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LCR-Boss Cecchinello über Crutchlow und ein Zwei-Mann-Team

LCR-Boss Cecchinello über Crutchlow und ein Zwei-Mann-Team

Nur zwei Tage nach der Verpflichtung von Cal Crutchlow im nächsten Jahr sprach LCR-Teamchef Lucio Cecchinello mit motogp.com über den Deal mit dem Engländer und den Plan 2015 zwei Motorräder einzusetzen.

Ab kommender Saison wird das in Monaco ansässige Team unter CWM-LCR Honda operieren. Nicht nur kommt mit Cal Crutchlow dann ein Hochkaräter in die Mannschaft, Teamchef Lucio Cecchinello hat auch bestätigt, dass er neben dem Briten eine Open-Maschine einsetzen wird.

Wann hast du entschieden dich auf Crutchlow zu konzentrieren und wie sind die Verhandlungen gelaufen?
Unser Ziel war es, für die kommende Saison ein ehrgeiziges Projekt auf die Beine zu stellen. Dieser Traum wurde dank unseres neuen, britischen Sponsors CWM, führend auf dem Finanz-Sektor, Wirklichkeit. Wir haben Ende Juli den Vertrag unterschrieben und wussten von da an, dass wir die Chance auf zwei Motorräder hatten. Der Sponsor hat klar gemacht, dass sie mit Stefan Bradl weiter machen würden. Ihm haben wir Ende Juli ein Angebot gemacht. Er sagte uns aber, dass er mehr Zeit bräuchte, denn er wolle alle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Ich habe gemerkt, dass sein Interesse nachgelassen hat und ich wollte das Interesse unseres neuen Sponsors nicht riskieren. Daher haben wir uns auf die Top-Piloten auf dem Markt konzentriert und ebenfalls alle Optionen angesehen. Eine davon war Cal Crutchlow und wir standen mit seinem Manager, Bob Moore, bereits seit Anfang Juli in Kontakt. Als wir die Gespräche wieder aufnahmen, waren die Bedingungen ziemlich schnell besprochen und sich alle einig, in nur ein paar Tagen.

Was hat dich davon überzeugt, dass Crutchlow der richtige Fahrer war?
2013 hatte Cal eine exzellente Saison, holte vier Podeste und zwei Pole Positions (für Monster Yamaha Tech 3). Daher glaubte ich, dass er eine wirkliche Alternative zu Stefan sein könnte, auch wenn er gerade eine schwierige Saison auf der Ducati erlebt und sich dort auf dem Motorrad nicht so wohl fühlt, wie auf der Yamaha. Ich glaube, dass unser Team mit ihm wieder auf das höchste Level kommen kann. Das ist das Ziel, vorn bei den besten der besten zu sein.

Für wie viele Jahre hat Crutchlow unterschrieben? Und bringt er eigene Techniker mit?
Der Vertrag gilt für 2015. Dann gibt es für unsere Seite eine Option für 2016, die sich hauptsächlich an den Resultaten orientiert, und, natürlich, ist da auch noch die Seite der HRC in Betracht zu ziehen. Was die Techniker angeht, werden wir nach Indianapolis weiter sprechen.

Kannst du jetzt sagen, wie viele Bikes du 2015 einsetzen wirst?
Wir werden eine Werks-Maschine und dann ein zweites Motorrad nach Open-Reglement einsetzen. Für die haben wir aber weder das Programm definiert, noch den Fahrer festgelegt. Unsere Priorität war das Werks-Motorrad und ein konkurrenzfähiger Fahrer, wie von unserem Sponsor gewünscht.

Im Fahrerlager halten sich die Gerüchte, dass der aktuell Führende der Moto3™, Jack Miller, für LCR MotoGP™ fahren wird...
Honda ist offenbar an Jack Miller herangetreten, aber ich kenne den Stand der Verhandlungen nicht. Sobald unser Programm definiert ist, liegt es an der HRC, ihn auf eine der möglichen Positionen zu platzieren. LCR wäre eine dieser Möglichkeiten, aber diese Entscheidung liegt an den Leuten, die da involviert sind.

Das bedeutet aber auch, dass nach drei Saisons die Zusammenarbeit mit Stefan Bradl endet. Wir fasst du die zusammen?
LCR gibt es seit 1996 und ohne Zweifel ist Stefan der Fahrer, mit dem wir am besten gearbeitet haben. Er ist sehr ernst, präzise und sensibel, er hat gezeigt, dass er ein Motorrad entwickeln kann und hat konstante Resultate eingefahren. In vielen Fällen hat er gute Punkte heim geholt und ist nicht gestürzt oder hat nichts heim gebracht. Er hat mir viele Emotionen bereitet und ich hoffe, dass da vor Jahresende noch ein paar kommen. Er ist ein Fahrer, der mir immer ans Herz gewachsen bleibt.

Tags:
MotoGP, 2014, LCR Honda MotoGP

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