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Rainey: Die besten Fahrer werden immer gewinnen

Rainey:  Die besten Fahrer werden immer gewinnen

MotoGP™ Legende Wayne Rainey hat der US-Amerikaner mit motogp.com über die aktuellen Stars wie Weltmeister Marc Márquez und seine Rivale.

Der dreifache 500ccm Weltmeister Wayne Rainey sprach über seine Eindrücke über die derzeitige Szene in der Motorrad Weltmeisterschaft. Seine Ausführungen begann er über die starken Leistungen von MotoGP-Weltmeister Marc Márquez in den letzten beiden Saisons für Repsol Honda, die in zwei Königsklasse-Titeln gipfelten...

Welchen Eindruck hast du über Marc Márquez und seine beiden Jahre gleich an der Spitze der MotoGP?
„Was für mich an Márquez ziemlich klar erscheint, ist seine Leidenschaft und dass er das Rennfahrer liebt. Er liebt die Fights und er will, dass die anderen mit ihm kämpfen. Denn wenn du Rennen fährst und einen Fight mit irgendjemandem hast ist es egal, ob du gewinnst oder verlierst - du freust dich über den Fight. Darum fährst du, es geht um mehr, als nur das Rennen zu gewinnen.“

„Du arbeitest sehr hart und du denkst darüber nach, keine Fehler zu machen und wo du an dem Fahrer vorbei kommst, wo du schneller sein kannst. Du denkst dir eine Strategie aus und was dir dein Motorrad sagt, du denkst über den Typen nach, der versucht an dir vorbei zu kommen oder du versuchst, jemanden einzuholen. Da spielen so viele Emotionen zusammen und eines der besten Gefühle überhaupt ist es, wenn du vor deinem Kontrahenten über die Ziellinie fährst. Das ist es, worauf dich all die Arbeit an einem Wochenende vorbereitet. Wenn du durchs Fahrerlager läufst, willst du immer denken, dass du der Beste bist und der einzige Weg, um das zu wissen, sind deine Ergebnisse. Im Moment hat Márquez die besten Ergebnisse.“

Hat dich überrascht, wie stark Valentino Rossi seine Ergebnisse 2014 wieder steigern konnte?
„Ich bin zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere nicht über Valentino überrascht. Ich erinnere mich an das Gefühl, als ich 22 oder 26 war, und als ich 31 oder 32 oder Valentinos Alter war. Das eine, was du brauchst, ist Erfahrung. Du weißt, was wichtig und was nicht ist. Wenn du jung bist und den Helm auf hast, willst du immer und jederzeit schnell fahren. Wenn du älter bist, wie bei einem guten Wein, weißt du, wo du schnell fahren kannst, wo du schnell fahren musst und wo das nicht so wichtig ist. Ich glaube, dass Valentino das genau weiß.“

Sein Teamkollege bei Movistar Yamaha MotoGP, Jorge Lorenzo, hat Ende 2014 wieder regelmäßig um Siege gekämpft. Was denkst du über dessen jüngste Ergebnisse?
„Es ist anders, wenn du Rennfahrer bist und ganz oben und dann kommt jemand Neues und der kann eine echte Herausforderung werden. 2013 brach sich Jorge das Schlüsselbein und wurde trotzdem noch fast Weltmeister. Ich glaube, dass Jorge da viel Energie gebraucht hat und dann trotzdem nicht Weltmeister wurde. Er hat vielleicht geglaubt, dass 2014 leichter werden würde, aber so ist es nicht gewesen. Jorge hat im Kopf, dass Márquez gekommen ist, um zu bleiben. Er ist real, er ist beliebt, er ist mutig und er liebt die Fights. Aber ich weiß auch, dass Lorenzo genauso ist. Ich weiß, dass er das auch kann. Ich bin mir nicht sicher, ob Jorge das letztes Jahr selbst geglaubt hat, aber mein Gefühl sagt mir, dass er weiß, dass er sich dieses Jahr auf Márquez konzentrieren muss. Ich denke, dass wir dieses Jahr einen anderen Lorenzo sehen werden. Ich glaube, er wird konstanter sein und sein Kopf sollte für die Kämpfe mehr bereit sein. Das kommt mit dem Alter.“

Glaubst du, dass Dani Pedrosa 2015 wieder um den Titel mitfahren wird können?
„Ich glaube es hat sich immer wieder gezeigt, dass Dani in manchen Rennen stark sein kann, dann ist er es aber in manchen wieder nicht. Ich glaube Danis Schwachpunkt ist die Konstanz über das Jahr gesehen. Wenn er Zweiter werden muss, wird er Vierter. Er wurde mit Márquez verglichen, aber ich glaube, dass da ein ziemlicher Unterschied herrscht. Dani wird aber auch nicht jünger, darum denke ich, dass ihm die Chancen ausgehen, diesen Kerl zu schlagen. Pedrosa erinnert mich sehr an Luca Cadalora. An guten Tagen, an ein paar Tagen im Jahr, sind sie unschlagbar. Dann kommen aber Tage wo du sie siehst und sagst: ‚Man, du warst letzte Woche so schnell, aber diese Woche war das ganz anders!’. Das ist die Sache mit der Konstanz. Wenn die guten Jungs einen schlechten Tag haben, werden sie Zweiter.“

Wie sieht es mit Jack Miller und seiner Entscheidung aus der Moto3™ direkt in die MotoGP™ aufzusteigen aus?
„Er ist gut für den Spirit der WM und es ist toll für Australien, da jemanden zu haben. Sicher hat er viel Talent und ist interessant. Ich denke, dass er sich irgendwie an das Motorrad gewöhnen wird, sodass es für ihn nicht so schwer zu fahren wird, ich denke, dass es ganz ok für ihn laufen wird. Manchmal bestimmt das Motorrad den Fahrer und er fährt gegen die besten Fahrer der Welt auf den leistungsfähigsten Bikes der Welt. Aber ich denke er wird das hinbekommen. Márquez entwickelt sich sehr schnell. Wir sehen das bei allen Fahrern, den jungen, den unerfahrenen, sie alle machen Fehler. Ich denke er wird Fehler machen, aber er denkt darüber nach und ich denke, dass er sich gut anstellen wird.“

Was denkst du über die derzeitige Elektronik, die in der MotoGP zum Einsatz kommt.
„Ich glaube diese Motorräder brauchen eine gewisse Elektronik, da sie echt stark sind. Aber ich mag lieber weniger. Ich weiß, dass was die Elektronik leistet, um den Fahrern zu helfen, beeindruckend ist, aber sicher glaube ich, dass der Fahrer noch etwas zu sagen haben sollte. Eines, was sich aber niemals ändern wird, ist, dass trotzdem die besten Fahrer gewinnen und an der Spitze sein werden. Eine sehr gute Sache an der Elektronik ist, dass es viel weniger Highsider gibt und die haben immer sehr, sehr weh getan.“

Tags:
MotoGP, 2015

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