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Rabat: Gebe trotz Verletzung nicht auf

Rabat: Gebe trotz Verletzung nicht auf

Tito Rabat ist beim GoPro Motorrad Grand Prix Deutschland ohne Punkte abgereist. Er wurde in der letzten Kurve von Morbidelli abgeschossen.

Der amtierende Moto2™ Weltmeister Tito Rabat aus dem EG 0,0 Marc VDS Racing Team lag am Sachsenring auf Podestkurs, als er in der letzten Kurve der letzten Runde vom Italtrans Racing Piloten Franco Morbidelli abgeschossen wurde und beide das Rennen im Kies beendeten. Rabat, der schon zuvor frisch operiert worden war, hatte am Sachsenring alle Schmerzen überfahren und wurde für seine Leistungen leider nicht belohnt. Dennoch zeigte sich der Spanier stets kämpferisch und gibt auch jetzt nicht auf.

Tito, wo hast du die Kraft her genommen, nur wenige Tage nach deiner Schlüsselbein-Operation wieder zu fahren?
„Ich fühle mich sehr gut, die Operation ist perfekt gelaufen und die Ärzte haben einen ausgezeichneten Job gemacht, daher bin ich doch noch ganz gut in Form zu diesem letzten Rennen vor der Sommerpause gekommen. Trotz der Verletzung werde ich nicht aufgeben. Ich bin in der WM Zweiter und ich werde in jedem Rennen hart kämpfen. Die Kraft habe ich, um mal anzufangen. Ich glaube, was mich motiviert, sind der Glaube und der Enthusiasmus, den ich für das habe, was ich mache und wirklich liebe und damit habe ich auch in schwierigen Zeiten die richtige Motivation. Aber es ist nicht genug, stark zu sein, du musst auch schnell sein, darum ist es wichtig, das Vertrauen wieder zu finden, auch das Gefühl auf dem Motorrad, um vorn dabei zu sein.“

Dein Saisonstart war etwas schwierig, aber seit Jerez scheinst du wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Was hat diese Änderung eingeleitet?
„Der Druck, den ich Anfang der Saison als amtierender Weltmeister und mit der Startnummer 1 hatte, hat mir mehr als erwartet zu schaffen gemacht. Die Leute nehmen es einfach für gegeben hin, dass du wieder Rennen gewinnst, aber diese Klasse ist hart. Vielleicht habe ich mich Anfang der Saison etwas verrannt, dann habe ich mir selbst gesagt: ‚Hey, wenn du Siebter wirst – das hier ist die Moto2 Weltmeisterschaft und die ist absolut nicht einfach – das ist kein Problem!’. Sobald ich aufgehört hatte, mir um die Platzierungen Gedanken zu machen und mich nur noch darauf konzentriert habe, mich auf dem Motorrad wohl zu fühlen, hatte ich weniger Druck und dann auch wieder Spaß. Ich glaube, dass du sogar mit der Startnummer 1 Probleme haben kannst – und dann musst du dich darauf konzentrieren, die zu lösen und darfst nicht darüber nachdenken, was alle anderen machen. Ich glaube, dass das der Weg nach vorn ist.“

Wie schätzt du die Leistungen deiner Estrella Galicia 0,0 Marc VDS Teamkollegen Jorge Navarro und Fabio Quartararo in ihrer ersten WM-Saison ein?
„Beide fahren eine spektakuläre erste Saison. Sie machen das richtig gut, man kann von ihnen nicht mehr verlangen: Fabio hat schon zwei Poles geholt, Rennen angeführt und um das Podest gekämpft – und man darf da nicht vergessen, dass er gegen einige sehr erfahrene Kontrahenten gekämpft hat.“

Gibst du ihnen Tipps?
„Ja, ich stehe mehr mit Jorge in Kontakt, wir sprechen immer über die Strecken, auf denen wir gerade sind. Mit Fabio spreche ich auch über die Trainings und Rennen. Die Moto2 klasse ist aber ganz anders als die Moto3, da kann ich ihnen nicht viele Tipps geben. Aber wir sprechen immer darüber, wie ein Grand Prix gelaufen ist. Und wenn es etwas schwieriger gelaufen ist, versuche ich, sie aufzumuntern.“

Welches der bisherigen Rennen war für dich das schwierigste?
„Bis jetzt der Deutschland GP, denn der kam nach meiner Schlüsselbein-Operation und natürlich war ich damit auf dieser anstrengenden Strecke nicht so in Form, wie ich das gehofft hatte.

Und bei welchem Rennen hattest du den meisten Spaß?
„Ganz klar Mugello. Beim ItalianGP habe ich endlich gewonnen und wir hatten das ganze Wochenende über Spaß. Ich habe mich auf dem Motorrad sehr gut gefühlt und es war ein sehr schöner Grand Prix.

Wie sieht dein Plan für die Sommerpause aus?
„Zuerst habe ich noch ein Sponsoring-Event, dann einen Check im Krankenhaus und vor allem werde ich dann die Zeit nutzen, um mich auszuruhen. Ich werde ein paar Tage an den Strang gehen und versuchen, positive Energie aufzusaugen. Das wird mir helfen, wieder vollständig gesund zu werden.“

Bleibst du in Spanien oder verreist du?
„Im Winter fliege ich gern in die Karibik oder irgendwo exotisches, aber im Sommer bevorzuge ich Spanien, denn wir haben hier sehr gute Strände. Almería hat wundervolle Strände, dort kann ich mich entspannen und habe tolle Freunde. Es gibt keinen besseren Ort, um ein paar Tage zu verbringen.“

Kannst du dann bei deiner Diät auch mal eine Pause machen?
„Aufgrund meiner Größe und der Klasse, in der ich fahre, ist das Gewicht nicht so wichtig, wie in anderen Klassen, darum habe ich keine besondere Diät. Gesund zu essen ist für mich nach so vielen Jahren im Sport für mich schon ganz normal, da brauche ich auch nichts zu entbehren. Wenn ich eben ein Eis essen will, dann esse ich es, kein Problem – aber nur, wenn ich es wirklich will. Auf die Ernährung zu achten ist Teil unseres Lifestyles und daher macht mir das keine Probleme.“

Wie sieht für dich ein schöner Sommertag aus?
„Ich stehe gern früh auf, gut ausgeruht, und schaue den Sonnenaufgang am Strand. Das ist etwas sehr Schönes. Dann mag ich eine gute Trainingseinheit auf dem Motorrad auf der Strecke, solange es früh noch etwas kühler ist. Am Nachmittag gehe ich dann Angeln und den Abend verbringe ich mit Freunden in guter Gesellschaft. Es gibt im Sommer viele Dinge, die mir den Tag besonders machen können.“

Tags:
Moto2, 2015, GoPro MOTORRAD GRAND PRIX DEUTSCHLAND, Tito Rabat, EG 0,0 Marc VDS

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