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So, wer wird nun Zweiter?

So, wer wird nun Zweiter?

Es sei den amerikanischen MotoGP™-Fans verziehen, wenn sie sich vor dem GP von Texas am Wochenende genau diese Frage stellen sollten...

Keiner hat den Triumphzug von Marc Márquez 2013 und 2014 in der MotoGP™ größer und näher miterlebt, wie die US-Fans.

Der Spanier scheint gern über den Atlantik zu reisen. Bei zwei Rennen auf dem COTA ist er ungeschlagen, letztes Jahr hat er alle Trainings angeführt, ehe er einen dominanten Sieg von der Pole Position aus einfuhr.

Die letzten fünf MotoGP-Rennen in Amerika hat Márquez alle gewonnen, darunter auch einen Sieg in Laguna Seca 2013 sowie jeweils zwei Siege in Folge auf dem Indianapolis Motor Speedway.

Wenn man dann noch die beiden Moto2-Siege in Indianapolis 2011 und 2012 in Betracht zieht, ist Márquez bei sieben USA-Besuchen nie ohne Siegpokal nach Europa zurückgereist.

Für Márquez und Honda sieht es dieses Wochenende auf dem COTA nicht schlecht aus. Er will in Texas natürlich auch zurückschlagen, nachdem der Saisonauftakt in Katar nicht ganz nach Maß gelaufen ist.

Der Circuit of the Americas ist anders, als der schnelle und flüssige Losail International Circuit. Es ist mehr eine Stop-and-Go-Piste. Das spielt Márquez’ Stärke auf der Bremse in die Karten.

Auf dieser Piste gibt es außerdem viele Zonen, in denen aus niedrigen Gängen herausbeschleunigt wird. Das ist ein Plus der Honda RC213V.

Einlenken auf der Bremse, das ist ein Vorteil von Márquez gegenüber der Konkurrenz. Das ist auf dem COTA extrem wichtig, dort gibt es vier bis fünf harte Bremszonen. Im Winter habe ich den Briten Cal Crutchlow interviewt und er hat mir verraten, wie einzigartig Márquez in die Kurven rein fährt, jetzt, wo er für CWM-LCR eine fast ähnliche Honda fährt.

Márquez holt wichtige Sekundenbruchteile, da er hart und aggressiv bremsen kann, während er schon in voller Schräglage zum Scheitelpunkt donnert.

Crutchlow meint, das Márquez die Vorderbremse in Schräglage manchmal genau so hart einsetzen kann, wie er auf der Geraden! Das ist fast unmöglich zu kopieren, wie Crutchlow bestätigt. Sollte man das auf irgendeiner anderen Maschine probieren, würde das in einem Desaster enden.

Márquez glaubt einfach an seine eigenen Fähigkeiten, aber auch daran, was die RC213V unter ihm kann.

Texas ist ein eigenes Kapitel, aber diesen Sonntag könnte das Wetter das Zünglein an der Waage sein.

Der Wetterbericht sagt für das gesamte Wochenende nichts Gutes voraus. Damit wird es eine ganz besondere Action geben, kein Fahrer hat bisher eine einzige Runde im Nassen auf dem COTA gefahren.

Valentino Rossi hat den Saisonauftakt von Katar gewonnen und er scheint übers Wasser gehen zu können.

Das muss er aber am Sonntag eventuell beweisen, um Márquez’ Siegesserie in den USA zu brechen.

Tags:
MotoGP, 2015, RED BULL GRAND PRIX OF THE AMERICAS, Marc Marquez, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi

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