Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Martin Bauer für historisches Debüt bereit

Dieses Wochenende wird Martin Bauer beim bwin Grand Prix České republiky  sein Debüt als MotoGP™-Wildcard-Fahrer machen. Dabei wird sein Remus Racing Team - das vor zwei Wochen in Brünn getestet hat - das erste österreichische Team sein, das in der Königsklasse der Weltmeisterschaft antreten wird.

Der 37-Jährige ist nach fast zwei Jahrzehnten der erste Österreicher, der in der Königsklasse starten wird. Der letzte Österreicher war Andreas Meklau im Jahr 1993 mit eine ROC Yamaha.

Beginnen wir mit dem Test. Wie hat es sich angefühlt, die Strecke mit Valentino Rossi und Jorge Lorenzo (Yamaha Factory Racing) zu teilen?

Es war eine tolle Gelegenheit für mich, die Unterschiede zwischen mir und den Jungs zu sehen. Es gab dir die Möglichkeit, die Punkte der Strecke zu finden, wo man eine Menge Zeit gutmachen kann und auch, wo man bereits stark ist. Es hat uns sehr geholfen, unseren Weg zu finden, weil keiner von uns viel Erfahrung mit dieser Art von Motorrad hat. Ein CRT-Bike bietet dir viele Möglichkeiten an Setup-Einstellungen, und wir sind immer noch am Lernen.

Du wirst eine Suter-BMW fahren. Bis zu welchem ​​Grad bist du in der Lage, die stärkeren und schwächeren Punkte des Pakets zu erkunden?

Es ist nicht einfach, die Stärken und Schwächen zu finden, weil ich nicht viele Möglichkeiten habe, es mit anderen zu vergleichen - nach dem Wochenende werde ich mehr haben! Der wichtige Punkt ist, den mechanischen Grip zu finden und die Leistung auf die Strecke zu bringen - wir arbeiten noch daran. Ich denke, das Chassis hat eine gute Balance; die Front ist wirklich gut und wir haben viel Grip am Vorderrad, um sehr schnell in die Kurven zu fahren, obwohl wir etwas mit dem hinteren Grip in der Mitte der Kurve zu kämpfen haben und wir auch noch an der Aufhängung arbeiten müssen. Es ist immer schwierig zu wissen, ob es an der Federung oder am Chassis liegt.

Das Rennen steht vor der Tür an diesem Wochenende - wie fühlt es sich an, mit einer Wildcard in einem MotoGP™-Rennen an den Start zu gehen und das als das erste österreichische Team?

Sicherlich ist es eine Ehre, für Österreich zu starten, denn es ist lange Zeit her seit der letzte Österreicher in der Startaufstellung stand. Es ist eine große Sache und es erhöht den Druck etwas für uns, ein gutes Rennen abzuliefern!

Was bedeutet es für dich persönlich, in der MotoGP™ zu fahren?

Der Grund warum ich dieses Projekt gestartet habe, war, mit diesen Bikes zu arbeiten. Ich habe eine Menge Erfahrung mit diesen Bikes, daher war es sehr wichtig, die Möglichkeit zu haben, mit ihnen zu arbeiten. Es kam alles auf unsere Testzeiten an und als wir sahen, dass wir schnell genug waren, haben wir beschlossen, es zu versuchen. Dorna und IRTA gaben uns die Möglichkeit, aber es war nicht immer klar für mich, dass wir einen Startplatz in der MotoGP haben werden. Für mich war also der Punkt, mit solch einem Motorrad zu arbeiten. In der Superbike hat man strengere Bestimmungen, nicht wie bei den CRTs, wo man eine Vielzahl von Möglichkeiten hat, alles zu verändern.

Hast du konkrete Ziele in Bezug auf die Qualifikation und das Rennen selbst?

Ich habe ein Ziel für mich. Ich möchte eine Rundenzeit von 1:59 erreichen, unter zwei Minuten kommen. Wenn ich das schaffen kann, denke ich, können wir es als ein gutes Wochenende bezeichnen. Ich glaube nicht, dass eine viel schnellere Zeit mit dem Bike bereits möglich ist. Ich denke, wir können eine weitere Sekunde finden, wenn wir mehr Informationen und Erfahrung haben, aber im Moment, wenn ich eine 1:59 schaffen kann, werde ich sehr glücklich sein. Vor allem ist es wichtig, mit den anderen CRT-Bikes zu fahren. Das wichtigste Ziel für uns als Team ist es, einige von ihnen zu schlagen und mindestens den gleichen Speed wie die langsameren CRTs zu haben. Das große Problem im Moment ist, dass wir nicht genügend Informationen haben. Wir starten von Null, das Wichtigste ist also Zeit - und davon gibt es nicht genug, nach nur zwei Test-Sessions bisher. Auch unser Federelemente-Lieferant WP ist völlig neu in der MotoGP, so dass ihnen auch die Erfahrungswerte fehlen.

Remus Racing Team-Pilot Martin Bauer sprach exklusiv mit motogp.com

 

Tags:
MotoGP, 2013

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›