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Die Geschichte von Aprilia in der Weltmeisterschaft

Die Geschichte von Aprilia in der Weltmeisterschaft

2015 wird das MotoGP™ Starterfeld mit der Rückkehr zweier großer Marken expandieren: Suzuki und Aprilia.  Nach der neusten Bekanntgabe von Aprilia und Gresini Racing über ihre MotoGP-Einigung auf vier Jahre, blicken wir noch einmal auf die glanzvolle Geschichte von Aprilia in der Weltmeisterschaft zurück.

Der Name Aprilia ist untrennbar mit dem Rennsport verbunden und nun kehren sie dank der Unterstützung der Piaggio Group und der Zusammenarbeit mit Gresini in die Königsklasse zurück. Aprilia ist seit 2004 Teil der Piaggio Group - das Jahr ihres letzten Auftritts in der Königsklasse.

Grand-Prix-Rennsport ist für die Marke Aprilia bekanntes Terrain. Das Werk fand schon in den 1980er Jahren einen Weg in die 125ccm und die 250ccm Klassen der Weltmeisterschaft. Fahrer wie Loris Reggiani und Alessandro Gramigni halfen Aprilia auf einem erfolgreichen Weg in den Rennsport. Italienische Fahrer auf italienischen Bikes waren die Philosophie des Herstellers: ‘Made in Italy’.

Mit Gramigni gewann Aprilia 1992 in der 125ccm Klasse den ersten WM-Titel, gefolgt von weiteren Erfolgsgeschichten, wie dem Titel von Kazuto Sakata zwei Jahre später in der gleichen Kategorie.

In der Viertelliterklasse feierte Aprilia den richtigen Durchbruch. Max Biaggis Triumphe galten nur als Beginn einer extrem erfolgreichen Ära.

Nach drei aufeinanderfolgenden 250ccm WM-Titel für Aprilia mit Biaggi von 1994 bis 1996 gewann die Firma aus Venedig einen weiteren Titel in der mittleren Kategorie mit Loris Capirossi 1998, der seinen Aprilia-Kollegen Tetsuya Harada in der letzten Kurve des letzten Rennens in Argentinien schlug.

In den späten 1990ern begeisterten sich die Fans auch für Valentino Rossi auf Aprilia-Maschinen als er die ersten zwei seiner insgesamt neun WM-Titel gewann. Rossi verbrachte seine ersten vier Jahre im Grand-Prix-Rennsport auf Aprilia-Bikes, gewann den 125ccm Titel 1997 und die Krone in der 250ccm Klasse 1999, bevor er in die Königsklasse aufstieg.

Aprilia entschied sich ebenso für den großen Sprung und stieg in die 500ccm Kategorie auf, die über ein Vierteljahrhundert von den japanischen Herstellern dominiert wurde. Natürlich war der Wechsel nicht leicht und zu Beginn (1996-2000) arbeitete der Hersteller aus Noale - mit Präsident Ivano Beggio als Führung und dem niederländischen Ingenieur Jan Witteveen als technischen Manager - hart, um Fortschritte zu machen, während Fahrer wie Reggiani, Harada, Doriano Romboni und Jeremy McWilliams sie auf der Strecke repräsentierten.

In den kleineren Kategorien setzte sich der Erfolgslauf dank einer neuen Welle italienischer Talente fort. Ein weiterer 125ccm Titel kam dank Roberto Locatelli (2000) und Marco Melandri und Manuel Poggiali (2002, beziehungsweise 2003) siegten in der 250ccm Klasse.

Währenddessen ging Aprilias Streben nach Erfolg in der Königsklasse weiter. Die technischen Vorschriften änderten sich und es wurde von 500 auf 990ccm gewechselt. Die MotoGP™ Ära hatte begonnen und das Aprilia-Projekt war ehrgeizig. Um den japanischen Giganten Honda und Yamaha Konkurrenz zu machen, fuhr Aprilia mit einem leichten 3-Zylinder Prototyp, der RS Cube.

Trotz aller Anstrengungen von Regis Laconi, Colin Edwards, Noriyuki Haga, Garry McCoy und McWilliams erhielt Aprilia nicht die gewünschten Ergebnisse und zog sich Ende der Saison 2004 aus der Spitzenkategorie zurück.

Dennoch konzentrierten sie sich weiter stark auf die 125ccm und die 250ccm Klassen und nahmen sich zahlreicher heranwachsender Stars aus dem Nachbarland Spanien an, die dem italienischen Hersteller nicht entgangen waren.

Das Engagement des Spaniers Alvaro Bautista lieferte den 125ccm Titel 2006 und mit Jorge Lorenzo gewannen sie 2006 und 2007 zwei weitere Titel in der 250ccm Klasse.

Zwei weitere Spanier - Julian Simon 2009 und Nico Terol 2011 - sicherten Aprilias letzte 125ccm Tite vor der Einführung des Moto3™ Formats. Aprilia zog sich aus beiden kleineren Klassen des Grand-Prix-Rennsports zurück und markierte damit das Ende einer sehr erfolgreichen Ära.

Die italienische Firma blieb als CRT-Lieferant in der Königsklasse mit ihrer ART Maschine, die von Aleix Espargaro und Randy de Puniet im Aspar Team pilotiert wurde - und in diesem Jahr mit Danilo Petrucci (Octo IodaRacing Team) in der Open Kategorie - in die Weltmeisterschaft involviert.

Am letzten Wochenende, zur 13. Runde der Saison 2014 in Misano, veröffentlichte Aprilia, dass sie 2015 mit einer Prototyp-Maschine komplett in die MotoGP zurückkehren werden. Verschiedene Aspekte des Projekts sind jedoch noch nicht definiert. Allerdings haben Aprilia und Gresini Racing schnell bekannt gegeben, dass Alvaro Bautista einer der Fahrer sein wird, der sie im nächsten Jahr auf der Strecke repräsentiert.

Aprilias Sportchef Romano Albesiano wird die Stricke hinter den Kulissen ziehen und eng mit Gresini Racing Manager Fausto Gresini zusammenarbeiten. Gresini war selbst einst Aprilia-Pilot und fuhr 1989 eine Werksmaschine in der 125ccm Klasse. 25 Jahre später schließt sich der italienische Teammanger wieder mit der berühmten italienischen Marke zusammen.

 

Tags:
MotoGP, 2014

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