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Zarco: “Ich will weiter um Siege kämpfen”

Zarco: “Ich will weiter um Siege kämpfen”

Johann Zarco, der Führende der Moto2™ Weltmeisterschaft, spricht über seine bisherige Saison und seine Ziele für den Rest des Jahres.

Ajo Motorsports Fahrer Zarco fährt 2015 die beste Saison seiner Karriere. Der Franzose führt mit 65 Punkten Vorsprung in der Moto2™ Weltmeisterschaft und konnte in 8 der bisherigen 9 Rennen auf dem Podium landen. Dabei feierte er drei Siege. Zu Saisonhalbzeit Zarcos vierten Jahres in der mittleren Kategorie hat er bereits eine Hand an der WM-Trophäe. Trotz großem Vorsprung auf seine Verfolger ist der Fahrer aus Cannes vorsichtig und sagt, dass er weiter um Siege kämpfen will – wie schon in der ersten Saisonhälfte.

Bist du über die großartige Saison überrascht, die du hast?

„Ich  kann nicht sagen, dass ich überrascht bin, aber ich bin glücklich, dass wir mit 65 Punkten Vorsprung in der Sommerpause angekommen sind und das ist unglaublich. Im letzten Rennen hatte ich sogar etwas Glück und Tito Rabat stürzte auf der letzten Runde. Nun ist es Zeit, es zu genießen, ohne an die ganze Arbeit zu denken, die noch vor uns steht. Es ist ein langer Weg und alles kann noch passieren.“

Was denkst du nach dem Ende der ersten Saisonhälfte?

„Ich bin sehr glücklich über die Leistung des Bikes. Ich habe ein gutes Gefühl  und das Team hat sich stark verbessert. Sie haben mir ein gutes Bike gegeben, sie haben mir immer geholfen, um Siege zu kämpfen und das ist sehr wichtig, wenn du um den WM-Titel kämpfen willst. Ich würde dieses Niveau gern in der zweiten Saisonhälfte halten. Ich bin bereit weiterzumachen, weitere Siege und gute Ergebnisse zu holen.“

Was war deine beste Leistung in den ersten 9 Grand Prix?

„In der ersten Hälfte konnte ich drei Siege holen, aber besonders erinnere ich mich an das Rennen in Jerez, das ich von Platz neun gestartet habe und Zweiter werden konnte – das war wie ein Sieg. Es war sehr spannend! Außerdem konnte ich in Argentinien, Katalonien und Assen gewinnen, aber ich könnte nicht sagen, welcher Sieg davon der beste war, denn bei allen drei hatte ich ein großartiges Gefühl. Die erste Hälfte der Saison war spektakulär und wir müssen arbeiten, um dieses Niveau zu halten.“

Du dankst dem Team immer dafür, dass sie dich auf Strecken, wo du zuvor Probleme hattest, konkurrenzfähig machen. Was machen sie denn?

„Ich nutze immer meine Erfahrung und sie machen mir die Freude, ein Motorrad zu fahren, auf dem ich mich sehr sicher fühle und in der Lage bin zu pushen. Letztes Jahr habe ich viel gelernt und dieses Jahr genieße ich es. Das ist fantastisch. Mei Teammanager Aki Ajo weiß viel über die Meisterschaft und ist immer da, um mir gute Ratschläge zu geben. Ich habe viel Kontakt zu ihm und versuche immer, seine Ratschläge zu befolgen. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zum Team und habe das Gefühl, dass sie mir sehr helfen. Aus diesem Grund hebe ich immer ihre wichtige Rolle heraus.“

Du standest in neun Rennen acht Mal auf dem Podium und in dem einen Rennen war ein technischer Defekt schuld. Kannst du in der zweiten Saisonhälfte noch etwas verbessern?

„Ich will versuchen, schneller zu sein. Ich denke normalerweise nicht viel darüber nach, was ich verbessern kann, aber in dieser Situation ist es am Wichtigsten ruhig zu bleiben. Ich versuche nie nervös zu sein und Ruhe zu bewahren. Das ist etwas, woran ich jeden Tag arbeite.“

Noch neun Rennen bis zum Saisonende. Denkst du, das man schon an den WM-Titel denken und zurückhaltend fahren sollte?

„Ziel ist es noch immer zu gewinnen. Eine Gewinnermentalität ist sehr wichtig, wenn du an dem Wochenende gute Arbeit leisten und für das Rennen bereit sein willst. Natürlich muss ich in den verbleibenden Rennen clever sein und versuchen keine Fehler zu machen oder zu stürzen. Ich werde weiter um Siege kämpfen und werde an den WM-Titel denken, ohne zu viele Risiken einzugehen und die Situation zu kontrollieren. Du kannst später in der Saison an die Weltmeisterschaft denken, aber nicht zu Beginn der zweiten Hälfte.“

Wie stellst du dir die zweite Saisonhälfte vor?

„Ich werde versuchen den Vorteil zu behalten oder so weit wie möglich auszubauen. Ich muss ruhig bleiben und darf nicht nervös werden. Ich sollte nicht denken, dass alles schon getan ist, denn es gibt noch viel Arbeit und die anderen Jungs werden mich nicht davonfahren lassen, also muss ich vorsichtig sein.“

Welche Pläne hast du für die Sommerpause?

„Ich werde nicht viel Zeit zum Ausruhen haben. In der ersten freien Woche habe ich meine Familie besucht. In den letzten Tagen habe ich den Sohn meines Managers in der katalanischen Meisterschaft begleitet und versucht so gut wie möglich zu helfen – wie sein Vater es bei mir tut. Nächste Woche werde ich zurück auf dem Bike sein und trainieren, denn es hört nicht auf.“

 

Tags:
Moto2, 2015, Johann Zarco, Ajo Motorsport

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