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Suzuki auf der Suche nach mehr Leistung erfolgreich!

Suzuki auf der Suche nach mehr Leistung erfolgreich!

Suzuki scheint den Heiligen Gral gefunden zu haben: Sie haben mehr Power aus ihrem Motor herausgeholt, dabei die Leistungsentfaltung aber ni

19 Jahre lang schon berichtet Matthew Birth für die Motorcycle News aus dem Fahrerlager der MotoGP™. 2015 verstärkt er das motogp.com Team und bringt exklusive Einblicke hinter die Kulissen und gibt seine hoch geschätzte Meinung zum Besten.

Wir hatten schon geglaubt, dass diese MotoGP™ Saison kaum besser werden könnte – und dann kam Suzuki. Sie lieferten heute in Barcelona die beste Qualifying-Leistung seit 22 Jahren ab!

Als Maverick Viñales und Aleix Espargaró nach dem dritten freien Training heute Morgen auf den Rängen eins und zwei lagen, lag schon in der Luft dass die neue GSX-RR bereit für die erste Suzuki Pole Position seit Chris Vermeulen im nassen Assen vor acht Jahren ist.

Aber selbst die Suzuki Crew schaute etwas verdutzt drein, als Espargaró am Ende des Q2 die Pole Position sicher hatte und Rookie Viñales auf Rang zwei landete – beide von ihnen blieben unter dem zwei Jahre alten Pole-Rekord von Dani Pedrosa.

Das letzte Mal, dass Suzuki im Qualifying auf die Plätze eins und zwei fuhr war 1993 in Jerez, als der Texaner Kevin Schwantz vor Alex Barros die Pole holte.

Um das noch einmal mehr zu unterstreichen: Schwantz hörte weniger als zwei Jahre später mit dem Rennfahren auf und ist heute nur sechs Tage von seinem 51. Geburtstag entfernt (Sorry Kevin!).

Suzuki hat dieses Wochenende einen modifizierten Motor mitgebracht, der die Beschleunigung und den Top Speed der GSX-RR verbessern soll.

Die Hauptschwäche von Suzuki lag beim MotoGP Comeback, sie hatten sich 2011 zurückgezogen, bei der mangelnden Leistung.

Eigentlich hatte man sich im Winter auf Mehrleistung konzentrieren wollen, doch das wurde zunächst aufgeschoben als bei Randy de Puniets Wildcard-Einsatz in Valencia im letzten November drei Motoren an nur einem Wochenende zerstört wurden.

Die Suche nach Leistung wurde damit zunächst zur Suche nach Haltbarkeit, die Motorentwicklung stagnierte.

Suzuki bezwang die Haltbarkeits-Gremlins und in den ersten sechs Läufen 2015 haben Espargaró und Viñales bisher erst zwei Motoren gebraucht.

Die Jagd nach mehr Power konnte also weiter gehen und das Ergebnis ist ein leicht schnellerer Motor, der auf dem schnellen und technisch anspruchsvollem Circuit de Barcelona-Catalunya wie gerufen kommt.

Suzuki scheint aber den heiligen Gral gefunden zu haben: Sie haben mehr Power gefunden, dabei aber die Leistungsabgabe nicht aggressiver gestaltet. Und sie haben mit den zusätzlichen Pferden nicht das Gesamtbild zerstört: Die Suzuki ist mit Abstand das Bike mit dem besten Handling im Startfeld.

So wie Espargaro und Viñales auf den Bremsen in die Kurven rein kommen, dabei schnell durch diese Fahren und dann am Kurvenausgang immer noch ein stabiles Bike haben zeigt, wie gut der Rahmen ist.

Ein stufenloses Getriebe hängt schon in der Pipeline, aber noch immer hat bei Suzuki die Motorleistung Priorität.

Wenn Suzuki noch ein klein wenig etwas findet, um den Rückstand im Top Speed zu schließen – der zu Ducati und Honda noch besteht – dann kann der Fight von momentan sechs Fahrern und drei Werken in der nahen Zukunft deutlich ausgebaut werden.

Suzuki muss diese Gelegenheit ergreifen und sich einmal mehr als eine treibende Kraft im Rennsport dieser Welt etablieren.

Sie haben zwei richtig schnelle, junge und motivierte Fahrer, die aus dem Motorrad das letzte Quäntchen herauskitzeln.

Manche Werke fragen sich vielleicht, warum Espargaró nie bei ihnen auf dem Schirm auftauchte. Die Verpflichtung von Viñales war für einen Hersteller, der in die MotoGP zurück kommt – mit brandneuem Team und Motorrad – definitiv ebenso ein großer Coup.

Diese beiden haben dieses Jahr schon starke Ergebnisse geholt und Suzuki definitiv motiviert, in der Entwicklung weiter Vollgas zu geben. Wenn die heutigen Ergebnisse in der Entwicklungsabteilung in Japan nicht ein Feuer entfachen, was dann?

Natürlich sieht es für das Rennen morgen gänzlich anders aus. Jorge Lorenzos Rennpace macht jetzt schon Angst und der Ausgang des heutigen Qualifyings war natürlich auch davon bestimmt, dass Suzuki die weicheren Reifen zur Verfügung hat.

Im Rennen steht zu erwarten, dass alle mit der Medium-Mischung hinten fahren – dann hat Lorenzo definitiv die Oberhand. Und als Suzuki mit Espargaró zuletzt in Argentinien in der ersten Reihe stand, war er schon nach drei Kurven weg vom Fenster, fiel bis auf Rang sieben zurück.

Egal, was morgen im Rennen passiert, ich wette, dass das Management von Suzuki sich das heute Ergebnis schon einrahmen lassen und im Meeting-Room des Werkes in Hamamatsu aufhängen lassen hat.

Es wäre sicher schön, wenn da morgen mit einem Podest noch ein weiterer Bilderrahmen dazu käme.

Viel Spaß beim Rennen.

Tags:
MotoGP, 2015, GRAN PREMI MONSTER ENERGY DE CATALUNYA, Q2

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Marc Marquez

vor 1 Jahr

Gracias por la visita @paugasol ! Este sí que es grande!!!!! :)

@marcmarquez93

vor 1 Jahr

This is David, he designed this helmet. Do you like it?