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Wildcard-Pilot Steve Rapp auf „Attacke" in Laguna Seca

Steve Rapp ist ein Name, der stark mit der AMA-Rennserie assoziiert wird, doch der Amerikaner wagt jetzt an Bord seiner Attack-Performance-CRT-Maschine mit zwei Wildcard-Auftritten einen Sprung auf die Weltbühne der MotoGP™-Weltmeisterschaft.

Rapp, der seit 1997 Rennen fährt, bestreitet derzeit die AMA Superbike-Meisterschaft auf einer Attack Performance-Kawasaki, und wird der erste Wildcard-Pilot in der MotoGP unter dem neuen CRT-Format sein. Sein Team hat bestätigt, dass er mit einem im eigenen Haus hergestellten CRT-Bike sowohl in Laguna Seca, als auch in Indianapolis an den Start gehen wird; beides Strecken, die Rapp gut kennt und wo er zuvor bereits auf dem Podium stand.

motogp.com traf sich mit Rapp, bevor er sich zum ersten Test mit dem Team aufmachte, um über das ehrgeizige Projekt des Teams zu sprechen und um zu erfahren wie er sich bezüglich des bevorstehenden Schritts in die WM fühlt.

Wie ist es dazu gekommen, dass Sie eine Wildcard in der MotoGP angeboten bekamen?

„Richard Stanboli [Inhaber von Attack Performance] sprach Anfang März mit mir. Wir hatten schon vorher versucht, etwas zusammen zu machen und Rennen in der AMA zu fahren. Dann fragte er mich über CRT, und ich sagte: „Warum nicht". Eines Tages rief er mich an und sagte, dass wir angenommen worden seien. So weit hergeholt, wie es klang, wusste ich, dass es passieren würde. Nachdem ich mit ihm bereits in der Vergangenheit zusammen gearbeitet habe, weiß ich, er ist ein Kerl, der weiß wie man Dinge erledigt."

Wie viel Einfluss hatten Sie auf das Motorrad?

„Ich hatte nicht viel Einfluss auf das Bike-Design. Vielleicht ein paar Dinge in Bezug auf Abmessungen, die Größe des Tanks usw. Das Meiste wird sein, sobald ich auf dem Motorrad sitze. Wir werden an diesem Wochenende im Buttonwillow Raceway Park testen, eine Strecke in der Nähe von Laguna Seca. Möglicherweise für vier Tage. Das wird mein erstes Mal auf dem Motorrad sein. Wir fahren die ersten zwei Tage auf Dunlop-Reifen, um das Motorrad anzupassen, und dann werden wir für die weiteren zwei Tage zu Bridgestone wechseln."

„Ich habe in meiner Karriere auf vielen neuen Bikes gesessen, daher bin ich zuversichtlich. Das Schwierigste wird die Zeit für das Setup sein. Du brauchst mit jedem neuen Motorrad eine bestimmte Menge an Runden und eine gewisse Zeit, bis alles richtig funktioniert. Selbst in der AMA brauchten wir fünf oder sechs Rennen, um auf das Niveau zu kommen, wo wir jetzt sind. Es wird sicher nicht einfach mit dem CRT-Bike."

Wie sicher sind Sie in Bezug auf die Strecken und welche Ziele haben Sie und das Team sich für beide Rennen gesteckt?

„Auf den Strecken fühle ich mich zu 100% gut. In Laguna fahre ich seit 10 Jahren Rennen und letztes Jahr bin ich in Indianapolis gefahren, wo ich in beiden Rennen den zweiten Platz belegte. Wir haben noch nicht über Ziele gesprochen. Ein Motorrad nach nur vier Monaten auf die Strecke zu bringen, ist bereits ein tolles Ergebnis. Ich denke, wir hoffen auf ein störungsfreies Wochenende, ohne Stürze. Aber über Ergebnisse kann ich nicht spekulieren, solange ich nicht auf dem Motorrad gesessen habe."

Könnten Sie sich vorstellen für das Team 2013 als Vollzeit-CRT-Pilot zu starten?

„Ich könnte es mir vorstellen. Der einzig wirkliche Punkt ist Geld. Richard könnte es bestimmt tun. Als Ingenieur wäre das sein Traum, denn in der AMA kannst du nicht viel machen. Wenn das Chassis gut ist, wird er vielleicht für Andere Rahmen herstellen, denn er hat bereits ein eigenes Geschäft für Rennsportteile."

Werden Sie in Laguna Seca in der MotoGP und in der AMA antreten? Wie ist Ihre körperliche Verfassung im Moment?

„Der Plan ist, beides zu tun. Wie viel ich in all den Trainings fahren werde, weiß ich nicht. Wahrscheinlich werde ich versuchen, ein bisschen Energie zu sparen. Ich war schon immer körperlich fit, aber ja, ich habe mein Training erhöht und jetzt fühle ich die positiven Effekte. Anfang Mai hatte ich mir mein Handgelenk gebrochen. Ich stürzte, weil das Motorrad Öl verlor [Im Qualifying der TTXGP Elektro-Bike-Klasse auf dem Infineon Raceway in Nordkalifornien. Rapp ersetzte Brammo-Pilot Steve Atlas, nachdem dieser zeitiger am Wochenende stürzte]. Ich habe danach kein Rennen verpasst, aber ich war im „Erholungs-Modus". Aber jetzt fühle ich mich gut."

Worauf freuen Sie sich am meisten?

„In der MotoGP anzutreten ist schon das Beste. Ich denke, mit Richards Projekt, einfach nur ein Teil davon zu sein ist großartig.“

Tags:
MotoGP, 2012

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