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Home Heroes Australien: Miller, West, Cudlin, Hook & Co.

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Beim Pramac Motorcycle Grand Prix Australia werden sieben Australier am Start stehen. Die Nation hat in der MotoGP™ eine lange Tradition...

Australier haben in der Motorrad Weltmeisterschaft eine lange und erfolgreiche Geschichte. Gerade in der 500ccm-Zweitakt-Ära konnten viele Fahrer aus Down Under aufgrund ihrer Dirt Track Wurzeln das Geschehen dominieren. 1987 feierte Wayne Gradner als erster Australier den 500ccm-Weltmeistertitel, Landsmann Mick Doohan wurde später zur MotoGP™ Legende, als er fünf Mal in Folge Weltmeister wurde. In der Neuzeit wurde Casey Stoner mit seinen Erfolgen auf Ducati und Honda zum Aushängeschild Australiens. Dieses Wochenende werden beim Pramac Motorcycle Grand Prix Australia vier Local Heros am Start stehen, zwei davon sind permanent in die Weltmeisterschaft eingeschrieben.

Jack Miller hat letztes Jahr die Moto3™ Weltmeisterschaft um nur zwei Punkte verpasst aber den australischen Fans klar Hoffnung gemacht, dass es nach der Pensionierung von Stoner Hoffnung auf weitere Erfolge gibt. Der jetzt 20-jährige Miller aus Townsville ist 2015 aus der Moto3™ direkt in die MotoGP™ aufgestiegen und fährt im LCR Honda Team. Landsmann Garry McCoy hatte von der Saison 1997 zum Jahr 1998 einen ähnlichen Sprung gemacht und war von den 125ern zu den 500ern gewechselt.

Es war sicher kein leichtes Jahr für Miller: Aus bislang 15 Rennen hat er sieben Stürze auf dem Konto, als bestes Ergebnis den elften Platz vom CatalunyaGP. Abgesehen davon hat er aber auch brillieren können: Miller gewann in Argentinien die Open-Klasse und kämpfte im nassen British GP in den Top Vier, bevor er zu Boden musste.

Erst neu dazu gekommen ist Damian Cudlin, der in der MotoGP™ Klasse den verletzten Alex de Angelis auf der ART ersetzen wird. Cudlin – ebenso wie Hook und die Legende Troy Bayliss – stammt aus Taree in Australien. Es wird der achte Königsklasse-Einsatz für Cudlin. 2011 fuhr er in Motegi und auf Phillip Island – allerdings konnte er bei seinem Heimrennen nach einem Highsider im Training nicht an den Start gehen. 2013 fuhr er die letzten fünf Saisonrennen für das PBM Team. Er hat den Ruf als einer der besten und zuverlässigsten Ersatzfahrer des Zirkus.

Cudlin fuhr dieses Jahr erneut in der Deutschen Superbike Meisterschaft und pilotierte im MGM Yamaha Racing Team die neue R1M. Allerdings litt der Australier unter Verletzungspech und konnte nur zehn der 16 Rennen fahren. Zu den vier Ausfällen gesellten sich dort sechs Top Fünf Platzierungen.

Auf Phillip Island wird Anthony West in die Königsklasse zurückkehren. Der Australier gehört zu den erfahrensten Piloten der Motorrad Weltmeisterschaft und ersetzt den verletzten Karel Abraham im Cardion AB Motoracing Team. West hatte sich zuvor von seiner Moto2™ Mannschaft im QMMF Team getrennt. Er gab 1998 auf Phillip Island in der Klasse bis 125ccm sein Debüt in der WM, ein Jahr später stieg er permanent in die Klasse bis 250ccm ein. 2007 und 2008 fuhr „Westy“ im Kawasaki Werksteam der MotoGP™, sein bestes Ergebnis war ein fünfter Platz beim Großen Preis der Tschechischen Republik 2008.

West ist vor allem für sein Regen-Talent bekannt – genau wie sein australischer Landsmann und ehemalige GP-Sieger Chris Vermeulen. West hat beide seiner GP-Siege im Regen von Assen gefeiert, den ersten 2003 in der Klasse bis 250ccm, den zweiten 2014 in der Moto2™. Viele sehen eine direkte Verbindung zwischen dem Dirt Track Racing, mit dem die meisten Piloten aus Australien anfangen und aufwachsen, und ihrer unglaublichen Schnelligkeit im Regen.

Neben Miller ist Remy Gardner der einzig weitere, permanent in der Weltmeisterschaft startende Australier. Remy ist der Sohn des Eingangs schon beschriebenen Wayne Gardner. Dieses Jahr fährt der junge Gardner seine Debüt-Saison in der Moto3™ Klasse, allerdings ist für ihn auf der Mahindra MGP30 nicht alles immer nach Plan verlaufen. Oft fiel es schwer, die Pace der Hondas und KTMs mitzugehen.

Josh Hook ist dieses Wochenende wohl der Australier, der sich am besten auf Phillip Island auskennt – denn Gardner und Miller sind im Straßenrennsport in Europa groß geworden. Hook allerdings hat einen großen Teil seiner Karriere in der Australischen Superbike Meisterschaft verbracht, ist aber auch im Red Bull Rookies Cup am Start gewesen. 2015 hat er vor allem durch seinen zweiten Platz bei den 8 Stunden von Suzuka von sich Reden gemacht, den er dort zusammen mit Dominique Aegerter erreicht hat. Letzteren ersetzt Hook verletzungsbedingt am kommenden Wochenende.

In der Moto3™ Klasse haben dieses Jahr Olly Simpson und Matt Barton Wildcards erhalten. Simpson fährt im Olly Simpson Racing Team eine KTM, es wird nach dem Australien GP von 2014 (Platz 28) sein zweiter Auftritt auf WM-Bühne.

Simpson ist in den letzten drei Jahren im Red Bull Rookies Cup to MotoGP™ gefahren und feierte dort ein bestes Rennergebnis als Dritter. Zwar hatten viele Simpson – schon allein aufgrund seiner Erfahrung – dieses Jahr zu den Titelfavoriten gezählt, aber eine ganze Reihe von Pech verhinderte ein besseres Abschneiden als auf dem achten Platz. Der in Adelaide Hills geborene Australier ist auch schon in der CEV und BSB Moto3™ am Start gewesen. In den drei BSB-Läufen, in denen er am Start gestanden hat, hat er drei Podeste eingefahren, darunter 2014 einen Sieg in Brands Hatch.

Matt Barton wird im Suus Honda Team eine FTR Honda fahren. Der 17-Jährige bezeichnet Phillip Island als seine Lieblingsstrecke und wird seit Jahren als das kommende Talent aus Australien gehandelt: Er ist dieses Jahr der Australische Moto3™ Meister.

Tags:
Moto3, 2015, PRAMAC AUSTRALIAN MOTORCYCLE GRAND PRIX, Remy Gardner, Olly Simpson, Jack Miller, Joshua Hook

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@PolEspargaro

vor 11 Monate

Bad day to surf.. No waves, yes sharks really not good combination!

@Joanmir36

vor 11 Monate

Very happy to say that i will race in Australia and Malasia with @Leopard_Moto . Can't wait to ride my new bike and track! #36power