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Ein hartes 25 Runden langes Rennen für Mann & Maschine

Ein hartes 25 Runden langes Rennen für Mann & Maschine

Der weiche Reifen ist unter gewissen Umständen ein deutlicher Vorteil, aber nach Q2 nicht mehr...

Mit neunzehn Jahren Erfahrung in der MotoGP™ kennt Matthew Birt die Meisterschaft von vorne und von hinten. In der Saison 2015 kommt er ins motogp.com Team, um dir exklusive News und Meinungen aus dem Fahrerlager zu liefern.

Seit Ducati und die Neuankömmlinge wie Suzuki und Aprilia die weicheren Reifen der Open-Klasse bekommen, gab es Klagen, dass die Förderung neuer Werke in der MotoGP zu weit ging.

Die weichere Reifenmischung ist ein deutlich klarer Vorteil unter bestimmten Umständen wie dem Qualifying und wenn die Bedingungen kalt und die Streckentemperaturen niedrig sind.

Zusätzlicher Grip vom hinteren Bridgestone-Reifen hat Andrea Iannone in Argentinien zu seiner ersten Startreihe verholfen und das bedeutet, dass eine neue Ducati GP15 in allen bisher gefahrenen drei Rennen in der ersten Startreihe stand.

Dazu kommt Aleix Espargaro heute mit einem fantastischen zweiten Platz für die neue Suzuki GSX-RR und fast alle der bisher neun ersten Plätze 2015 wurden von Fahrern mit dem weichen Open-Reifen belegt.

Aber der weiche Reifen ist nach Q2 am Samstag weniger ein Vorteil.

In Katar und Austin fuhren alle Top-Fahrer die gleiche Reifenmischung und auf dem gleichen Reifen wie Honda und Yamaha hat Dovizioso mit einem erfolgreichen zweiten Platz gezeigt, dass die Ducati ein wahrer Meisterschaftsanwärter ist.

Morgen in Argentinien wird das anders aussehen.

Und in Sachen Reifen sind es dann die Werksfahrer wie Marc Marquez und Valentino Rossi, denen ein Vorteil zugute kommt. Und es ist ein Vorteil für das Rennen, das zählt und nicht das Qualifying. Im Rennen werden die wertvollen WM-Punkte vergeben.

Der Vorteil liegt darin, dass Marquez, Rossi und die anderen sechs Fahrer auf Werksmaschinen mit einem neuen extra harten Hinterreifen von Bridgestone in Argentinien fahren können.

Der Termas de Rio Hondo Circuit war eine großartige Ergänzung im MotoGP-Kalender. Sie ist eine super schnelle und flüssige Strecke mit atemberaubenden Hochgeschwindigkeitskurven wie Kurve drei, sechs und elf.

Sie geht aber brutal an die Reifen. Die Oberfläche ist rau, aber die Hochgeschwindigkeitsabschnitte generieren ein hohes Gewicht und hohe Temperaturen. Um die Haltbarkeit sicherzustellen wurde für die Werksfahrer eine neue extra harte Hinterradmischung eingeführt.

Iannone und Espargaro können sie im Rennen also nicht nutzen.

Und nach dem, was wir bisher in Südamerika gesehen haben, ist der extra harte Reifen genau das Richtige für ein hartes 25 Runden langes Rennen für Mann und Maschine.

Espargaro hat offen zugegeben, dass er Marquez, Rossi und Jorge Lorenzo in Sachen Rennpace nicht schlagen kann.

Iannone zweifelt, dass seine Chance auf ein Podium mehr als die Hälfte des Rennens bestehen wird, denn der extra harte Reifen liefert mehr Grip über eine längere Distanz.

Der harte Hinterreifen, den Esparargo und Iannone nutzen können ist schnell und konstant, aber sobald der Grip in den letzten Runden nachlässt, ist der extra harte Reifen in seiner eigenen Klasse.

Man könnte die Reifen aber auch vertauschen und in Marquez' Repsol Honda RC213V einbauen und es würde ihn nicht bremsen.

Er fuhr eine beeindruckende Pole Runde von 1:27.802 auf dem harten Hinterreifen von Bridgestone (und das ist die weichste Option für ihn und die härteste für Fahrer wie Iannone und Espargaro) und landete dennoch 0.5 Sekunden vor dem Rest des Feldes.

Er lag über 0.6 Sekunden vor Cal Crutchlow, der der nächstbeste Fahrer war, der auf dem gleichen Gummi fuhr wie der Doppelweltmeister.

Es scheint, als würden alle Open Fahrer morgen den harten Reifen fahren, während alle Werksfahrer den extra harten wählen.

Außer Frage steht, dass es extra, extra hart sein wird, Marquez davon abzubringen, einen zweiten Sieg in Argentinien zu holen.

Genießt das Rennen.

Tags:
MotoGP, 2015, GRAN PREMIO RED BULL DE LA REPÚBLICA ARGENTINA, Q2

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