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Ezpeleta: ‘Rossi ist ein Beispiel für alle Fahrer’

Ezpeleta: ‘Rossi ist ein Beispiel für alle Fahrer’

In einem Interview mit dem spanischen TV-Sender Movistar TV sprach Dorna Sports CEO Carmelo Ezpeleta über verschiedene aktuelle MotoGP™ Themen, wie den provisorischen Kalender für das nächste Jahr, die Ankunft neuer Hersteller in der Weltmeisterschaft, Valentino Rossis Rolle in diesem Sport und Jack Millers Sprung von der Moto3™ in die Königsklasse.

Der erste Punkt, der von Ezpeleta angesprochen wurde war, warum der Start der Weltmeisterschaft 2015 im Vergleich zu 2014 um eine Woche nach hinten verlegt wurde. Ezpeleta sagte: "Die Überschneidung mit einem weiteren sportlichen Event, einem großen Fußball-Spiel in der spanischen Liga ist ein Grund, da es nicht nur einen signifikanten Markt wie Spanien betrifft, sondern auch globales Interesse hervorruft. Es sind aber auch noch andere gleichwertig wichtige Angelegenheiten zu bedenken wie den Fakt, dass so nicht so viele Wochen zwischen Katar und Austin liegen, was der Grund für Beschwerden im letzten Jahr war. Es ist auch besser später zu starten, denn dann sollte die Feuchtigkeit in Katar geringer sein, was immer ein Problem beim Nachtrennen war."

Der provisorische Kalender, der am Freitag veröffentlicht wurde, beinhaltet 18 Grand Prix - wie in diesem Jahr. Brasilien ist erneut nicht drin. Ezpeleta erklärte dazu: "Die Strecke ist noch nicht fertiggestellt. Wir wollten dieses Mal lieber warten und haben volles Vertrauen, dass sie 2016 bereit sein wird. In dieser Saison hatten wir zahlreiche Anfragen von Ländern, die dabei sein wollen und es ist zu früh, weitere Entwicklungen voranzutreiben. Sicher ist, dass es weiterhin vier Rennen in Spanien geben wird, denn sie alle haben einen bestehenden Vertrag. Ab 2016 werden wir weitersehen."

Währenddessen ziehen die neuen Regeln für 2016 weitere Hersteller wie Suzuki und Aprilia an, eine Rückkehr in den Grand Prix zu wagen. KTM will 2017 ebenso in die Königsklasse kommen.

Ezpeleta kommentierte: "Wir sprechen mit keinem der Hersteller. Das sind die Marken selbst, die nach den Regeln entscheiden, dass sie Interesse haben zu kommen. Das ist, was wir erwartet hatten. Wir haben keinen davon aufgesucht und darum gebeten, in die MotoGP zu kommen. Vor der Bekanntgabe des Standard-ECU hat Suzuki bereits Interesse an einer Rückkehr bekundet. Aprilia sagte ursprünglich, dass sie 2016 zurückkehren und kommen jetzt aber schon ein Jahr früher."

Zu den Vorteilen der Open-Regeln für Hersteller wie Ducati bemerkte Ezpeleta: "Es gibt eine Einigung zwischen den drei aktuellen Herstellern. Es ist eine Regel, die den Open-Bikes und den Herstellern zugutekommt, die in den letzten Jahren nichts gewonnen haben oder zum Rennsport zurückkehren. Basierend auf ihren Ergebnissen werden sie den weichen Reifen verlieren. Ich denke, dass niemand glücklicher als Ducati wäre, diesen Vorteil sofort zu verlieren. Das Gleiche gilt für Suzuki im nächsten Jahr."

Zu Moto3™ Spitzenreiter Jack Miller, der im nächsten Jahr direkt in die MotoGP aufsteigt, sagte Ezpeleta: "Das ist eine einzelne Entscheidung. Wir denken, dass es normal ist, die Moto2 zu durchlaufen. Wir haben den Eindruck - der uns auch von den Fahrern bestätigt wurde, die durch die Moto2 gegangen sind -, dass es ein großartiger Trainingsort für die MotoGP ist. Aber wenn du die Kategorie auslassen willst, dann ist das deine Entscheidung und die deines Teams."

Nach seinem überragendem Sieg in Misano meinte Ezpeleta zur Rolle des extrem beliebten und erfolgreichen italienischen Fahrers Rossi in der Weltmeisterschaft: "Er ist ein Pfeiler der Meisterschaft, aber nicht der einzige wichtige Pfeiler. Ich habe nie verschwiegen, dass Valentino für uns etwas Besonderes ist. Er ist 35 Jahre alt, aber ich denke, dass das Alter dich nicht definiert, es ist eher der Wunsch, den du in dir trägst. Ich glaube, dass er körperlich ähnlich fit ist wie mit 25. In diesem Fall denke ich, dass es sogar das Gegenteil ist: dass er fitter ist als damals. Er ist ein derartiges Vorbild und dazu ein großartiger Fahrer. Er liebt seinen Job. Mit seinen Qualitäten ist er ein Mensch, der in der Lage ist, sich selbst neu zu erfinden, ein Bike zu fahren, das nicht zu seinem Fahrstil passt. Er weiß, dass es schnell ist. Er ist ein Beispiel dafür, was meiner Meinung nach ein Fahrer sein sollte."

 

Tags:
MotoGP, 2014, GRAN PREMIO MOVISTAR DE ARAGÓN

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