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#RossiVsMarquez: Der Sturm

#RossiVsMarquez: Der Sturm

Ich habe Probleme, mich an einen Vorfall in der MotoGP zu erinnern, der die Meinungen so auseinandergehen ließ...

Mit neunzehn Jahren MotoGP™ Reportererfahrung für Motorcycle News kennt Matthew Birt die Meisterschaft in- und auswendig. In der Saison 20015 kommt er ins motogp.com Team, um euch exklusive News und Meinungen aus dem Fahrerlager zu liefern.

Seit 15:00 Uhr letzten Samstag hatte ich Probleme, mich an einen Vorfall während meiner Zeit in der MotoGP zu erinnern, der die Meinungen so weit auseinandergehen ließ wie die Kollision zwischen Valentino Rossi und Marc Marquez in der letzten Kurve von Assen.

Ich kenne ganze Familien, die aufgrund dessen, waas in der letzten Schikane passiert ist, gespalten sind.

Die Geschichtsbücher werden Rossis 111. Karrieresieg beschreiben, 1.242 Sekunden vor Marquez. Aber das kommt noch nicht annähernd an den Kampf heran, der sich schon jetzt zu einem der größten in der Geschichte zählen lässt.

Nicht überraschend haben Rossi und Marquez eine komplett verschiedene Sicht auf das Drama.

Rossi fühlte, dass er das Recht hatte, als Führender die Ideallinie zu halten und er wurde nur dazu gedrängt, abzukürzen, weil er von Marquez getroffen wurde.

Marquez, der sein Manöver schon zuvor im Rennen mehrfach überlegt hatte, glaubt, dass er seinen Plan zur Perfektion ausgeführt hat, indem er die Innenlinie auf der Bremse hielt. Da er von der Strecke abkam und die Schikane abkürzte, glaubt Marquez, dass der 36-Jährige einen unfairen Vorteil hatte und er bestraft werden müsste.

Zunächst einmal: War Marquez leichtsinnig beim Kontakt mit Rossi?

Ich denke nicht. Rossi lag in jeder Phase der Bremszone vorne, aber das war die letzte Kurve der letzten Runde und Marquez hatte das Recht es zu versuchen und stach innen rein.

Es gab einen Kontakt, aber das war ein Fahrer, der verzweifelt versuchte, ein Rennen zu gewinnen und nicht bewusst unberechenbar und böswillig handelte. Es ist ein Manöver, das schon hundert Mal in den Rennen zuvor gesehen wurde, sogar von Rossi selbst. Und nicht einmal hatte Rossi Marquez für den Kontakt beschuldigt.

Der Fehler im Plan von Marquez war, dass er das Manöver allein geprobt hatte. Er konnte nicht vorhersehen, was herauskommen würde, wenn ein anderer Fahrer die Ideallinie verteidigt, wie es Rossi legitim machte.

Und er sollte sich im Klaren sein, dass jeglicher Kontakt mit Rossi das Potential hatte, ihn selbst ins Kiesbett zu schicken oder noch schlimmer.

Hat Rossi den Kontakt in Kauf genommen und wusste, dass er durch die Auslaufzone einen kürzeren Weg bis ins Ziel haben würde?

Ohne den Kontakt wäre Rossi die Schikane auf seiner normalen Linie gefahren.

Er kam nur als direkte Konsequenz des Remplers in den Kies. Indem er dahin fuhr lag Rossis Verteidigung darin, dass er keine andere Wahl hatte als abseits der Strecke zu fahren, was eine Strafe für das Abkürzen der Schikane verhindert hätte.

Rossi ist der intelligenteste Racer, den ich in meiner Zeit im Fahrerlager gesehen habe. Aber den Kontakt hervorzurufen ist ein extremes Spiel mit dem Feuer. Er hat die Tür für Marquez zugemacht, aber nicht einmal Rossi konnte vorhersehen, wie hart der Kontakt sein würde oder ob sein Körper oder Bike crashen. Ich kann mit nicht vorstellen, dass Rossi ein derartiges Risiko eingeht, wenn er um die Führung in der Weltmeisterschaft kämpft.

Kam Rossi einer Bestrafung für das Abkürzen der Strecke für Marquez unfair davon?

Die Rennleitung nannte es einen Rennvorfall und ich kann nicht sehen, warum sie zu einem anderen Schluss hätte kommen sollen.

Ohne den Kontakt, wäre Rossi nicht gezwungen gewesen die Strecke zu verlassen und hätte das Rennen gewonnen. An keinem Punkt verließ Rossi seine Linie, um Marquez enorm zu bedrängen.

Wären die Rollen vertauscht gewesen, gibt es keine Frage, dass auch Marquez die gleiche Taktik wie Rossi angewendet hätte. Und Rossi hätte definitiv das gleiche Überholmanöver probiert.

Alles führt nur dazu, dass Marquez an keinem Punkt vor Rossi lag. Sein Manöver war um einen halben Meter falsch berechnet und ein Fahrer hat die Pflicht mit einem sauberen und sicheren Manöver zu überzeigen. Wäre Marquez vor Rossi gelegen und Rossi fährt dann durch den Kies um zu gewinnen, dann hätte der Vorfall ganz anders ausgesehen.

Marquez ist fast gestürzt und das führte zu einem Fehler bei Rossi. Der einzige Weg, den Fehler zu korrigieren war von der Strecke runterzufahren.

Nur Zweitbester in einem Kampf zu sein ist nicht unbedingt etwas, an das Marquez gewöhnt ist.

Besser gesagt: Ihm wurde in den Arsch getreten. Das nächste Mal könnte ein anderer Fuß den Stiefel tragen.

Dieses Mal hat der Doktor ihm aber wohl einen Geschmack seiner eigenen Medizin gegeben.

Schau morgen (1. Juli) noch einmal vorbei und lies die letzte Ausgabe von Matthew Birts dreiteiliger #RossiVsMarquez Assen Analyse.

Tags:
MotoGP, 2015, MOTUL TT ASSEN, Valentino Rossi, Marc Marquez, Repsol Honda Team, Movistar Yamaha MotoGP

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@anthony_west95

vor 1 Jahr

The umbrella girl is not so sexy. But I trust these guys with my life! Same with the other 3 awesome guys not in the photo.