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Danny Kent: Der Weg an die Weltspitze

Danny Kent: Der Weg an die Weltspitze

Großbritannien feiert seinen ersten Weltmeister seit Barry Sheene 1977. Der neue Champ kommt aus Chippenham.

Wie die meisten britischen Talente auch hatte Danny Kent seine Karriere im Vereinigten Königreich mit Minimoto und der Aprilia Superteen Championship in Schwung gebracht. In letzterer Serie fuhren zum Beispiel auch gewisse Leute wie Casey Stoner, Cal Crutchlow und Bradley Smith. Nach einigen Erfolgen wechselte Kent 2009 nach Spanien und in die 125GP Meisterschaft, wo er im ersten Jahr gleich Neunter wurde.

Kent nutzte dann den Red Bull Rookies Cup als Sprungbrett für seine Karriere: 2010 beeindruckte er mit starken Leistungen und gewann das erste und letzte Saisonrennen, feierte dazwischen noch fünf weitere Podeste. Er wurde Vizemeister, nur sechs Punkte hinter dem Titelträger.

Im gleichen Jahr noch konnte er bei seinem Heimrennen in Silverstone sein Debüt in der Weltmeisterschaft geben. Er fuhr mit einer Wildcard auf einer Honda RS125R, musste aber im Rennen aufgeben. Die letzten fünf Saisonrennen fuhr er dann im Lambretta Reparto Corse Team, wo er Isaac Viñales ersetzte. Bestes Ergebnis war ein 21. Rang.

2011 stieg Kent mit dem Red Bull Ajo Motorsport Team als Permanentstarter in die Weltmeisterschaft ein. Er fuhr eine Aprilia RSA 125 und wurde Teamkollege von Jonas Folger. Der Deutsche fuhr zwar eine Werks-Aprilia, doch Kent konnte dennoch gut mit ihm mithalten und auf unterlegenem Material ähnliche und ansprechende Ergebnisse feiern. Sein bestes Ergebnis sollte er beim Spanien-GP mit Rang vier holen, am Ende gab es Gesamtrang elf.

Ein Jahr später wurde die kleineste GP-Klasse umstrukturiert, die 125ccm-Zweitaktmotoren wurden durch Viertakt-Einzylinder ersetzt, die Moto3™ Klasse war geboren. Kent blieb im Team von Ajo und passte sich schnell auf die neuen Motorräder an. Sein erstes Podest feierte er bei der Dutch TT in Assen, Highlight wurde dann später in Motegi der erste Sieg seiner Karriere. In Valencia gewann Kent auch den letzten Saisonlauf und sicherte sich damit mit 154 Punkten den vierten Abschlussrang.

Nach diesen vielversprechenden Ergebnissen wechselte Kent 2013 zu Tech 3 in die Moto2™ Weltmeisterschaft. Dies aber stellte sich als Fehler heraus, denn Kent konnte weder aus sich, noch aus der Mistral 610 wirklich etwas herausholen. Er kehrte in die Moto3™ Weltmeisterschaft und ins Ajo-Team zurück, wo er 2014 eine Werks-Husqvarna pilotierte.

Kent feierte bei seiner Rückkehr in die kleine Klasse die Pole Position vom Japan GP, stand in Brünn und Aragón auf dem Podest. Am Ende schaffte er es in der Gesamtwertung in die Top Ten. 2015 wechselte er in die aus dem Kiefer Team neu formierte Truppe des Leopard Racing Teams und auf eine Honda. Der Wechsel sollte sich für Kent auszahlen: Schon in der ersten Saisonhälfte holte er fünf Siege, meist dominant, meist mit beachtlichen Vorsprüngen. Kent brach einige Rekorde.

Nach der Sommerpause hatte es Kent etwas schwieriger: In Indianpolis spielte das Wetter verrückt, in Brünn musste abgebrochen und neu gestartet werden – die Konkurrenz holte auf den Briten auf. Enea Bastianini hatte sich als härtester Kontrahent für Kent etabliert, gewann zum Beispiel in Misano. In Aragón aber hatten beide Pech: Sowohl Kent, als auch Bastianini stürzten auf der letzten Runde – der Abstand blieb bei 55 Punkten. In Motegi sollte Kent seinen ersten Matchball auf den Moto3™ Weltmeister-Titel 2015 haben, den er allerdings verschenkte. Auch seine zweite und dritte Chance in Australien und Malaysia konnte Kent nicht nutzen, während sich Miguel Oliveira mittlerweile zum einzigen Titelgegner etabliert hatte. Doch ein neunter Platz beim Finale in Valencia reichte schließlich, um nach 38 Jahren wieder einen WM-Titel nach England zu bringen.

Tags:
Moto3, 2015, Danny Kent, Leopard Racing

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