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Capirossi zum Vorfall Lorenzo-Márquez

Capirossi zum Vorfall Lorenzo-Márquez

Nachdem es viel Gerede und Diskussionen seit seiner Ankunft in Le Mans zum Thema gab, sprach MotoGP™-Sicherheitsbeauftragter Loris Capirossi nun mit motogp.com über den Vorfall in der letzten Kurve von Jerez, in den Marc Márquez und Jorge Lorenzo verwickelt waren.

Nach einer hitzigen Debatte im Fahrer-Briefing am Donnerstag, traf sich motogp.com am Freitag mit Capirossi nach dem regulären Fahrer-Sicherheit-Meeting, bei dem Valentino Rossi, Andrea Dovizioso, Hiroshi Aoyama, Cal Crutchlow und Bradley Smith, zusammen mit Capirossi, Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta und Javier Alonso (Dorna Managing Director Events Area) anwesend waren.

Die Entscheidung, Márquez nach seinem umstrittenen Manöver nicht zu bestrafen, erklärte Capirossi folgendermaßen: „Es ist wirklich schwer, dies zu 100 Prozent zu erklären. Zunächst einmal ist jedes Überholmanöver anders - das ist es, weshalb es schwierig ist, eine Liste herzunehmen und zu sagen: ’Bei diesem Überholmanöver musst du einen Punkt geben und bei diesem musst du zwei Punkte geben'. Im Falle von Márquez und Jorge ist es leicht zu sagen, zunächst einmal war das Manöver von Marc sicherlich ein wenig aggressiv' - das ist einfach zu verstehen. Aber, er hat diesen Überholvorgang in der letzten Kurve gemacht, und vor allem in einer ziemlich langsamen Kurve, bei etwa 60 bis 70 km/h. Im Falle, dass so ein Manöver in einer wirklich schnellen Kurve erfolgt, würde natürlich alles eine größere Sache werden.”

„Aber wir haben alle zusammen versucht, die Bilder zu analysieren und den Vorgang 100-prozentig zu verstehen. Wir entschieden uns zu sagen, 'ok, es ist ein Moment im Rennen, ein Überholvorgang im Rennen'. Aber nichts weiter! Sicher werden wir für die Zukunft versuchen, diese Situation besser zu handhaben, und werden mit einigen Fahrern sprechen, um eine klarere Vorstellung von der Idee zu bekommen.”

„Was wir wollen, ist natürlich ein sicheres Rennen. Das steht fest. Das ist unser Ziel. Mein Ziel vor allem ist es, eine gute Beziehung mit den Fahrern zu haben und zuzuhören, was ein Fahrer zu sagen hat und zu versuchen, alles zu verbessern.”

Um seine Gedanken zum Manöver zu unterstreichen, fügte er hinzu: „Sicher, wenn du in der letzten Runde auch nur eine minimale Chance hast, es zu versuchen - und Jorge war abseits der guten Linie, um die Position zu verteidigen, sodass Marc versuchte, ihn zu überholen. So ist die Situation. Es ist einfach zu sagen, wir wollen so etwas nicht mehr sehen, aber manchmal kann es passieren.”

Zum Schluss ging er auf die hitzigen Diskussionen ein, die zwischen ihm und Lorenzo am Donnerstag während der Sitzung entstanden: „Normalerweise ist die Sicht einer jeden Person immer anders, und zu diesem Zeitpunkt habe ich ein persönliches Gespräch mit Marc und ein langes persönliches Gespräch mit Jorge geführt, in dem ich ihm alles erklärte und er mir alles erklärte. Und in diesem Moment haben wir gesagt, dass alles unter Kontrolle ist. Und wir werden auch weiterhin so gut wie möglich unseren Job machen. Wir wollen eine wirklich sichere Meisterschaft und schöne Rennen sehen.”

 

Tags:
MotoGP, 2013, MONSTER ENERGY GRAND PRIX DE FRANCE

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