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Bridgestone: Nachbesprechung Katar-Grand-Prix

Die MotoGP™-Saison 2013 wurde am vergangenen Wochenende mit dem Commercial Bank Grand Prix von Katar eingeläutet. Mit den zur Verfügung stehenden Verbindungen Soft und Hard für die Vorderreifen sowie Medium und Hard (asymmetrisch) für die Hinterreifen, schwankten die Strategien für die sehr staubige Streckenoberfläche.

Shinji Aoki, Manager der Abteilung Reifenentwicklung bei Bridgestone Motorsport, beschreibt das erste Rennwochenende des Jahres.

Die Streckenbedingungen in Katar waren besonders staubig in diesem Jahr. Wie wirkte sich das auf die Leistung der Reifen aus?

Die größte Folge des zusätzlichen Staubes war, dass der Grip auf der Strecke niedriger war als üblich, vor allem zu Beginn des Rennwochenendes. Die Fahrer mussten sehr vorsichtig sein, wenn sie von der Ideallinie abkamen, aber selbst auf der Ideallinie war das Grip-Level niedriger als im Vorjahr.

Sand schleift außerdem sehr und kann zu einem überhöhten Reifenverschleiß führen, allerdings zeigte die Analyse der gebrauchten Reifen, dass die Reifen auch ohne abnormale Verschleißeigenschaften hielten. Graining (Körnung) ist ein weiteres Phänomen, das auf kühlem, abschleifendem Asphalt auftreten kann, aber das war kein Problem in Katar in diesem Jahr.

Letztes Jahr hat die Mehrheit des Starterfeldes den härteren Hinterreifen gewählt. In diesem Jahr wählten alle Fahrer die weichere Option Hinterreifen für das Rennen. Können Sie erklären, warum das so war?

Die mehr als üblich staubigen Streckenbedingungen hatten den größten Anteil an der einstimmigen Wahl des weicheren Hinterreifens, da die Fahrer bei solch schwierigen Bedingungen immer das höchste Level an Aufwärmleistung und Grip sichergestellt wollen. Allerdings gibt es immer einen Kompromiss zwischen Grip und Haltbarkeit, daher haben die Teams im freien Training hart daran gearbeitet, ein Setup für eine konstante Leistung des weicheren Hinterreifens über die Renndistanz zu finden. Das ist ihnen gelungen und somit wählten alle Fahrer den weicheren Hinterreifen für das Rennen. Hätten sich die Streckenbedingungen wie im letzten Jahr verbessert, dann wäre die Reifenwahl für das Rennen anders ausgefallen, da einige Fahrer nach dem FP3 den härteren Hinterreifen für das Rennen in Erwägung gezogen haben. Am Ende hatten sich am Samstag und Sonntag die Streckenbedingungen nicht ausreichend verbessert und die Teams beschlossen, den weicheren Hinterreifen zu verwenden.

Alle Teams und Hersteller hatten ein Jahr lang Zeit, um ihre Motorräder für die neue Familie an Bridgestone MotoGP-Reifen, die wir im letzten Jahr vorgestellt haben, zu entwickeln. Dies ist auch ein Faktor, warum die Hinterreifen-Wahl so ganz anders war als im letzten Jahr. Eine weiterer wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt, ist, dass wir im vergangenen Jahr in Katar noch nicht unsere neue Spezifikation Vorderreifen eingeführt hatten, die besser auf die aktuelle Generation Hinterreifen abgestimmt ist. In diesem Jahr in Katar erlaubte das bessere Leistungs-Gleichgewicht zwischen Vorder- und Hinterreifen den Teams, die weichere Option Hinterreifen effizienter zu nutzen.

Der harte Vorderreifen war bei weitem die bevorzugte Wahl der Fahrer. Welchen Vorteil bot diese Option in Katar?

Katar verfügt über eine extreme Bremszone am Ende der Start- und Zielgeraden, die maximale Stabilität von der Front des Motorrades verlangt. Es gibt bestimmte Abschnitte, wie die Sequenz der zwei Rechtskurven 12 und13, bei denen ebenfalls eine gute Front-End-Stabilität erforderlich ist. Darum hat die Mehrheit der Fahrer diese Option für das Rennen ausgewählt, während andere vielleicht den leichten Vorteil an Kantengrip der weicheren Option persönlich bevorzugten.

Pressemitteilung von Bridgestone MotoGP

 

Tags:
MotoGP, 2013

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