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Márquez erhält einen Strafpunkt für Aragón-Zusammenstoß

MotoGP™-WM-Leader Marc Márquez wurde für die Kollision mit Teamkollege Dani Pedrosa im Aragón Grand Prix ein Strafpunkt erteilt. Darüber hinaus werden Honda, für die mittragende Verantwortung am Sturz von Pedrosa, die Konstrukteurs-WM-Punkte aberkannt, die Márquez mit seinem Sieg in Aragón gesammelt hatte.

Im Kampf um den zweiten Platz kam es im Rennen von Aragón in der sechsten Runde in Kurve 12 zum Kontakt zwischen Márquez und Pedrosa. Als Márquez mit seinem linken Arm das Hinterrad von Pedrosas Bike berührte, riss das Kabel für den Geschwindigkeits-Sensor, was zu einem Verlust der Traktionskontrolle führte und für Pedrosa in einem Highsider endete.

Nachdem Márquez den Sieg im selbigen Rennen vor Yamaha Factory Racing-Pilot Jorge Lorenzo für sich beanspruchte, wurde nach Zieleinfahrt bekanntgegeben, dass die Kollision am Donnerstag vor dem Shell Advance Malaysian Motorcycle Grand Prix von der Rennleitung technisch analysiert werden würde. Um 12 Uhr Ortszeit trafen sich heute sowohl Márquez als auch Pedrosa sowie Vertreter des Repsol Honda Teams mit der Rennleitung zu einer Anhörung auf dem Sepang International Circuit.

Nach einem Meeting, das etwas länger als eine halbe Stunde dauerte, wurde bekannt, dass Márquez für seinen Anteil an dem Vorfall einen Strafpunkt erhält, während gleichzeitig seine gewonnen Konstrukteurs-WM-Punkte vom Aragón-GP aberkannt werden. Mit dieser Entscheidung steigt das Strafkonto von Márquez in der MotoGP™-Saison 2013 auf insgesamt drei Punkte an. Die ersten beiden Strafpunkte erhielt der Rookie, nachdem er während des Warm-Ups in Silverstone die gelben Flaggen ignoriert hatte.

„Marc wurde mit einem Punkt bestraft,” bestätigte Livio Suppo, Teamchef von Repsol Honda Team. „Das bedeutet, dass es keine Konsequenzen für dieses Rennen (in Malaysia) gibt. Grundsätzlich haben sie gesagt, dass es in diesem besonderen Fall mehr oder weniger in Ordnung war, aber sie haben die ganze Saison von Marc in Betracht gezogen, in der er mehr als nur einmal beinahe mit dem Fahrer vor ihm in Berührung kam. Die Botschaft war im Grunde: 'Dieses Mal war es okay, aber du musst erkennen, dass dir das schon ziemlich oft passiert.'”

„Mit dem anderen Problem, denkt die Rennleitung, dass - und das ist leider wahr - es vor allem wegen dem kaputten Kabel am Motorrad zum Sturz gekommen ist und dass das Backup-System ein wenig zu lange gebraucht hat, um sich einzuschalten. Darum wurden wir in der Hersteller-Meisterschaft mit 25 Punkten bestraft. Jetzt müssen wir darüber nachdenken und sehen, ob wir in Berufung gehen oder nicht. Meiner Meinung nach, wird Nakamoto San (Shuhei Nakamoto, Executive Vice President von HRC) die Situation verstehen.”

Takeo Yokoyama, Technischer Direktor im Repsol Honda Team, ging näher auf den Verlust der Traktionskontrolle bei Dani Pedrosas Motorrad ein und erklärte, dass ab dem Sepang-Rennen zusätzlichen Maßnahmen getroffen wurden:

„Ich würde sagen, dass das Problem sowohl mit der Hardware als auch mit der Software zu tun hatte. Von Seiten der Hardware - das Sensor-Kabel befand sich zu weit außen und es war sehr einfach, es auch mit nur geringem Kontakt eines anderen Fahrers abzureißen. Daher haben wir für dieses Rennen eine Protektion für dieses Kabel montiert. Aus der Sicht der Software haben wir natürlich einen Backup-Modus; wenn etwas mit dem Sensor-Signal passiert, sollte das Motorrad sofort in den Sicherheitsmodus gehen. Allerdings war die Strategie nicht perfekt, daher haben wir es für dieses Rennen (in Malaysia) so modifiziert, dass wir solche Ausfälle früher erkennen können.”

 

Tags:
MotoGP, 2013, Marc Marquez, Repsol Honda Team

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