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Sturzrückblick zur Saisonhälfte

Sturzrückblick zur Saisonhälfte

Stürze können im Rennsport öfter vorkommen. Einige Fahrer gewöhnen es sich ab, während andere es immer wieder schaffen.

Wenn Fahrer stürzen ist es oft, weil sie über ihr Limit gehen. Zu lernen, wo das Limit liegt macht einen Fahrer oftmals zu einem Champion. Jedes Jahr gibt es Fahrer, die als Sturzkönige bezeichnet werden. Einige können das ablegen, während andere damit immer weitermachen. 2015 zeigte bisher die gleichen Trends wie die Jahre zuvor, aber ein paar Fahrer zeigen auf der Strecke, dass sie den Titel ‚Sturzkönig’ ablegen können.

Der Beste darunter ist Andrea Iannone, der 2015 ins Ducati Werksteam aufgestiegen ist. In seinen Moto2™ und frühen MotoGP™ Tagen war Iannone deutlich als einer der Sturzkönige bekannt und stieg des Öfteren unsanft ab. In seiner Rookie Saison in der MotoGP™ 2013 flog er ganze zwölf Mal ab und 2014 sogar 14 Mal, während er versuchte, immer bessere Ergebnisse zu holen. Sein Wechsel ins Werksteam wurde interessiert beobachtet, aber auch seine Sturzgewohnheiten, die die Entwicklung von Ducati hätten aufhalten können.

Zur Überraschung vieler wurde Iannone einer der konstantesten MotoGP™ Fahrer mit bisher nur einem Sturz 2015. Unter den permanenten Startern sind es nur Jorge Lorenzo und Valentino Rossi (Movistar Yamaha MotoGP), die ihn noch unterbieten und bisher noch gar nicht gestürzt sind. Zur gleichen Zeit hatte Iannone im letzten Jahr bereits sechs Stürze angesammelt. In allen drei Klassen ist das die deutlichste Verbesserung eines Fahrers. Mit dem aktuellen dritten Rang der Gesamtwertung bekommt Iannone dafür auch seinen verdienten Lohn.

Eine weitere dramatische Änderung hat sich beim Moto2™ Titelanwärter Johann Zarco (Ajo Motorsport) gezeigt, der in dieser Saison in allen Trainings und Rennen erst ein Mal gestürzt ist. Zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr war der Franzose bereits fünf Mal abgestiegen, inklusive einem Feuer bei Deutschland GP 2014. In der vergangenen Saison stürzte Zarco insgesamt elf Mal, keine abnormal hohe Anzahl, aber in diesem Jahr konnte er das enorm steigern.

Im Moto3™ Feld ist es Enea Bastianini (Gresini Racing Team Moto3), der sich steigern konnte, nachdem er seine Sturzrate in der ersten Jahreshälfte um zwei Drittel reduzieren konnte. Nach dem Deutschland GP 2014 war der Italiener sechs Mal gestürzt, während er in diesem Jahr erst zwei Crashs zählt.

Auf der anderen Seite stehen Mike Di Meglio (Avintia Racing), Axel Pons (AGR Team) und Sam Lowes (Speed Up Racing), die in diesem Jahr jeweils zehn Mal gestürzt sind, mehr als einige andere Fahrer im ganzen letzten Jahr. Das Trio ist als Sturzfahrer bekannt, aber interessanterweise tauchen die Stürze von Lowes nur im Training auf, während der Brite in den Rennen ums Podium kämpfen kann. Marc Marquez (Repsol Honda Team) zeigte in seiner MotoGP™ Rookie Saison eine ähnliche ‚Leistung’ und fand im Training oftmals das Limit.

Von allen drei Klassen führen die Moto3™ Piloten bisher in dieser Saison die Sturztabelle mit 193 Abflügen an. Karel Hanika und Tatsuki Suzuki tragen die zweifelhafte Ehre die Sturzkönige zu sein und flogen beide jeweils elf Mal ab. Im letzten Jahr stürzte Hanika 24 Mal, die zweithöchste Anzahl aller Fahrer der Weltmeisterschaft. Es scheint als hätte Hanika noch viel Arbeit vor sich, um den Titel ‚Sturzkönig’ abzulegen.

 

Tags:
MotoGP, 2015, Tatsuki Suzuki, Enea Bastianini, Karel Hanika, Johann Zarco, Andrea Iannone

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