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Schrötter: Sachsenring-Highlight fast undenkbar

Schrötter: Sachsenring-Highlight fast undenkbar

Der Deutsche Tech 3 Pilot Marcel Schrötter freut sich auf sein Heimrennen am Sachsenring, bezweifelt aber, dass er in der Moto2™ Klasse dort ein Highlight setzen kann.

Marcel Schrötter hat einen schwierigen Start in die Moto2™ Weltmeisterschaft 2014 erlebt. Der ehemalige mehrfache deutsche Meister hat als bislang bester Ergebnisse zwei neunte Plätze vorzuweisen: in Americas und in Barcelona-Catalunya.

Nach acht gefahrenen Rennen liegt der Tech 3 Pilot punktgleich mit Landsmann Sandro Cortese auf dem 13. Gesamtrang. Beide haben 32 Zähler gesammelt, vor ihnen liegt Rookie und Supersport-Weltmeister Sam Lowes mit 33 Punkten. Im Exklusiv-Interview mit motogp.com sprach Schrötter über die Schwierigkeiten der Saison und den bevorstehenden Heim Grand Prix.

Wo würdest du die Probleme am Motorrad lokalisieren?
Das ist wirklich schwierig zu sagen, da das Motorrad komplett anders ist, als das, was ich letztes Jahr hatte. Wir kämpfen noch sehr viel mit dem Einlenkverhalten, da ist das Motorrad ein bisschen träge, ein bisschen langsam. Im Scheitelpunkt und beim Einlenken selbst. Das Problem haben wir jedes Wochenende.

Was passiert da genau?
Es ist alles ein wenig zu langsam und dauert zu lang, auch beim ans Gas gehen, oder mehr Gas geben. Das ist mit das Problem. Teilweise kämpfen wir aber auch mit dem Grip, weil arbeiten wir in die eine Richtung, verlieren wir in der anderen. Es ist schwierig, ein gutes Motorrad hinzukriegen. Aber ich denke, dass das Einlenkverhalten und die Bremsstabilität bei uns das Hauptproblem sind.

Kannst du beim nächsten Rennen am Sachsenring ein Highlight setzten? Weil du die Strecke kennst? Wegen den Fans?
Wenn ich ehrlich bin glaube ich nicht, dass ich da ein Highlight setzen kann. Klar, ich kenne die Strecke gut und werde extrem motiviert sein. Ich freue mich auch sehr auf den Sachsenring. Momentan läuft es aber einfach nicht so, dass ich sagen würde, dass wir durch die Motivation und allem noch etwas mehr herausholen. Dazu sind wir noch zu weit weg.

Was muss passieren, damit der Sachsenring doch noch zu einem Highlight wird?
Assen kenne ich auch gut von der IDM, aber das Problem ist, wenn es nicht wirklich 100 prozentig läuft, wenn man sich nicht 100 prozentig wohl fühlt auf dem Motorrad, wenn alles nicht passt, dann verliert man ruck zuck auf so einer Strecke mal drei, vier Zehntel. Wenn ich die hätte, wäre ich irgendwo in den Top Sieben. Es muss viel zusammenpassen einfach. Ich denke, dass der Sachsenring nicht unbedingt ein Extra-Highlight wird, aber wir werden es sehen. Wenn das Motorrad gut funktioniert, denke ich, dass schon etwas drin ist, weil dann die Erfahrung auf der Strecke auf jeden Fall helfen wird. Dazu muss dann natürlich auf der einen Seite das Motorrad gut funktionieren und ich muss alles aus mir herausholen.

Tags:
Moto2, 2014, eni MOTORRAD GRAND PRIX DEUTSCHLAND, Marcel Schrotter, Tech 3

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