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Die Pressekonferenz zum Red Bull Indianapolis Grand Prix

Die Pressekonferenz zum Red Bull Indianapolis Grand Prix

Erstmals seit letzte Woche seine Rückkehr zu Yamaha am Ende des Jahres 2012 bekannt gegeben wurde, stellte sich Valentino Rossi am Donnerstag bei der Pressekonferenz anlässlich des Red Bull Indianapolis Grand Prix der Öffentlichkeit. Außerdem anwesend waren sein zukünftiger Teamkollege Jorge Lorenzo, Casey Stoner, Nicky Hayden und Stefan Bradl.

Yamaha Factory Racing-Pilot Lorenzo, der derzeit mit 23 Punkten Vorsprung die Weltmeisterschaft anführt, freut sich, Rossi wieder als Teamkollege begrüßen zu können, ist aber momentan vollkommen konzentriert auf das Rennen, das vor ihm liegt: „2009 habe ich hier gewonnen, aber in den letzten zwei Jahren war es eines meiner schwersten Rennen. Natürlich wird es hart werden. Wir wissen alle, dass Casey und Dani dieses Jahr sehr stark sind. Wir sind auch stark, stärker als im letzten Jahr, und platzierten uns konstant auf den Plätzen eins und zwei. Das ist unsere Stärke und weshalb wir die Meisterschaft anführen."

Im Hinblick auf die erneute Partnerschaft mit Rossi und ob wieder eine Wand in der Box aufgestellt würde, kommentierte der Mallorquiner: „Ich denke es wird interessant werden, wie wir damit umgehen werden, wenn Valentino und ich im selben Team sind und dasselbe Motorrad fahren. Ich bin gespannt wie es sein wird und für mich ist es eine große Freude, wieder Teamkollege von ihm zu sein. Ich habe immer gesagt, dass die Wand eine dumme Idee war. Es macht keinen Sinn."

Repsol Honda Team-Pilot Casey Stoner erklärte, dass der Indianapolis Circuit gut zu ihm und seinem Team passen sollte. Ferner stellte er einige Aussagen klar, die er angeblich diese Woche über Rossis Wechsel gemacht haben soll: „Ich möchte das aufklären. Es wurde viel aus dem Zusammenhang gerissen. Das stammt aus den letzten eineinhalb Jahren. Ich habe nie ein Interview gegeben und habe letzte Woche nie so etwas gesagt. Ich stehe immer noch hinter meinen Aussagen, aber das war im Laufe der letzten eineinhalb Jahre, aus denen es zusammengesetzt wurde."

In Bezug auf die bisherige Saison und das Rennen sagte er: „Es war sehr schwer, an ihm [Jorge Lorenzo] vorbei zu kommen. Und wir haben unsere eigenen Probleme mit dem Motorrad, die wir wirklich lösen müssen. Laguna war gut für uns, da es dort linksherum verläuft und wir dabei deutlich weniger Probleme haben. Wir müssen sehen, wie es hier funktioniert. Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir haben einen langen Weg vor uns. Wir haben in sehr kurzer Zeit, ohne das Verschulden anderer, sondern nur durch mich selbst, viele Punkte verloren."

Ducati Team-Pilot Rossi, der am vergangenen Freitag bekannt gab, dass er das italienische Team am Ende des Jahres verlässt und zu Yamaha zurückkehrt, zu dem Team, mit dem er vier WM-Titel gewann, erklärte seine Entscheidung: „Nach Laguna hatte ich eine Pause und mehr Zeit, um über meine Zukunft nachzudenken. Es ist sehr schade für mich und Ducati und all unsere Fans, aber vor allem für die Jungs, die mit mir an diesem Projekt gearbeitet haben. Wir versuchen, wettbewerbsfähig zu sein - ein italienischer Fahrer mit einem italienischen Team, aber leider sollte es nicht so sein. Diese beiden Jahre waren sehr schwierig und wir hatten leider viele Probleme. Wir waren nicht in der Lage, unsere Schnelligkeit und unsere Leistung zu verbessern und für die guten Positionen zu kämpfen. Also entschied ich, einen Schlussstrich zu ziehen und habe überlegt, welches das konkurrenzfähigste Bike für die nächsten zwei Jahre, die vielleicht die letzten meiner Karriere sind, sein könne. Es ist sehr schade und ich bin sehr traurig, auch weil ich bei Ducati einige tolle Leute gefunden habe und wir viele schöne Momente zusammen hatten. Wir haben versucht, das Maximum herauszuholen."

