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Marquez: „Erfolg kann unangenehm sein"

Marquez: „Erfolg kann unangenehm sein"

In einem offenen und ehrlichen Interview mit motogp.com hat Marc Márquez nach seinem zweiten MotoGP™ Weltmeister-Titel tiefe Einblicke gegeben. Er sprach über das gestiegene Medieninteresse 2014 und gab zu, dass es manchmal sehr unangenehm sein kann, im Rampenlicht zu stehen.

Marc Márquez hat 2014 einmal mehr die Geschichtsbücher neu geschrieben: Er sammelte mehr Pole Positions und Grand Prix Siege als jemals vor ihm ein anderer Fahrer in einer einzigen Saison der Königsklasse. Logischerweise stand Márquez damit bei den meisten Pressekonferenzen und Media-Meetings im Mittelpunkt. In den letzten fünf Jahren wurde er vier Mal Weltmeister. Manch einer mag behaupten, dass sich der 21-jährige Spanier an dieses weltweite Interesse gewöhnt haben mag, doch er selbst gibt zu, dass genau das manchmal eine großer Herausforderung darstellt.

„Ich erinnere mich noch, wie den anderen Fahrern immer wieder die gleichen Fragen gestellt wurden“, sinniert Márquez. „Das waren Fragen wie: ‚Was brauchst du, um Márquez zu schlagen?’ und ‚Wie kannst du Márquez stoppen?’. Irgendwie habe ich mich dabei unwohl gefühlt, denn als Fahrer weiß ich wie es sich anfühlt, wenn sie dich über deinen Gegner fragen und nicht über dich selbst. Wenn das nur ein, zwei Fragen sind, ist das ok, aber wenn du immer wieder die gleichen Dinge gefragt bekommst, die gleichen Fragen über deinen Kontrahenten... Ich habe mir Sorgen gemacht, dass mich auch irgendwann die Fahrer, mit denen ich gut klar komme, hassen würden!“

„Es war etwas bizarr. Eigentlich ist es ja so, dass je mehr du gewinnst, desto größer ist dein Vorteil. Der Druck sollte eigentlich weniger werden, denn jedes Mal, wenn du gewinnst, musst du das nächste Mal weniger riskieren, um für die Meisterschaft zu pushen. Stattdessen hatte ich nach jedem Sieg immer mehr und mehr Druck, denn es fühlt sich an, als würden die Leute nur auf einen Fehler von mir warten. Ich habe immer gespürt, dass der Tag, an dem ich scheitere, große Schlagzeilen bringen wird. Letzten Endes war es, als ich in Brünn Vierter wurde, sogar eine große Erleichterung, denn dann konnte ich zu mir selbst sagen: ‚Ok, jetzt hören die Leute auf zu fragen, ob ich alle Rennen gewinnen kann... sie machen weiter, die Dinge werden wieder normal laufen und ich kann mich wieder mehr auf mich selbst konzentrieren.“

2015 wird Marc Márquez versuchen der erste Fahrer seit Valentino Rossi Mitte des letzten Jahrzehnts zu werden, der drei Königsklasse-Titel in Folge gewinnt.

Tags:
MotoGP, 2014, Marc Marquez, Repsol Honda Team

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