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MotoGP™ en route nach Fernost: Holt Marquez den Titel?

MotoGP™ en route nach Fernost: Holt Marquez den Titel?

MotoGP™ Weltmeister Marc Marquez hat an diesem Wochenende bei Runde 15 der Saison, dem Motul Grand Prix of Japan in Motegi, den ersten Matchball in seinen Händen, um den 2014er Titel der Premier Class vorzeitig zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Der im Besitz von Honda befindliche Twin Ring Motegi wurde erstmals 1999 in den WM-Kalender aufgenommen und seit damals wurde jedes Jahr ein Grand Prix dort abgehalten. Dieses Wochenende wird der Grand-Prix-Tross bereits zum 16. Mal auf der winkeligen Piste ihre Zelte aufschlagen. Dieses Rennwochenende ist gleichzeitig auch der Auftakt einer anstrengenden Phase der Meisterschaft, mit dem alljährlich im Oktober stattfindenden Triple-Header an drei Wochenenden. Gleich im Anschluss an den Besuch in Japan übersiedelt man nach Australien, bevor es nach Malaysia weitergeht.

Obwohl Marquez zuletzt in Aragon nur auf Rang 13 ins Ziel kam, war er dennoch eine Position vor seinem Repsol Honda-Teamkollegen und ersten Verfolger in der Meisterschaft, Dani Pedrosa, platziert. Mit diesem Ergebnis baute er seinen Vorsprung auf 75 Punkte aus.

Um den Titel in Motegi zu gewinnen muss Marquez vor seinem Teamkollegen ins Ziel kommen. Ausserdem darf er nicht mehr als drei Punkte auf Valentino Rossi und nicht mehr als 15 Zähler auf Jorge Lorenzo einbüssen.

Alle Fans, die Marquez an diesem Wochenende fest die Daumen drücken, können für ihren Support den Hashtag #MM93TitleChance verwenden.

Neben weiteren Szenarien, bei den Marquez den Titel erfolgreich verteidigen würde, gehören natürlich auch der Sieg am Sonntag, oder das Rennen als Zweiter oder Dritter vor Pedrosa und Rossi zu beenden. Der Twin Ring Motegi war bereits zwei Mal Schauplatz einer Titelentscheidung in der Premier Class MotoGP™, nämlich als 2007 Casey Stoner (Ducati) und 2008 Rossi (Yamaha) Weltmeister wurden. Von dem her hat Marquez die besten Chancen als erster Honda-Pilot die Krone auf Heim-Territorium in Empfang zu nehmen.

Seine Kontrahenten werden natürlich nichts unversucht alles, um dies zu verhindern. Pedrosa zum Beispiel kann auf überaus erfolgreiche Rennen in Motegi zurückblicken, ist er doch der Pilot mit den meisten Grand-Prix-Siegen in Motegi – insgesamt stand er vier Mal ganz oben auf dem Podium, zwei Mal in MotoGP und zwei Mal in den kleineren Klassen. So wie Marquez wird auch Pedrosa an diesem Wochenende versuchen den Aragon-Crash auszubügeln, der ihm wertvolle Punkte für die Meisterschaft kostete.

Valentino Rossi musste in Aragon ebenso einen Sturz verkraften. In seinem Fall war es allerdings ein schlimmer Unfall, der sein Rennen frühzeitig beendete und ausserdem musste Rossi zu vorsorglichen Untersuchungen am Kopf in ein Krankenhaus gebracht werden. Zum Glück kam der Italiener bei diesem Sturz relativ glimpflich davon und er wird an diesem Wochenende im Kampf um die Podiumsplatzierungen wieder eine wichtige Rolle spielen. Tatsächlich stand Rossi bereits neun Mal in Motegi auf dem Podium, inklusive zwei Triumphe.

Im vergangenen Jahr schaffte es nach langer Zeit Rossi’s Movistar Yamaha MotoGP-Teamkollege Jorge Lorenzo als Erster das MotoGP-Rennen von der Pole-Position aus zu gewinnen. Zum letzten Mal wurde diese Ehre Loris Capirossi 2006 zu teil. Nach seinem ersten Saisonsieg zuletzt in Spanien reist Lorenzo nun mit gestärkten Selbstvertrauen nach Japan.

Ducati Team’s Andrea Dovizioso war ein weiterer Fahrer, der im 14. Saisonrennen am vorletzten Sonntag durch Sturz ausschied. Zum Glück blieb auch er unverletzt. Viel bitterer musste er allerdings zur Kenntnis nehmen, dass er seiner Meinung nach in diesem Rennen um Sieg kämpfen hätte können, wäre er in der Schlussphase nicht ausgeschieden. Auf der anderen Seite in der Ducati-Box freute sich Cal Crutchlow über sein erstes Saisonpodium. Crutchlow will nun in seinen vier letzten Rennen für den italienischen Hersteller diese Saison in guter Form abschließen.

Aleix Espargaro (NGM Forward Racing) kann auf mehr als ereignisreiche Wochen zurückblicken. Einerseits aufgrund seines ersten MotoGP-Podiums am MotorLand Aragon und der anschließenden Ankündigung als Suzuki-Werkspilot für 2015. Espargaro möchte bei den Überseerennen natürlich weitere Top-5-Platzierungen einfahren, doch seine unmittelbaren Gegner werden auch in der finalen Phase der Meisterschaft bestimmt nicht locker lassen.

Tags:
MotoGP, 2014, MOTUL GRAND PRIX OF JAPAN

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