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Viñales: "Habe mich immer gut auf neue Motorräder eingestellt"

Viñales: "Habe mich immer gut auf neue Motorräder eingestellt"

Dass die Suzuki Motor Corporation in die MotoGP-WM zurückkehren würde, war lange ein Gerücht. Auch die Fahrer Aleix Espargaro und Maverick Viñales wurden in diesem Atemzug genannt. Am heutigen Dienstag kam die offizielle Bestätigung. In einem Interview mit motogp.com sprach Viñales über seine Erwartungen an die Saison 2015.

Die Bestätigung Suzukis kommt für Viñales gerade zur rechten Zeit: Der amtierende Moto3™-Weltmeister hat am letzten Wochenende gerade seinen zweiten Moto2™-Sieg gefeiert.

Maverick, der Deal mit Suzuki ist jetzt offiziell. Wir wirst du eine Herausforderung von diesem Kaliber angehen?
Ja! Jetzt ist es offiziell und ich bin gespannt. Dass eine Marke wie Suzuki dir vertraut bedeutet, dass du über die Jahre hinweg gut gearbeitet hast. Ich hoffe, dass ich ihnen geben kann, was sie von mir erwarten.

Wie sieht es mit der Verantwortung aus, wenn du jetzt ein MotoGP-Fahrer wirst? Und was ist damit, dass du jetzt mit so berühmten Fahrern auf der Strecke sein wirst?
Es wird fantastisch mit Jungs wie Valentino (Rossi), Marc (Marquez) und Jorge (Lorenzo) zu fahren… das wird bestimmt der Hammer. Es ist ein sehr schönes Projekt, aber wir werden extrem hart arbeiten müssen, um konkurrenzfähig zu sein.

Hast du den Eindruck, dass für dich alles sehr schnell geht oder verläuft deine Karriere ganz normal? Fühlst du dich bereit für die MotoGP?
Um ganz ehrlich zu sein, fühle ich mich immer bereiter. Mit jedem Rennwochenende komme ich in der Moto2 besser und besser zurecht. Ich weiß mehr über das Team und das Motorrad und kann mich jedes Mal an jede Strecke besser anpassen. Auch habe ich bei meinen eigenen Entscheidungen mehr und mehr Vertrauen.

Warst du überrascht, als Suzuki auf dich zukam und dass ein so renommierter Hersteller sein Vertrauen in einen MotoGP-Rookie wie dich setzen möchte?
Natürlich... Am Anfang habe ich gedacht, dass das ein Witz ist. Ich war gerade in meiner ersten Moto2-Saison und plötzlich wollte mich ein großer Hersteller wie Suzuki haben. Zuerst denkst du dir: ‚Die wollen in ein paar Jahren mit mir sprechen’, aber am Ende wollten sie mich schon für nächste Saison und wir konnten uns einig werden. Das ist wie ein Traum. Ich bin sehr froh, dass ich in die Königsklasse aufsteigen werde und ich würde gern sofort damit anfangen.

Glaubst du, dass du im Vergleich zu deinem Teamkollegen Aleix Espargaro eine ähnliche Position einnehmen wirst, oder wird er aufgrund seiner Erfahrung in der MotoGP eine wichtigere Rolle bei der Entwicklung des Motorrades einnehmen?
Natürlich, ich glaube, dass Aleix hier eine sehr wichtige Rolle spielen wird und gerade wenn es an die Entwicklung des Motorrades geht. Für mich wird alles neu. Wie auch immer, ich konnte mich immer schnell auf neue Motorräder einschießen und ich werde definitiv versuchen, mein Bestes zu geben.

In wenigen Tagen geht es zum nächsten Grand Prix in Japan. Wirst du dort die Leute von Suzuki treffen oder das Werk besichtigen...
Im Moment ist da nichts geplant. Ich werde warten und sehen, was diese Woche passiert. Aber ich würde das Werk gern sehen und die Leute dort treffen!

Wie sehr hast du die Fortschritte des Motorrades über die Test-Saison 2014 verfolgt?
Ganz genau. Ich habe alles verfolgt und habe mir die Zeiten genau angesehen. Ich weiß, dass sie sich extrem verbessert haben, aber es ist klar, dass wir nicht wissen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen, ehe wir das Bike selbst gefahren sind.

Letzte Woche hast du in Aragon gewonnen und den Rookie of the Year Award geholt. Bedeutet dir das viel?
Natürlich! Ich hatte in dieser Klasse einen engen Kampf mit Luis Salom erwartet, der auch ein Rookie ist und mit dem ich letztes Jahr in der Moto3 gekämpft habe. Bisher hat Luis etwas mehr Probleme gehabt, aber ich bin schon Rookie of the Year geworden – und dass das vier Rennen vor Schluss schon sicher ist, ist umso besser.

Hast du für den Rest der Saison irgendwelche besonderen Ziele? Vizeweltmeister zum Beispiel?
Noch Weltmeister zu werden wäre jetzt sehr schwierig, aber ich hoffe, dass ich Mika Kallio auf Gesamtrang zwei noch einholen kann. Ich muss aber trotzdem alles geben (Viñales ist derzeit Dritter mit 41 Punkten Rückstand auf Kallio). Das ist in den letzten vier Rennen mein klares Ziel. Ich glaube, dass Tito (Rabat) den Titel im Kopf haben wird, darum werde ich versuchen, meinen Vorteil zu nutzen und noch ein weiteres Rennen zu gewinnen.

Tags:
MotoGP, 2014, GRAN PREMIO MOVISTAR DE ARAGÓN, Maverick Viñales

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