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Poncharal über das Teammanagement und die Zukunft der MotoGP™

Poncharal über das Teammanagement und die Zukunft der MotoGP™

Herve Poncharal wurde vom französischen Magazin OffBikes über seine Rolle als Teammanager bei Monster Yamaha Tech 3 und seine Gedanken zur Zukunft der MotoGP™ befragt.

In einer Serie von Interviews der Publikation über Teammanagement in der Weltmeisterschaft erklärt Poncharal, was seine Rolle beinhaltet und geht auch auf die Auswirkungen der bedeutenden Regeländerungen ein, die ab 2016 in der MotoGP zum Tragen kommen.

Poncharal erklärte: "In diesen Tagen ist der Job eines Teammanagers in MotoGP, Moto2 oder Moto3 wie ein Dirigent im Orchester. In der MotoGP bedeutet die Rolle, dass du mehr tun musst als in anderen Kategorien, aber in allen Klassen ist der Teammanager der Boss."

"Der Job-Titel eines Teammanagers kann alles und nichts bedeuten! In einem Werksteam ist der Teammanager vom Hersteller angestellt, um das Team zu leiten. In meinem Fall ist es so, dass ich Direktor und Besitzer meines Teams bin, was grundsätzlich eher ein Geschäftsgedanke ist."

"Wenn wir uns anschauen, wie Yamaha in der MotoGP aufgestellt ist, gibt es zwei offizielle Werksfahrer und zwei Satelliten-Piloten. Im Werksteam sind alle Leute, die mit Valentino Rossi und Jorge Lorenzo arbeiten von Yamaha Japan angestellt. Bei Tech 3 fahren wir auch mit Yamaha M1 Maschinen, aber die Bikes gehören einer Privatfirma, die zu mir gehört. Mein Job ist es, das Budget zu finden, die Fahrer auszuwählen und die Deals abzuschließen, die notwendig sind, um das Team am Laufen zu halten."

Auf die Frage über die ständigen Regeländerungen und die Zukunft der MotoGP ab 2016 und darüber hinaus - wenn der offizielle Reifenlieferant der Königsklasse wechselt und eine einheitliche ECU-Software vorgeschrieben wird - gab Poncharal seine Sicht über die Entwicklungen preis.

Er sagte: "Es gibt zwei Wege, sich das anzuschauen. Wenn ich es nur aus unserer Perspektive sehe, würde ich sagen, dass es im letzten Jahr leichter war. Wir lagen hinter den vier Werksbikes, den beiden Yamahas und den beiden Hondas und wir konnten bei Gelegenheit aufs Podium fahren. Nun ist es härter, weil Aleix Espargaro und die Ducatis auch vorne mitmischen und dann gibt es noch zahlreiche Faktoren wie die Beschränkung der Reifen, die bedeutet, dass von der fünften auf die neunte Position zurückfallen. Wenn (Andrea) Dovizioso einen weichen Reifen aufzieht und sich das Pendel zu seinen Gunsten beweg, denke ich 'Das war hart für uns'."

"Aber auch aus der Perspektive des Teams will ich, dass die Meisterschaft gut funktioniert. Ich will, dass es interessant ist und Fans anlockt. Wenn die Fans da sind, können wir mehr Sponsoren anlocken. Man muss das also immer mit etwas Weitsicht betrachten."

Der Franzose fuhr fort: "Es ist gut, dass den Teams und weniger erfolgreichen Herstellern eine Möglichkeit geboten wird, ihre Nachteile auszubalancieren und es ist schön zu glauben, dass die Situation nach 2016 noch  besser wird. Alle werden auf einem Spiel-Niveau sein und das bei niedrigeren Kosten."

"Aktuell gehen die größten Investitionen der Werksteams in die Elektronik. Wenn also ein Standard-ECU benutzt werden muss, dann werden die Entwicklungsmöglichkeiten reduziert, es wird für alle zugänglich und während der Saison 'eingefroren' (ohne die Möglichkeit Updates vorzunehmen). Das sollte den Teams erlauben, ihre Kosten zu senken und für die Privatteams wie uns sollte es ähnliches Material liefern wie im Werksteam. Um für einen Sponsor attraktiv zu sein, hängt für die Teams dann alles von ihren Fahrern ab. Satellitenteams könnten um Siege kämpfen - etwas, was heute unvorstellbar ist. Wir begannen die aktuelle Saison mit dem Wissen, dass ein offizieller Yamaha- oder ein offizieller Honda-Fahrer am Ende des Jahres Weltmeister wird."

Interviewrechte bei OffBikes.

Tags:
MotoGP, 2014, Monster Yamaha Tech 3

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