Im Hinblick auf die neu entfachte Partnerschaft mit dem ehemaligen Feind Lorenzo, kommentierte der Italiener: „Ja, das wird interessant werden. Im Vergleich zu früher hat sich die Situation sehr verändert, als Jorge 2008 zu Yamaha gekommen ist. Jetzt ist er die Nummer 1 im Team und unser Verhältnis ist gut. Ich habe Respekt für ihn und er hat Respekt für mich. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam ein tolles Team für Yamaha bilden, um in der nächsten Saison gute Ergebnisse zu erzielen."

Rossi bestätigte auch, dass er seine Crew mitnimmt und dass er, wenn alles gut läuft, eventuell über 2014 hinaus bleiben wird: „Ich denke, dass meine Mannschaft mit mir kommen wird. Mehr oder weniger die gleichen Jungs, die mit mir von Yamaha zu Ducati kamen. Es ist aber noch nicht zu 100 Prozent entschieden. Zu meiner Zukunft - es hängt viel von den Ergebnissen der nächsten zwei Jahre ab. Denn ich möchte mehr als zwei Jahre in der MotoGP bleiben, aber das hängt davon ab, wie stark ich sein kann und wie schnell ich mit der M1 bin."

Sein Teamkollege Nicky Hayden sprach über die Aussicht, vor seinem Heimpublikum zu fahren, und verriet, wen er sich als möglichen Ersatz für Rossi vorstellen könne: „Laguna ist nicht weit weg, aber dieses Rennen jetzt ist mein echtes Heimrennen, nur kurz nach der Staatsgrenze von Kentucky. Indy ist eine tolle Strecke, vor allem jetzt mit neuem Asphalt, daher freue ich mich und habe hoffentlich ein gutes Wochenende. Ich freue mich auf die künftige Partnerschaft mit Audi. Ich weiß es wird schwer sein, kurzfristig irgendetwas zu verändern. Aber es ist eine aufregende Zeit und hoffentlich wird sich alles von finanzieller und technischer Seite umsetzen lassen, mit vielen Ressourcen, die wir hoffentlich ausbauen können. Ja, wenn es [Rossis Ersatz] Dovi [Andrea Dovizioso] wird, ist das wahrscheinlich die beste Wahl da draußen. Er war bei Honda, jetzt bei Yamaha und kommt dann hier her - ich denke, seine Erfahrung kann für unsere Ingenieure sehr nützlich sein."

Der Amerikaner äußerte sich auch, wie es ist, Rossi zum zweiten Mal in seiner Karriere als Teamkollege zu verlieren: „Wir hatten ein gutes Verhältnis. Ich werde aber nicht in Tränen ausbrechen. So schön wie es gewesen wäre, Vale mit der Ducati an der Spitze zu sehen, es sollte einfach nicht sein. Ein Sieg mit Ducati wäre für den Sport gut gewesen, aber ich denke, ihn zurück an der Spitze zu sehen, mit jeder Maschine, wird ohnehin eine gute Sache für uns alle sein."

LCR Honda MotoGP-Pilot Stefan Bradl, der im Gegensatz zu Laguna Seca zuvor bereits in Indy gefahren ist, wünscht sich ein Podium in der Königsklasse, weiß aber wie schwer das ist: „Meine Saison bisher ist nicht so schlecht, wenn auch nicht fantastisch. Fantastisch wäre es, wenn ich in jedem Rennen auf dem Podium stünde. Aber wir können glücklich sein; ich bin jedenfalls glücklich. Wir verbessern uns jedes Mal und haben bislang nicht zu viele Fehler gemacht, was für die erste Saison wichtig ist. Ich will so viel dazulernen wie ich kann. Ja, ich kenne die Strecke. Die Strecke ist OK für mich, aber sie gehört nicht zu meinen Favoriten."

Tags:
MotoGP, 2012, RED BULL INDIANAPOLIS GRAND PRIX, Valentino Rossi, Stefan Bradl, Nicky Hayden, Jorge Lorenzo, Casey Stoner

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