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Aleix Espargaro: „Komme am Gipfel meiner Karriere zu Suzuki"

Aleix Espargaro: „Komme am Gipfel meiner Karriere zu Suzuki"

Am Dienstag wurde offiziell bekannt gegeben, dass Suzuki 2015 in die MotoGP™ zurückkehren wird. Aleix Espargaro und Maverick Viñales werden die beiden Fahrer sein. Espargaro hat nun über seine Eindrücke und Erwartungen mit der neuen Aufgabe gesprochen.

Aleix Espargaro ist in den letzten Saisons das Maß der Dinge auf CRT- und Open-Klasse Motorrädern gewesen, daher hat er jetzt einen Platz in einem Werksteam bekommen. Als dies am Dienstag offiziell bestätigt wurde, twitterte der Spanier: „Wirklich happy bekanntgeben zu dürfen, dass ich nächstes Jahr für Suzuki fahre! Richtig motiviert für dieses neue Abenteuer!“

MotoGP.com sagte der Spanier aus Granollers in der Nähe der Piste von Barcelona-Catalunya: „Ich bin wirklich glücklich, denn ich glaube, dass ich in den letzten drei Jahren einen guten Job gemacht habe. Suzuki ist ein sehr großes Werk und der offizielle Fahrer für so eine Marke wie Suzuki zu sein, ist eine Ehre. Das ist etwas, wovon ich jahrelang geträumt habe.“

Davide Brivio, Team Manager, hat beim Launch der GSX-RR gesagt, dass es ein komplett neues Motorrad ist. Was erwartest du, wenn du in die Box gehst?
„Ich bin mir sicher, dass es schwierig wird, denn die Tests sind dieses Jahr nicht so gut gelaufen, wie Suzuki gehofft hatte. Ich habe viel mit David gesprochen und ich weiß, dass sie Tests wegen Regen auslassen mussten. In Aragon konnten sie aufgrund von Schlammregen nicht fahren. Ich weiß, dass es harte Arbeit und nicht einfach wird, aber das ist ein Werks-Team und das bedeutet auch, dass sie unbedingt gewinnen wollen. Sie wollen so viel wie möglich von ihrer Seite her tun, genau wie Maverick und ich, um Suzuki an die Spitze zurückzubringen.

Brivio hat auch gesagt, dass das Level von Ducati die erste Messlatte für Suzuki ist...
„Ja, es ist klar, dass es am Anfang falsch wäre, uns mit Honda oder Yamaha vergleichen zu wollen. Wir müssen da auf dem Boden bleiben. Auch an Ducati ran zu kommen, wird nicht einfach, die haben zuletzt einen unglaublichen Job gemacht und waren in den Rennen konkurrenzfähig. Dovizioso fährt eine Super-Saison. Aber wenn ich eine Challenge annehme, will ich an der Spitze fighten, kämpfen, um so schnell wie möglich auf das Podest zu fahren. In dem Moment, wo du andere Angebote auf offiziellen Motorrädern ablehnst, um zu einem Werk wie Suzuki zu gehen, ist das, weil du das beste haben willst. Aber natürlich muss ich mich am Anfang gedulden und das Motorrad entwickeln.“

2014 läuft es für dich in der Open-Klasse wieder gut und du hast zwei Jahre erfolgreich die CRT gemeistert. Es scheint, dass dieses Projekt genau zum richtigen Zeitpunkt für dich kommt?
„Ich bin 25. Ich bin nicht allzu jung, aber ich habe noch einen langen Weg vor mir. Ich glaube die beste Phase meiner Karriere hat vor drei Jahren mit (Jorge Martinez) Aspar begonnen. Dank ihm habe ich diese Chance bei Suzuki, denn er hat an mich geglaubt, als es kein anderer tat. Ich bin in Jorges Team sehr gewachsen und dieses Jahr mit Forward-Yamaha noch einmal. Ich weiß nicht ob es richtig ist, das über mich selbst zu sagen, aber ich glaube, dass ich bei Suzuki auf dem Gipfel meiner Karriere ankomme. Ich bin bereit für diese Challenge und ich werde wie der Teufel arbeiten, um für Suzuki gute Ergebnisse zu holen.“

2016 werden in der MotoGP-Klasse einige Änderungen in Kraft treten. Siehst du das als große Chance, um Ergebnisse zu holen?
„Das ist einer der Gründe, warum ich mich für Suzuki entschieden habe. Ich weiß, dass 2016 vieles anders wird und wenn es so große Veränderungen gibt sind es die großen Teams, die sich am schnellsten anpassen können. Ein Werks-Team hat das Potenzial sich schnell anzupassen und ich denke, dass das ein interessantes Jahr wird. Es braucht Zeit mit dem Motorrad, die Elektronik wird für alle gleich sein, es gibt andere Reifen. Das ist ein Jahr, von dem wir uns viel erhoffen.“

Das letzte Suzuki-Podest stammt von Chris Vermeulen in 2007 und der letzte WM-Titel liegt mit Kenny Roberts Jr. 2000 noch weiter zurück. Sind das Ziele für dich?
„Es ist klar sehr schwer, über WM-Titel nachzudenken, aber das ist das Ziel aller Ingenieure in Japan, der Fahrer und des Teams, um das Maximum zu kämpfen. Wir werden dann sehen, was passiert. Aber es stimmt schon, Suzuki ist eine Marke mit einer großen Geschichte im Rennsport, Weltmeister. Es ist nicht so lange her, dass Roberts Jr. Weltmeister wurde.“

„Suzuki hat viele Jahre kein 100-prozentig offizielles Team in der Weltmeisterschaft gehabt. In den letzten Saisons hatten sie das Team an Paul Denning outgesourct und es lief nicht alles wie erwartet. Jetzt ist es ein vollständiges Werks-Team. Sie werde alles geben, denn das Ziel ist es, zu gewinnen. Wir werden sehen, wie lange das dauert, aber es ist klar das Ziel, an der Spitze zu sein. Sie sind sehr optimistisch und wollen von Beginn an um das Podest kämpfen. Ich selbst spüre ehrlich gesagt auch, dass ich mit Suzuki etwas Großes erreichen kann.“

Wie glaubst du wird mit Maverick alles laufen, er wird ein Rookie in dieser Klasse sein? Wirst du mehr Einfluss auf die Entwicklung des Motorrades haben, da du mehr Erfahrung in der MotoGP hast?
„Ich freue mich einen hochkarätigen Teamkollegen zu bekommen, denn das ist dein erster Gegner. Und wenn er Talent hat, musst du noch mehr aus dir herausholen. Bei diesem Projekt ist es sehr wichtig, dass wir von Beginn an gleich arbeiten. Ich glaube, dass wir zusammen besser werden können, aber klar ist meine Erfahrung aus den letzten drei Jahren und bei der Entwicklung von Motorrädern und mit der MotoGP-Elektronik größer. Maverick hat da keine. Zunächst wird es für ihn schwer, aber er ist ein Fahrer mit einem unglaublichen, natürlichen Talent. Er lernt schnell und ich bin mir sicher, dass er schon nach zwei oder drei Rennen mit mir fighten wird. Meiner Meinung nach hat Suzuki auf die Zukunft gesetzt und sich den talentiertesten Fahrer herausgesucht, der in die MotoGP kommen kann.“

Tags:
MotoGP, 2014, Aleix Espargaro

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