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Rossi über die Kunst schnell zu bleiben und seine Beziehung zu Lorenzo

Rossi über die Kunst schnell zu bleiben und seine Beziehung zu Lorenzo

Mit dem Gran Premio TIM di San Marino e della Riviera di Rimini steigt am Wochenende eines von zwei Heimrennen von Valentino Rossi. Der Italiener hat sich ausführlich mit motogp.com unterhalten und erklärt, warum er 2014 um einiges konkurrenzfähiger ist und wie sich seine Beziehung zu Teamkollege Jorge Lorenzo entwickelt hat.

Der neunfache Weltmeister Valentino Rossi hat dieses Jahr bereits acht Mal auf dem Podest gestanden, in der gesamten Saison 2013 schaffte er das nur sechs Mal. Er glaubt, dass dies vor allem mit der Weiterentwicklung seines Fahrstils zu tun hat, an dem er in den letzten Monaten gearbeitet hat.

„Zuerst, das wichtigste, was ich im Vergleich zum letzten Jahr umgestellt habe, war meine Bremstechnik“, erklärte Rossi. „Ich habe auch viel an meinem Fahrstil gearbeitet. Nach einem Jahr mit Yamaha habe ich versucht, meinen Fahrstil zu ändern und ihn moderner zu machen, an die neuen Reifen anzupassen, die auf den Flanken weniger Grip haben. Du musst heute deinen Körper mehr einsetzen und du musst dich in Schräglage mehr bewegen.“

Rossi liegt in der Gesamtwertung derzeit vor seinem Movistar Yamaha MotoGP Teamkollegen Jorge Lorenzo. Über die Ziele bis zum Saisonende sagte der Italiener: „Wir haben von jetzt bis zum Saisonende noch eine große Aufgabe vor uns, ich liege in der Gesamtwertung vor Jorge, aber er wird aufholen wollen und er wird immer stärker. Wir müssen dann aber auch versuchen, die Hondas zu schlagen. (Dani) Pedrosa liegt nicht weit vor mir. Das sind jetzt die Hauptziele, die wir uns gesetzt haben.“

Ende 2010 war Rossi von Yamaha weg gegangen und zwei Jahre bei Ducati gefahren. Heute blickt der Italiener etwas gefasster auf die letzten Saisons zurück. „Es war ein Fehler zu Ducati zu gehen, denn ich war von Yamaha genervt“, so Rossi. „Denn nachdem ich mit Yamaha 2004 und 2005 (den Titel) gewonnen hatte, nach vor vielen Jahren, in denen Yamaha Probleme hatte, entschied Yamaha dann, einen starken Teamkollegen an meine Seite zu bringen und das hat mich richtig genervt. Aber heute weiß ich, dass ich falsch lag. Auch, weil die Behandlung in der Yamaha-Box immer sehr gleich war.“

„Sogar 2008, als Jorge hoch kam, waren wir immer auf dem gleichen Level und so ist das immer noch. Yamaha hat sich dieses Jahr stark für mich eingesetzt, um die Umstände zu schaffen, bei denen ich das Maximum geben kann. Aber sie geben auch ihr bestes für Lorenzo und ich kann sagen, dass wir 50 / 50 da stehen, was die Wichtigkeit im Team angeht.“

Rossi teilt sich die Box mit einem anderen großen Talent – Lorenzo wurde 2010 und 2012 Weltmeister. „Ich hatte nie einen Streit mit Lorenzo, wir sind große Rivalen, aber wir kommen gut miteinander aus. Die Stimmung im Team ist gut, auch wenn wir Kontrahenten sind. Ich denke in Assen hat Yamaha einen Fehler mit dem Auspuff gemacht – sie hätten einen mir und einen ihm geben sollen, aber er bekam zwei. Am Ende war das aber kein großes Problem.“

Für jetzt hat Rossi aber noch etwas zu beweisen: Erst, wenn er wieder ein Rennen gewinnt, wird er mit seiner derzeitigen Arbeit zufrieden sein. „Ich bin happy, aber nicht zu 100 Prozent, denn ich muss gewinnen“, gab er zu. „Ich würde lügen, wenn ich das abstreiten würde.“

Tags:
MotoGP, 2014, GP TIM DI SAN MARINO E DELLA RIVIERA DI RIMINI, Valentino Rossi, Movistar Yamaha MotoGP

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