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Silverstone MotoGP™ Debrief mit Bridgestone & Aoki

Silverstone MotoGP™ Debrief mit Bridgestone & Aoki

Shinji Aoki, Manager des Bridgestone’s Motorcycle Tyre Development Department, analysiert den Hertz British Grand Prix.

Repsol Honda Pilot Marc Márquez hat am Sonntag in Silverstone einen spannenden Kampf gegen Movistar Yamaha MotoGP-Ass Jorge Lorenzo gewonnen. Die Beiden holten die Ränge eins und zwei und waren im Ziel nur 0,732 Sekunden getrennt. Valentino Rossi wurde auf der zweiten Werks-Yamaha M1 Dritter.

Nachdem das Wochenende mit kühlen Temperaturen begonnen hatte, war es am Sonntag zum Rennen relativ warm. Die Asphalttemperatur stieg bis auf 34°C an. Das wärmere Wetter kam Márquez und Lorenzo entgegen, die an der Spitze des Feldes eine extrem schnelle Pace an den Tag legten. Márquez fuhr im Rennen einen absoluten neuen Rundenrekord der MotoGP™ Klasse in Silverstone heraus.

Interview mit Shinji Aoki – Manager, Bridgestone Motorcycle Tyre Development Department

Bridgestone hat in Silverstone dieses Jahr mehr Vorderreifen zur Verfügung gestellt. Wurde das von den Fahrern beim British Grand Prix am letzten Wochenende positiv aufgenommen?
„Ja, ich denke, dass das eine gute Änderung war. Wir haben unsere Reifenauswahl dahin ausgeweitet, dass wir unseren weichsten Vorderreifen dabei hatten, die extra-weiche Mischung, die sich am besten aufwärmt. Die Fahrer waren damit sehr zufrieden, gerade bei den Sessions am kühlen Morgen. Damit konnten sie sich sicher an den Speed heranarbeiten, außerdem waren die Bodenwellen der Strecke nicht mehr so schlimm. Als die Strecke im Verlauf des Wochenendes besser und es am Nachmittag wärmer wurde, konnten die Fahrer auf die Soft- und Medium-Mischungen zurückgreifen. Damit hatten sie in den Kurven mehr Grip und mehr Stabilität auf der Bremse. In Silverstone standen den Fahrern daher für alle Situationen immer die besten Slicks für vorn zur Verfügung.“

Die meiste Zeit des Wochenendes war es kühler, als im Vorjahr in Silverstone. Welchen Einfluss hatte das auf die Leistung der Reifen?
„Extrem kühle Bedingungen machen es den Fahrern immer schwieriger, ihre Reifen ins optimale Temperatur-Fenster zu bekommen. Ich denke aber, noch einmal, dass unser erweitertes Angebot an Mischungen in dieser Hinsicht geholfen hat. Kälte und Wind sind beim British Grand Prix nichts ungewöhnliches, darauf waren wir gut vorbereitet. Der niedrige Grip bei kalten Bedingungen machte es auch den Fahrern schwer, gerade auf dieser welligen Strecke und gerade am ersten Tag des Wochenendes. Da hatten die meisten Teams Schwierigkeiten, ein gutes Setup zu finden, um das meiste aus den Reifen herauszuholen. Unsere Techniker haben aber eng mit den Teams und Fahrern gearbeitet, um eine Lösung zu finden und am Samstagnachmittag hatten die meisten ein Setup, um die Reifen effektiver nutzen zu können. Die wärmeren Temperaturen vom Sonntag waren eine willkommene Abwechslung, denn dann konnten die Reifen viel schneller in ihr optimales Betriebsfenster gebracht werden.“

Auf der Strecke von Silverstone werden die höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten der MotoGP erreicht, allerdings auch die niedrigsten Asphalttemperaturen. Wie bekommt es Bridgestone hin, dann ausreichend Leistung für die Anforderungen dieser Strecke, aber auch das höchste Level an Sicherheit zu stellen?
„Der Mix aus hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten und kalten Temperaturen wirft in der Reifenentwicklung schon einige Fragen auf. Im FP3 vom letzten Wochenende hatten wir die niedrigsten Temperaturen des ganzen Jahres, nur 19°C Asphalt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag dieses Jahr trotzdem bei 173 km/h. Da mussten wir ganz wichtiger eine gute Balance aus Leistung und Sicherheit finden. Unser Reifenangebot war in Silverstone auf maximale Sicherheit für die Fahrer angelegt, das hat immer Priorität. Darum hatten wir unseren weichsten Vorderreifen dabei, das Angebot an Slicks für hinten war auch auf kalte Temperaturen ausgelegt. Und auch wenn wir uns auf die Sicherheit konzentriert haben, war die Rennzeit des British Grand Prix die schnellste aller Zeiten. Das zeigt, dass wir den Fahrern in Silverstone nicht nur Sicherheit, sondern auch eine sehr gute Leistung bieten konnten.“

Tags:
MotoGP, 2014, HERTZ BRITISH GRAND PRIX

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