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Reifenstrategie mit neuem Material auf Phillip Island der Knackpunkt

Reifenstrategie mit neuem Material auf Phillip Island der Knackpunkt

Bridgestone hat dieses Wochenende einen neuen asymmetrischen Slick vorn eingeführt. Außerdem standen nach dem Test Anfang des Jahres auch neue Hinterreifen zur Verfügung. Die Fahrer bekamen am Freitag auf Phillip Island daher einziges zum Ausprobieren.

Kühl war es am ersten Tag zum Tissot Australien Grand Prix. Die Temperaturen spielten eine wichtige Rolle und Jorge Lorenzo, Andrea Dovizioso, Pol Espargaro, Alvaro Bautista und Andrea Iannone fielen mit wegrutschendem Vorderrad zu Boden.

Im Tech Talk Video vom Freitag hat motogp.com Boxengassen-Reporter Dylan Gray mit Carmine Moscaritolo von Bridgestone über die Reifenstrategien der Piloten gesprochen, welche Faktoren diese beeinflussten und wie die Vorder- und Hinterreifen funktioniert haben. Lorenzo und Valentino Rossi gaben derweil ihre Sicht zu Protokoll.

Die am Wochenende auf Phillip Island zur Verfügung stehenden Optionen an Vorderreifen sind die symmetrischen Extra-Soft und Soft-Mischungen, sowie die neue, weiche asymmetrische Mischung. Lorenzo stürzte mit dem neuen asymmetrischen Vorderreifen, der am Freitag seine Premiere feierte.

„Der asymmetrische Vorderreifen war für diese Bedingungen vielleicht etwas zu hart“, so der Movistar Yamaha MotoGP Pilot. „Es war die 32 (Mischungstyp) links und in der Mitte, sowie die 31 rechts. Ich konnte das Gewicht des Motorrades nicht auf die 31 pushen. Ich war auf der Mitte, dem härtesten Teil des Reifens, und mir klappte ohne Vorwarnung einfach das Vorderrad weg. Daraus musst du lernen und versuchen, morgen den besten Reifen auszuwählen. Wenn es etwas wärmer wird, ist der Asymmetrische bestimmt eine gute Option.“

Rossi wollte gerade die asymmetrische Mischung vorn probieren, als Lorenzo stürzte. Mit seinem Team entschied er sich daher, beim Extra-Soft Vorderreifen zu bleiben.

„Genau in dem Moment, als wir den Vorderreifen ins Bike steckten, stürzte Jorge“, erklärte der Italiener. „Wir haben entschieden abzuwarten und zu sehen, ob er wegen Reifenproblemen gestürzt ist. Wir haben entschieden, mit unserem Reifen weiter zu machen. Es hängt noch von den Bedingungen ab, aber ich fühle mich mit dem Reifen sehr wohl. Wir werden morgen sehen, ob wir den Asymmetrischen probieren müssen.“

Letztes Jahr gab es auf Phillip Island ein Problem bei der Abnutzung der hinteren Pellen, darum wurde im März ein Reifentest einberufen. Am Freitag nahm Moscaritolo von Bridgestone zur gegenwärtigen Situation Stellung. „Insgesamt betrachtet, der neue Asphalt und seine raue Oberfläche auf einer Strecke, die eh schon alles abverlangt, haben die Slicks hinten, die wir mit hier her gebracht haben, etwas weniger Leistung. Das ist so, wenn man mehr Haltbarkeit braucht. Aber das Leistungslevel ist recht konstant. Wir haben bei einigen Fahrern, wie Valentino Rossi, gesehen, dass sie ihre schnellsten Zeiten nach 20 Runden gefahren sind. Das ist für uns eine sehr positive Entwicklung, denn auch wenn die Rundenzeiten insgesamt etwas langsamer sein könnten, ist das Leistungslevel über eine Renndistanz recht konstant und das ist für die Sicherheit der Fahrer wichtig.“
 

Tags:
MotoGP, 2014, TISSOT AUSTRALIAN GRAND PRIX, Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Movistar Yamaha MotoGP

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