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Laverty über seinen Wechsel in die MotoGP™ mit PBM

Laverty über seinen Wechsel in die MotoGP™ mit PBM

motogp.com traf Neuzugang von Paul Bird Motorsport, Michael Laverty, um mit ihm über seine neue Aufgabe in der kommenden CRT-Meisterschaft zu sprechen.

Herzlichen Glückwunsch!

Danke, ich bin wirklich gespannt. Es ist etwas Neues und es wird eine große Herausforderung für mich sein, aber ich freue mich darauf.

Wie ist es zu dem Deal gekommen? Offensichtlich hast du Beziehungen zu Paul Bird aus der Britischen Meisterschaft.

Ja, ich bin in der British Supersport und British Superbikes für das Team gefahren. Ich habe mit ihnen drei Jahre gearbeitet. Ich weiß, dass ich nicht die erste Wahl war, Shakey [Shane Byrne - British Superbike Champion 2012] war es. Und als er es abgelehnt hatte, war ich eigentlich überrascht, den Anruf zu bekommen, aber es war eine schöne Überraschung. Es ist witzig, wie es dazu kam, aber ich bin froh.

Was kannst du uns über das Projekt sagen? Wir wissen, dass du mit einem PBM-Chassis und einem Aprilia-Motor unterwegs sein wirst, während dein Teamkollege Yonny Hernandez komplett mit ART ausgestattet ist.

Es klingt sehr interessant. Das Chassis wird durch die GPMS-Jungs, die das Chassis für das Kenny Roberts-Team aufbauen, entwickelt. Sie haben in den letzten Jahren eine Menge Schwingarme und Fahrwerksteile für die Superbike gebaut, daher haben sie eine Menge Erfahrung. Sie haben in der letzten Saison ihre Hausaufgaben gemacht und haben einen guten Plan. Sie werden einen Aprilia-Motor in dieses Chassis montieren und die Magneti Marelli- ECU-Steuerung, die im nächsten Jahr durch einige Teams verwendet wird und dann ab 2014 obligatorisch sein wird. Es ist ganz anders als das ART-Bike, in gewisser Weise könnte es besser sein und in gewisser Weise könnte es schlechter sein. Wir werden es nicht wissen, bevor wir nicht auf der Strecke gefahren sind, aber es ist gut, Yonny Hernandez mit einem ART-Bike auf der anderen Seite der Box zu haben, so dass wir, wenn wir ins Strudeln kommen sollten, immer eine Referenz haben. Das Team scheint davon sehr begeistert zu sein und ich bin ziemlich zuversichtlich, toi toi toi, dass es beim ersten Test in Sepang gut funktionieren wird. Mit einem neuen Projekt weiß man nie, wo man am Anfang stehen wird, aber ich denke, die Jungs haben ihre Hausaufgaben gemacht, und ich denke, es sollte von Anfang an sehr stark sein.

Glaubst du, dass es von Anfang an mit der ART, die nun ein Jahr Entwicklung hinter sich hat und die Sieger-CRT wurde, konkurrieren kann?

Offensichtlich war die ART das Top-Bike der CRT in diesem Jahr, wenn man De Puniet und Espargaró betrachtet, aber die FTR-Kawasaki scheint mit Colin Edwards, Claudio Corti, Héctor Barberá und Hiroshi Aoyama einen gewaltigen Schub zu bekommen. Mit vier Fahrern auf der FTR-Kawasaki im nächsten Jahr könnten die ART-Bikes stärker Konkurrenz bekommen. Wenn wir wenigstens auf der Ebene der ART-Bikes starten könnten, oder in der Nähe davon, und uns dann von dort aus verbessern, dann könnten wir eine gute Chance haben, mit ihnen um die Top-CRT-Platzierungen zu kämpfen. Das ist natürlich das Ziel des Teams, aber es ist großes Neuland für mich, denn ich bin noch nie gegen einen der Jungs, die in der CRT sind, gefahren. Es wird interessant sein zu sehen, wo wir stehen werden, sobald wir im ersten Test im Februar auf die Strecke fahren.

