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Nicky Hayden: Testfortschritte, US-Star der Zukunft & Emojis

Nicky Hayden: Testfortschritte, US-Star der Zukunft & Emojis

Drive M7 Aspar Racing Pilot Nicky Hayden, MotoGP™ Weltmeister von 2006, hat kürzlich auf motoamerica.com ein Interview gegeben.

Du hast weite Teile der Winterpause mit dem Fahre von Dirt Bikes verbracht. Nach der Operation im letzten Jahr, als du verschiedene Knochen entfernen lassen musstest, wie geht es deinem Handgelenk jetzt? Sind Kraft und Bewegungsfreiheit besser geworden?
„Ich habe definitiv viel Kraft verloren. Ich hatte eine wirklich große Operation und es hat lange gedauert, mich davon zu überholen. Ich habe in der Winterpause viele Therapien gemacht, um die Bewegungsfreiheit zurück zu bekommen, um das in allen Bereichen zu verbessern. Ich musste mein Training ein wenig umstellen, aber ich bin ziemlich zufrieden.“

„Ich konnte beide Malaysia-Tests, jeweils drei Tage in Folge auf einer richtig schweren Strecke, ohne große Probleme fahren. Natürlich wird mein Handgelenk immer noch besser. Ich habe mich mit anderen Leuten unterhalten, denen es ähnlich ergangen war und sie haben alle gesagt, dass es bei ihnen bis zu einem Jahr nach der Operation immer noch besser geworden ist.“

„Ich fahre nicht wirklich mehr MotoCross. Ich fahre aber noch im Dirt. Flat Track und ein wenig Off-Road, aber keine großen Sprünge mehr, vielleicht noch ein paar kleine Tables und so. Ich bin lange Rennen gefahren, da habe ich natürlich einige kleine Dinge, die nicht perfekt sind, aber ich bin sehr optimistisch, wie sich alles entwickelt hat.“

Was ist - nach den beiden Sepang-Tests - deine Meinung von der Honda RC213V-RS? Welche Bereiche des Motorrades müssen verbessert werden?
„Nun, das Motorrad ist klar schneller als letztes Jahr. Es hat 30 oder 40 PS mehr. Wir sind viel schneller, aber alle anderen auch. Letztes Jahr sind sie in Malaysia keine 1:58 gefahren, die haben einen großen Schritt gemacht. Das Feld dieses Jahr ist wohl die vollste Hütte, die wir je hatten.“

„Wir müssen an der Elektronik mehr machen. Mit dem letztjährigen Chassis war die Open-Software von Magneti Marelli kein Problem, denn wir hatten nicht wirklich die Leistung. Dann haben wir vom ersten zum zweiten Test einen anständigen Schritt gemacht. Wir sind um fast eine Sekunde schneller gewesen. Und nicht nur auf eine Runde - konstant. Wir sind darüber definitiv positiv gestimmt, aber wir haben noch ziemlichen Raum für Verbesserungen.“

„Die Motorbremse, ganz sicher, ist einer der Bereiche, die wir verbessern können. Über die Jahre hinweg ist das der Bereich geworden, indem am meisten Sprit gespart werden konnte, aber das bedeutet auch, dass du dich am Kurveneingang mehr auf die Elektronik, als auf den eigentlichen mechanischen Grip verlassen musst. Am Kurveneingang gibt es bei der Motorbremse so viele Bereiche - Geradeaus, erste Phase, letzte Phase - und die Ingenieure brauchen sehr viel Zeit, diese Daten zu studieren und neue Mappings zu entwickeln.“

Wer sind deiner Meinung nach die wahrscheinlichsten Kandidaten aus den USA, die in deine Fußstapfen treten und eventuell Weltmeister werden können?
„Jetzt bringt ihr mich in Verlegenheit! Cameron Beaubier hat letztes Jahr richtig was gezeigt. Als er das erste Mal nach Europa kam, hat es nicht so gut funktioniert. Ich glaube, dass es nicht so leicht war, Teamkollege von Marc Márquez zu sein, wie wir heute wissen. Vielleicht war Cameron besser, als es die Leute gesehen haben, aber sie haben ihn mit Márquez verglichen. Das war hart. Eigentlich ist er smooth und scheint schnell zu lernen.“

Jakes Lewis hat eine große Chance. Mal schauen, was er machen kann. Die Supersport-Klasse hat einige Namen, aber da einen oder zwei Namen rauszusuchen, die den nächsten Schritt machen könnten, ist schwer zu sacken. Natürlich bin ich da bei ein paar Jungs aus Kentucky voreingenommen, meinen Cousin Hayden Gillim und Nick McFadden. Da sind ein paar Kerle in der Superstock 600 unterwegs, die vielleicht Supersport fahren sollten.

Es ist eine Schande, dass Haydens SuperSport Titel [jetzt Superstock 600] nicht weitere Türen aufgemacht hat. Als ich im Dezember mit ihm gesprochen habe, hatte er noch nichts. Es gibt Talent hier in Amerika, aber die Serie muss einen besseren Job machen, um die Kids nach vorn zu bringen. Vor ein paar Jahren haben die Kids keine Möglichkeiten bekommen. Ich denke daher dass es cool ist, dass Yoshimura Jake eine Chance gibt. Sie werden hart arbeiten müssen und hoffentlich dabei hervorstechen.“

In Punkto Pop-Kultur bist du immer an vorderster Front dabei. Erst vor kurzem wurdest du zum ersten MotoGP-Fahrer, mit personalisierten Emojis. Wie ist das Projekt denn zustande gekommen?
„Ein Kumpel, mit dem ich an anderen Dingen schon zusammengearbeitet habe, kam damit zu mir und dem Team hat die Idee gefallen. Ich hatte nichts zu verlieren. Es war easy und vielleicht kann es irgendwann etwas Gewinn abwerfen. Viele andere haben jetzt auch schon damit angefangen. Die Welt der Technik ist, wo heute das ganze Geld hingeht. Alles geht in diese Richtung, also musste ich auch in diese Welt. Dort schauen sich die Firmen heute nach Sponsorship-Verbindungen um.“

Tags:
MotoGP, 2015, Nicky Hayden, Aspar MotoGP Team

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