von Andalucia JHK Laglisse und Giulian Pedone von Ambrogio Next Racing.

Die deutschen Fahrer Jonas FOLGER von IodaRacing Project, Marcel SCHROTTER von Mahindra Racing und Kevin HANUS von Thomas Sabo GP TeamHonda konnten dem Wetter erfolgreich trotzen und belegten die Plätze elf, zwölf und dreizehn.

Tags:
Moto3, 2012, MONSTER ENERGY GRAND PRIX DE FRANCE, RAC

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