Erwartest du eine stärkere Zusammenarbeit mit ART in diesem Jahr? 2012 kämpfte James Ellison gegen die Aspars, denn er war immer ein oder zwei Schritte dahinter, um neue Teile zu erhalten...

Auf meiner Seite des PBM-Projekts, denke ich, haben sie vier der neuesten spezifizierten Motoren, was James erst ganz am Ende der Saison hatte. Wir werden sie von Anfang an haben. Ich bin mir nicht sicher, wie schnell wir die Updates erhalten, die verfügbar sind, aber Paul Bird sagte, dass die Beziehung mit Aprilia ziemlich stark ist und sie scheinen glücklich sein, dass das Team an dem neuen Projekt und an der neuen Elektronik arbeitet. Aprilia wird im Kopf haben, dass ab 2014 das Magneti Marelli-System verwendet werden muss, daher nützt es ihnen, wenn ein anderes Team das System einsetzt und ihnen eine große Menge an Daten liefert.

Also wird Yonny Hernandez nicht mit der Magneti Marelli ECU arbeiten?

Er wird das volle ART-Paket einsetzen, also Motor, Elektronik und Fahrwerk von Aprilia.

Was denkst du, werden die größten Herausforderungen sein?

Es werden eine Menge Dinge sein, aber der Schlüssel für mich ist die Anpassung. Ich wurde im wesentlichen aus meiner Komfort-Zone der BSB gezogen, wo ich alle Gesichter im Fahrerlager, jede Strecke und alle Stärken und Schwächen meiner Gegner kenne. Ich muss in der MotoGP eine Menge dazulernen; die Hälfte der Strecken werden neu für mich sein, ich habe neue Bremsen und Reifen, ein neues Chassis, neue Konkurrenten. Die Leute in der Box hingegen sind nicht neu für mich, ich kenne all diese Jungs, aber es werden eine Menge Dinge sein, die neu dazu kommen; neue Länder, viel mehr Reisen, neue Temperaturunterschiede. Mich daran anzupassen, wird der Schlüssel für mich sein, um mein erstes Jahr zum Erfolg zu machen. Einen großen Wert hat auch die Anpassung an die Reifen und Karbonbremsen. Ich habe zuvor Karbonbremsen verwendet, aber ich bin nie Bridgestone-Reifen gefahren, daher werden die Reifen wahrscheinlich die erste Hürde sein. Aber das Motorrad an sich, wird, glaube ich, nicht zu schwierig sein. Ich denke nicht, dass sich die CRT-Bikes großartig von einem Superbike unterscheiden.

Es muss etwas Besonderes sein, als Brite in einem britischen Team mit einem britischen Bike zu starten!

Ja, das ist natürlich schön. Mit Yonny als kolumbianischen Fahrer, der neu im Team ist, sollte ich ganz gut reinpassen, weil ich so lange mit dem Team zuvor verbracht habe. Es ist schön, Teil eines komplett britischen Projektes zu sein, hoffentlich werde ich uns gut vertreten!

Was ist ein realistisches Ziel für dich?

Es gibt so viel Unbekanntes, dass es schwer ist, eine Vorhersage zu treffen. Natürlich möchte ich wettbewerbsfähig sein. Natürlich ist es leicht, dass jetzt zu sagen. Bis ich mich nicht mit den anderen Fahrern gemessen habe, weiß ich nicht, wo wir stehen. Es ist das zweite Jahr für das Team, aber es ist ein neues Projekt. Das muss ich im Hinterkopf behalten, aber ich denke, einige CRT-Rennen zu gewinnen und so oft wie möglich an der Spitze der CRTs mitzukämpfen, muss erklärtes Ziel sein.

 

Tags:
MotoGP, 2013, Michael Laverty, Paul Bird Motorsport

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