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#RossiVsMarquez: Die Ruhe vor dem Sturm

 #RossiVsMarquez: Die Ruhe vor dem Sturm

Ab dem Moment, in dem er FP1 beherrschte, schien es als sei Rossi auf der Mission, seine Autorität erneut unter Beweis zu stellen.

Mit neunzehn Jahren MotoGP™ Reportererfahrung für Motorcycle News kennt Matthew Birt die Meisterschaft in- und auswendig. In der Saison 20015 kommt er ins motogp.com Team, um euch exklusive News und Meinungen aus dem Fahrerlager zu liefern.

Bevor der fesselnde Showdown zwischen Valentino Rossi und Marc Marquez sich in einer spannenden letzten Kurve in Assen (morgen mehr darüber) zuspitzte, ist es wert zu untersuchen, wie es zu einem so spannungsgeladenem und dramatischen Finale kommen konnte.

Ab dem Moment, in dem er das erste Freie Training beherrschte, schien es als sei Rossi auf der Mission, seine Autorität in der Weltmeisterschaft abermals unter Beweis zu stellen.

Jorge Lorenzo war in der Meisterschaft und der Movistar Yamaha Box mit vier Siegen in Folge aufgestiegen. Rossi wusste, dass er diese Serie stoppen musste, aber auf die Art, wie er das tat, war es schier beeindruckend.

Assen war Rossis bestes Wochenende seit Misano 2009. Das war das letzte Mal, das er ein MotoGP-Rennen von der pole Position gewinnen konnte und in zwei Trainingssessions Schnellster war.

Was war also die Inspiration hinter seiner besten Show von Autorität und Überlegenheit nach sechs Jahren?

Balance-Experimente zur vorherigen Runde in Catalunya hatten Rossis Gefühl auf der YZR-M1 bereits gestärkt. Yamaha schiffte dann ein verändertes Chassis zum Test nach dem Rennen in Barcelona und im Motorland Aragon an, welches Rossi zu seinem Vorteil nutzen konnte.

Der Rahmen verbesserte das bereits gute Handling und das schnelle Umlegen der YZR-M1 noch. Es fühlte sich leichter und agiler an, was sich bei den schnellen Richtungswechseln in Assen durch Ruskenhoek, Meeuwenmeer, Hoge Heide und Ramshoek als unschätzbar herausstellte.

Nur in FP4 und im Qualifying war Rossi im letzten Sektor nicht der Schnellste. Und entscheidend war, dass der modifizierte Rahmen die Reifen für die letzten Runden schonte, was Rossi als Schlüsselvorteil bei Honda-Pilot Marc Marquez und seinen 13 Siegen in 2014 herausstellte.

Marquez kam erst sieben Runden vor Rennende an die Spitze und letztes Jahr hätte er den Yamaha-Piloten auf abgefahrenen Reifen wertvolle Zehntelsekunden abgenommen.

Die Yamaha ist in dieser Saison ein anderes Biest. Rossis M1 machte das ganze Wochenende lang nicht ein Mal Probleme und Yamahas Ingenieurstruppe bringen noch mehr Teile, die die M1 schneller und leichter fahrbar machen.

Für Honda und Marquez ist es das Gegenteil und in Assen holten sie sich das Alte anstatt des Neuen. Marquez fuhr eine Hybrid-RC213V mit dem 2014er Chassis und diesjährigem Motor und Schwinge. Der 2015er Rahmen war aber nicht allzu schlecht. Im Vergleich zur älteren Version nur nicht so einfach zu nutzen.

Der diesjährige Rahmen liefert mehr Präzision und war gut für eine schnelle Runde im Qualifying. Aber um die Performance zu verbessern, musste jede Runde so gefahren werden als würde man um die Pole Position kämpfen, was nicht einmal Supertalent Marquez gelang.

Für Marquez war der Wechsel zurück zum 2014er Chassis wie ein bequemes Paar Schuhe wieder anzuziehen. Es gab mehr Raum für Fehler und er konnte noch mehr mit dem Limit flirten ohne es zu übergehen.

Ein Motorrad, das von Marquez gefahren wird, scheint nie wie auf Schienen zu fahren. Sein natürlicher aggressiver Stil bedeutet, dass er die RC213V in einer einzigartigen Weise nutzt und benutzt, aber in Assen schien er mehr Kontrolle zu haben als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in dieser Saison.

Im Training konnte er das Bike auf der Breme locker und das Hinterrad in der Luft rumfliegen lassen, aber holte alles wieder auf, bevor er in die Kurve einbog. Schlimmstenfalls würde er weit gehen.

Macht er das Gleiche auf einer 2015er RC213V sitzt er schnell hinten auf einem Scooter und fährt damit zurück in die Boxengasse.

Im Rennen machte seine Honda kaum Probleme und am Limit zu fahren war mental und körperlich deutlich anders als in den vorherigen Rennen.

Hondas aggressive Power 2015 bedeutet, dass sie nicht den Grip beim Beschleunigen oder die Hinterradstabilität besitzt wie die Yamaha.

Mit mehr Vertrauen zur Front entschied sich Marquez auch für die Medium-Option der Bridgestone Vorderreifen, die die anderen 23 Fahrer komplett außer Acht ließen. Die härtere Mischung lieferte Marquez mehr Unterstützung auf der Bremse und erlaubte ihm, noch aggressiver im Kurveneingang zu sein, jedes Mal wenn er im Ausgang Zeit verlor.

Es hätte fast funktioniert. Marquez hatte in der letzten Runde mit spätem Bremsen fast 0,5 Sekunden gutgemacht und hing vor der letzten Schikane an Rossis Hinterrad.

Was danach passierte, wird wohl noch in den nächsten Jahren debattiert werden...

Schau morgen (30. Juni) wieder vorbei und lies die zweite Ausgabe von Matthew Birts dreiteiliger #RossiVsMarquez Assen Analyse.

 

Tags:
MotoGP, 2015, MOTUL TT ASSEN, RAC, Valentino Rossi, Marc Marquez, Movistar Yamaha MotoGP, Repsol Honda Team

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@anthony_west95

vor 1 Jahr

The umbrella girl is not so sexy. But I trust these guys with my life! Same with the other 3 awesome guys not in the photo.