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Attack Performance mit eigener CRT-Maschine in Laguna Seca

In etwas mehr als einer Woche überquert das MotoGP™-Fahrerlager nach einem längeren Aufenthalt in Europa den großen Teich, um den Red Bull US Grand Prix in Laguna Seca auszutragen, wo das dort ansässige Team Attack Performance mit eigener CRT-Maschine an den Start gehen wird.

Mit Sitz in Huntington Beach, Kalifornien, hat das Team Attack Performance und Inhaber Richard Stanboli den AMA-Pilot (American Motorcyclist Association) Steve Rapp beauftragt, in Laguna Seca sowie in Indianapolis für das ehrgeizige CRT-Projekt anzutreten. Nachdem Stanboli im März diesen Jahres ankündigte, dass sie eine Wildcard in den beiden USA-Läufen haben werden, hatten er und sein Team eine Menge Entwicklungsarbeit in das Motorrad investiert, das erst ein Wochenende vor dem Rennen getestet werden kann. Darüber hinaus bestritt das Team die AMA Superbike-Meisterschaft, die ebenfalls in Laguna Seca stattfinden wird.

Das Motorrad ist mit einem APR-Chassis (Attack Performance Racing), ein Aluminium-Doppelprofilrahmen, ausgestattet und wird durch einen stark modifizierten Kawasaki ZX10R-Motor mit über 220 PS angetrieben. Weiterhin wurden Brembo Karbon-Bremsen und Federelemente von Öhlins eingesetzt.

Zehn Tage bevor das APR-Bike seine erste Fahrt in Laguna Seca absolvieren wird, traf sich motogp.com mit Stanboli, um über den Test auf der amerikanischen Strecke Buttonwillow Raceway Park zu sprechen und um mehr über sein anspruchsvolles Projekt zu erfahren.

Was ist Ihre Motivation für das CRT-Projekt?

„Es war langfristig schon immer ein Ziel von uns, eine echte Rennmaschine komplett im eigenen Haus zu bauen. In den vergangenen Jahren hat die AMA die wahren Rennmaschinen aufgegeben, um sich einer kontrollierten Umgebung anzupassen. Außerdem hatten wir einige Jahre vertragliche Verpflichtungen gegenüber Kawasaki und Suzuki, was die Möglichkeit für den Bau einer eigenen Maschine ausschloss.

„Anfang diesen Jahres nahmen wir Kontakt mit Mike Trimby (Generalsekretär der IRTA) auf, um eine Wildcard zu beantragen. Am 31. März erhielten wir die Zusage und wir begannen mit dem Aufbau des Motorrads. Ironischerweise fanden wir zur selben Zeit einen Sponsor für die AMA-Meisterschaft und jetzt machen wir beides.”

Was erhoffen Sie sich für die beiden MotoGP-Rennen in den USA? Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

„Wir haben keine wirklichen Erwartungen. Ich denke, ein Motorrad in so kurzer Zeit aufzubauen ist schon ein Erfolg. Es zu zeigen und einen Grand Prix damit zu fahren ist bereits toll.“

„Rapp hat eine Menge Streckenerfahrung und war dort [auf beiden Strecken] in der AMA schon mehrmals auf dem Podium. Ich glaube, wir haben zu einem gewissen Grad Heimvorteil, sodass wir hoffen, dass wir an den schnellsten CRTs dranbleiben können.“

Was ist die größte Herausforderung für Sie gewesen?

„Die Zeit war die größte Herausforderung. In der AMA fahren und deinen Sponsor bei Laune halten, während du gleichzeitig ein CRT-Bike baust.“

Wenn es gelingt, könnten Sie sich vorstellen 2013 Vollzeit in der MotoGP an den Start zu gehen?

„Das wäre ein großartiges Ziel.”

Technische Daten:

Chassis: APR (Attack Performance Racing) Aluminium-Doppelprofilrahmen
Motor: ZX10R
Bremsen: Brembo Karbon
Federelemente: Öhlins
Leistung: 220 PS

Tags:
MotoGP, 2012

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