Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Rossi blickt auf Fortschritte 2014 zurück

Rossi blickt auf Fortschritte 2014 zurück

In der Saison 2014 machte der neunfache Weltmeister Valentino Rossi in Sachen Konkurrenzfähigkeit einen Schritt nach vorn. Er verbuchte 13 Podestplätze und zwei Siege.

Der brillante Italiener beendete seine 15. Saison in der Königsklasse als Vizeweltmeister der MotoGP™ World Championship und verlängerte seinen Vertrag mit Movistar Yamaha MotoGP um zwei weitere Jahre - was bedeutet, dass er bis mindestens Ende 2016 im Werksteam bleiben wird.

Zu seinen neun WM-Titeln hat Rossi nun 196 Podestplätze und 108 Siege angesammelt und blickt weniger überraschend sehr positiv auf ein weiteres erfolgreiches Jahr zurück...

Die Saison ist vorbei. Kannst du deine Leistung einschätzen?

VR: “Ich bin sehr glücklich über meine Leistung in dieser Saison. Die Balance war sehr positiv. Für mich war das die Schlüsselsaison, die über meine Zukunft entscheidet. Letztes Jahr war ich nicht sehr glücklich und musste nun entscheiden, ob ich weitermache oder nicht. Mein Ziel war es, an der Spitze zu sein, gegen die Top-3-Fahrer zu kämpfen und in jedem Rennen zu versuchen, aufs Podest zu fahren. Letztes Jahr war das nicht immer möglich. Ich bin glücklich, dass es mir in diesem Jahr gelungen ist. Ich habe zu Saisonbeginn einige große Änderungen vorgenommen, aber sie haben funktioniert und ich bin glücklich darüber. Während der Saison war ich im Rennen immer stark. Ich hatte gute Rennen und gute Kämpfe."

Was denkst du über die diesjährige M1? Zu Beginn der Saison fehlte etwas Leistung, aber in der zweiten Saisonhälfte gewann die M1 Rennen mit dir und Jorge (Lorenzo).

VR: "Unsere M1 hat sich während der Saison stark verbessert, besonders dank der guten Arbeit unserer beiden Crews. Silvano, Ramon und alle Ingenieure und Mechaniker haben sehr gut gearbeitet. Insgesamt konnten wir das Bike verbessern, um es konkurrenzfähig zu machen und wieder zum Sieg zu führen. Es ist schade, dass wir die Leistung nicht schon zuvor verbessern konnten, denn die größte Lücke auf Marc (Marquez) bildete sich zu Saisonbeginn und dann war es schwierig, sie wieder zuzufahren. Wenn wir die Saison jetzt noch einmal starten könnten, wäre es anders, aber das ist okay. Was Wichtiger ist, ist, dass sich das Bike stark verbessert hat und jetzt konkurrenzfähig ist."

Die Ergebnisse in dieser Saison waren fantastisch. Die Zahlen sprechen für sich. Was bedeutet es als Fahrer und als Mensch, auf so hohem Niveau zurück zu sein?

VR: “Es ist als Mensch und auch als Fahrer eine große Befriedigung, denn in den letzten Jahren lief es nicht gut. Die zwei Jahre mit Ducati waren sehr schwierig. Letztes Jahr war ich viel besser, aber nicht gut genug, um alles zu geben, was ich kann, also habe ich einige harte Entscheidungen getroffen. Sie waren groß, sogar riskant, aber jetzt ist es eine große Befriedigung nach vielen Podestplätzen und ein paar Siegen hier zu sein. Das motiviert mich noch mehr und ich hatte viel Spaß, weil ich wusste, dass ich konkurrenzfähig genug war, zwei Rennen zu gewinnen und fast in jedem Rennen gegen Lorenzo oder Marquez um den Sieg kämpfen konnte. Das war mein Ziel."

Welcher war der glücklichste Moment der Saison?

VR: “Das Beste war der Sieg in Misano vor all meinen Fans. Ich konnte beim Italien Grand Prix nach fünf Jahren wieder auf die oberste Stufe klettern und das war großartig. Ich habe dieses Rennen geliebt. Ich habe es wirklich genossen und hatte richtig tolle Emotionen. Den zweiten Sieg genoss ich aber noch ein bisschen mehr, denn in Misano war ich etwas zu aufgeregt. Auf Phillip Island konnte ich den Sieg noch etwas mehr schätzen. Ich habe es wirklich genossen!"

Wir wissen, dass du dich nach den letzten schwierigen drei Jahren körperlich und mental gut vorbereitet hast. Aber wie konntest du ein so starkes Comeback zeigen?

VR: “Ich denke, das Geheimnis ist zu verstehen, dass du noch immer Teil des Spiels sein willst. Um das zu sein, musst du alle Siege vergessen, die du in früheren Jahren holen konntest und sehr bescheiden sein. Du musst außerdem auch realisieren, dass du hart arbeiten musst, wenn du weitermachen willst. Wenn du dich zu sehr auf deinen früheren Erfolgen ausruhst und sagst "ok, ich habe neun WM-Titel und über 100 Rennen gewonnen", dann bleibst du besser zu Hause. Der Sport, deine Rivalen, die Reifen, dein Motorrad - alles ändert sich, also musst du stattdessen noch härter arbeiten, um stärker zu sein. Wenn du das nicht machst, dann bist du erledigt."

In der zweiten Saisonhälfte hast du deinen Hauptrivalen eine deutliche Botschaft übermittelt. Wie kannst du ihnen noch mehr Druck machen und wie kann die Yamaha dabei helfen, den zehnten Titel zu holen?

VR: “Ich glaube noch immer daran, wie ich schon immer gesagt habe. Nach diesem Jahr noch mehr, denn wir sind an der Spitze. Wir sind wirklich dicht an unseren Rivalen dran, aber es wird schwierig. Lorenzo wird nächstes Jahr stärker sein und Marquez gewann den Titel mit 13 Rennen - ich dagegen siegte nur zwei Mal. Das bedeutet, er gewann 11 Rennen mehr als ich. Der Unterschied ist groß. Um diese Lücke zu schließen, müssen wir mit dem Team, mit Silvano noch härter arbeiten und auch mit Yamaha, um uns zu helfen. Ich denke, dass die Honda besonders zu Beginn dieses Jahres viel konkurrenzfähiger war als unser Bike und die erste Saisonhälfte für Marc zu leicht war. Wenn wir es ihm schwerer machen wollen, müssen wir näher an ihm dran sein."

 

Tags:
MotoGP, 2015, Valentino Rossi

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›