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eni Motorrad Grand Prix Deutschland: Die Pressekonferenz

eni Motorrad Grand Prix Deutschland: Die Pressekonferenz

Am Donnerstagnachmittag fand auf dem Sachsenring die Pressekonferenz für den eni Motorrad Grand Prix Deutschland statt. Anwesend waren WM-Leader Dani Pedrosa (Repsol Honda Team), Jorge Lorenzo und Valentino Rossi (Yamaha Factory Racing), Cal Crutchlow (Monster Yamaha Tech 3), Andrea Dovizioso (Ducati Team) und Stefan Bradl (LCR Honda MotoGP).

Natürlich konzentrierte sich die größte Aufmerksamkeit auf den amtierenden Weltmeister Jorge Lorenzo, nachdem dieser in Assen trotz eines gebrochenen Schlüsselbeins ein Top-fünf-Ergebnis eingefahren hat: „Ich war wirklich überrascht, dass ich die Möglichkeit bekam, am Rennen in Assen teilzunehmen, aber ich bin auch überrascht wie schnell die Heilung voranschreitet,” begann Lorenzo. „Jeden Tag fühlt es sich besser an, auch weil der Physiotherapeut jeden Tag mit mir arbeitet - morgens und nachmittags - also viele Stunden. Es ist nicht perfekt, aber ich fühle mich viel besser als in Assen, und das ist sehr gut. Es war schmerzhaft und beängstigend ... aber es reichte aus, um den fünften Platz zu erzielen und ich habe nur zwei Punkte verloren - das war das Wichtigste.”

Pedrosa, derzeit in der Gesamtwertung neun Punkte vor Lorenzo, wurde Vierter in den Niederlanden, was sein zuvor schlechtestes Saison-Ergebnis von Katar wiederholte. Im Hinblick der Strecken, die jetzt vor ihm liegen, ist der Spanier allerdings selbstbewusst. „Ich denke, wir hatte Probleme auf den Strecken, wo wir immer zu kämpfen haben, darum waren wir natürlich hinterher, aber das hatten wir mehr oder weniger erwartet,” erklärte Pedrosa, der insgesamt sechsmal auf dem Sachsenring gewinnen konnte, davon die letzten drei Deutschland-Grands-Prix hintereinander. „Ich denke, wir können von nun an einige gute Rennen machen; wir müssen über das Wochenende einfach nur hart arbeiten und von Training zu Training schauen, die Reifen ausprobieren, um ein gutes Setup zu finden und um ein gutes Rennergebnis für das Team und für mich zu holen. ”

Crutchlow ist überzeugt, dass er und seine Truppe hart arbeiten müssen, um ein starkes Tempo über die Dauer einer Renndistanz zu halten. „Es war eine verpasste Gelegenheit,” sagte der Engländer über Assen, wo er von der ersten Pole-Position seiner Karriere auf den dritten Platz fuhr, „aber ich könnte bei jedem Rennen sagen, es war eine verpasste Chance - weil ich noch nie eines gewonnen habe. Gegen Ende des Rennens hatte ich mehr Selbstvertrauen, aber das ist zu spät. Es ist nicht nur das Bike und das Setup; ich glaube, ich muss mich als Fahrer immer noch verbessern, um in der Lage zu sein, ein Rennen sowohl stark zu starten als auch zu beenden.”

Auf der anderen Seite machte Valentino Rossi auf der ganzen Welt Schlagzeilen, nachdem er in Assen seinen 80. Sieg in der Königsklasse sicherte und damit eine Zeitspanne von über zwei vollen Jahren ohne Rennsiege beendete. „Es ist großartig,” kommentierte Rossi. „Ich bin sehr glücklich, weil ich viele Fans auf der ganzen Welt habe und ich eine lange Karriere mit guten Kämpfen und Siegen erlebt habe. Deshalb war der Sieg in Assen nach einer langen, langen Zeit so positiv. Jetzt wird es wichtig sein, hier zu bestätigen, dass ich mein Level angehoben und meine Geschwindigkeit erhöht habe, um erneut mit den Top-Jungs zu kämpfen. Diese Strecke gehört in Bezug auf das Layout nicht zu meinen Favoriten, aber ich hatte hier viele tolle Kämpfe und habe gute Erinnerungen.”

Im Ducati Team, mit dem Rossi 2011 und 2012 verbracht hatte, setzt Andrea Dovizioso seine Arbeit fort, um sich an seine neue Situation anzupassen. Nach einem Test in Misano, zwischen Assen und dem Sachsenring-Rennen, wird der Italiener an diesem Wochenende mit dem neuen Chassis an den Start gehen, welches zuvor von seinem Landsmann Michele Pirro getestet wurde. „Es wird ein hartes Wochenende, das wissen wir,” so Dovizioso. „Wir hatten einen guten Test in Misano letzte Woche. Wir werden hier verschiedene Dinge ausprobieren; ein neues Chassis, was beim Bremsen im Kurveneingang ein besseres Gefühl verleiht. Es wird bei der Rundenzeit keinen großen Unterschied machen, aber es ist ein bisschen anders. Wir kämpfen nicht für die Meisterschaft, somit können wir es uns leisten, dieses Risiko einzugehen. Mit den neuen Materialien werden mehr Daten gewonnen, was wichtig ist.”

Ein anderer Mann, der vor allem auf seiner Heimstrecke um bessere Ergebnisse kämpfen will, ist Lokalmatador Stefan Bradl, der in Assen erstmals aus der ersten Startreihe gestartet war, aber am Ende auf Platz sechs kandete. In den Niederlanden setzte der Deutsche am Vorderrad Brembo-Bremsen, anstatt der sonst üblichen Nissin-Bremsen ein. „Wir haben in Assen ein bisschen mehr erwartet, aber wir hatten einige Probleme am Anfang des Rennens,” erklärte Bradl. „Das Gefühl war nicht optimal, dadurch konnte ich nicht so stark pushen und verlor einige Zeit am Anfang. Ich werde sie hier weiterhin benutzen (Brembo-Bremsen). Assen war das erste Mal, daher gab es einen kleinen Unterschied, vor allem zu Beginn des Rennens. In Assen bremst man in zwei Kurven und bekommt gute Temperatur, aber in den anderen Bereichen ist die Strecke sehr flüssig; Das ist der Grund, warum ich am Anfang so langsam war. Wie man sehen kann, sind die Fans in dieser Region verrückt nach Motorsport. Sie lieben dieses Rennen und es ist sehr wichtig für sie und für mich.”

Das erste Freie Training für die achte Runde der Weltmeisterschaft beginnt am Freitag, ab 09:55 Uhr Ortszeit (GMT +2).

 

Tags:
MotoGP, 2013, eni MOTORRAD GRAND PRIX DEUTSCHLAND

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