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Miller: ‘Die grösste Erfahrung, die ich je mit einem Motorrad gemacht habe’

Miller: ‘Die grösste Erfahrung, die ich je mit einem Motorrad gemacht habe’

Im Anschluss an seine Schulteroperation am Dienstagabend in Barcelona, nahm sich Jack Miller Zeit für ein ausführliches Gespräch mit motogp.com.

Der Australier ist bereit für den beispiellosen Sprung von der Leichtgewichtsklasse Moto3™ in die Premier Class MotoGP™, nachdem Miller im vergangenen Monat bereits Testsessions in Valencia und Sepang absolviert hat. Zuletzt in Malaysia schwang sich der Queenslander zum ersten Mal in den Sattel der 2015er Version der Kunden-Honda, bevor er sein Abenteuer mit CWM LCR Honda im kommenden Februar auf gleicher Piste fortsetzen wird.

Jack, wir treffen uns schon wieder hier in einem Krankenhaus. Zunächst einmal, wie fühlst Du Dich?

“Es fühlt sich hier fast wie ein zweites Zuhause an! Ich fühle mich auf der rechten Seite definitiv etwas leichter. Dr. Mir hat sieben Schrauben und zwei Platten rausgenommen.“

Bitte erzähle uns nochmals wie es zu dieser Verletzung gekommen ist …

“Ich habe mir die Schulter zuerst 2012 in der Moto3™ gebrochen. Dann habe ich sie mir letztes Jahr in Indianapolis wieder gebrochen, bin aber den Rest der Saison zu Ende gefahren. Da es nicht komplett ausgeheilt war, wurde die Platte verbogen. Dann bin ich Ende letzten Jahres in Jerez beim Testen gestürzt, da hat’s die Platte zerhauen und den Knochen wie Holz in zwei Teile gespalten.

“Letztes Jahr hatte ich eine große Operation, um das wieder zusammenzufügen. Grundsätzlich haben sie auf jeder Seite des Knochens zwei Schrauben eingesetzt, damit es passt. Dieses Jahr waren die Schrauben nicht mehr richtig fest im Knochen, denn sie waren nie richtig eng genug beisammen. Ende der Saison wurden sie dann etwas locker und ich hatte diesen hammermäßig aussehenden Klumpen auf meiner Schulter.

“Ich kann jetzt wieder 100 Prozent fit werden. Es wird noch ein paar Tage dauern, ehe die Narbe verheilt ist, aber dann sind wir für 2015 wieder gut aufgestellt.“

Kommen wir auf den Sepang-Test Anfang Februar zu sprechen. Wirst Du bis dahin 100 Prozent fit sein?

“Ja, ich hoffe doch! Bis dahin haben wir ja noch eine Weile Zeit. Ich bin wirklich happy, weil wir ja schon in der Lage waren, einen Test in Sepang zu fahren. Es war auf jeden Fall schön und sehr warm dort [lacht], aber es hat mir trotzdem gefallen. Es ist die grösste Erfahrung, die ich jemals auf einen Motorrad erlebt hatte. Die Geraden werden um einiges kürzer als mit dem alten Moto3-Bike und man verbringt viel weniger Zeit tief geduckt hinter der Verkleidungsscheibe, das ist 100 Prozent sicher!“

Beim Vergleich Moto3 und MotoGP, du musst jetzt mit einem Unterschied von mehr als 200 PS zurechtkommen. Das muss doch ein richtiger Schock beim ersten Test in Valencia gewesen sein…

“Das war es auf jeden Fall, das ist sicher. Aber das neue Motorrad, das ich danach in Malaysia gefahren bin, das ist nochmals etwas anderes. Es ist ein weiterer Schritt – es ist unglaublich. Wir haben immer noch nicht alle Systeme wie Anti-Wheeling oder Traction Control im Einsatz (einfach nur um ein anfängliches Gefühl für das Motorrad ohne zu vieler elektronischer Hilfen zu bekommen), aber in einigen Punkten erreichen wir schon die Grenzen und in jeder Kurve kämpfen wir mit einem viel zu viel durchdrehenden Hinterrad.

“Ich komme aus der Dirt-Track-Szene, daher habe ich diesbezüglich etwas Erfahrung. Ich geniesse es daher in vollen Zügen mit der Motorleistung zu spielen und die Körperhaltung richtig einzusetzen, um wirklichen mit maximalen Speed aus den Kurven zu kommen. In Malaysia, mit der wunderschönen Kurve wie Turn 3, wo man ein bisschen Gegenlenken kann, macht das Fahren mit diesem Bike umso mehr Spass.“

Tags:
MotoGP, 2015, Jack Miller, LCR Honda

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